Einsicht ist die Voraussetzung für Veränderung

Wir Menschen wollen Spaß am Leben haben, bemerken aber nicht, dass wir daran zugrunde gehen. Das müssen wir einsehen, um den Mut aufzubringen uns zu ändern.

Die Probleme unseres modernen, ausgelassenen Lebens

Wir Menschen können den Sinn unseres Lebens verstehen, ohne die Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Sehr groß sind die Verführungen unseres Egos stets einfach zu versuchen es zu genießen.

In den letzten ca. 100 bis 150 Jahren haben wir Menschen viele Erfindungen gemacht, die unser Leben erheblich erleichtern. Heute haben wir in der westlichen Welt Nahrung, Technik und Energie in großem Umfang und gelernt uns gegen viele Gefahren wie Tierangriffe, Wetter und Krankheiten zu schützen. Dadurch sind wir frei geworden uns mit dem zu beschäftigen, was wir möchten. Wir glauben, dadurch das Leben zu genießen.

Aber wenn wir ehrlich sind, haben wir auch viele neue Probleme in dieser Zeit bekommen: Einsamkeit, Streit, weltweite Kriege, Umweltschäden und vieles mehr. Zwar glauben wir, frei zu sein, aber nie gab es mehr Vorschriften, Kontrollen und Maßregelungen als heute. Wir meinen, alles haben zu können, aber viele von uns arbeiten beständig mehr und haben kaum das, was sie zum Leben brauchen.

In dieser Zeit sind immer mehr Menschen erschienen, die glauben uns unsere aktuellen Probleme erklären zu können. Auch bieten sie uns nahezu unendlich viele Lösungen an. Schulen, Religionen, Staaten, Medien, Aufklärer und viele andere tun nichts anderes. Über Bücher, Fernsehen und Internet kann heute fast jeder seine Erkenntnisse anderen mitteilen. Per Telefon, E-Mails und Foren können wir uns alle über sie austauschen und gemeinsam Lösungen erarbeiten.

Die Ausweglosigkeit unserer Vergnügungssucht ist ein Teufelskreis

Und doch finden wir keine Lösungen für unsere massiven Probleme. Wir sind knapp davor jede Kontrolle zu verlieren. Pandemien können binnen kurzer Zeit das Leben von einem Großteil der Menschheit auslöschen. Der Klimawandel bedroht massiv die Nahrungsversorgung für viele Lebewesen. Mit dem Wald- und Insektensterben drohen viele Arten auszusterben, die für das gesamte Ökosystem dringend benötigt werden. Wir haben genügend Waffen, um in einem dritten Weltkrieg große Teile der Erde zu zerstören. Immer mehr und ausgedehntere Bereiche von ihr werden durch menschlich verursachte Schäden unbewohnbar. Und die Überbevölkerung braucht die letzten Ressourcen unsers Planeten Erde auf.

Gleichzeitig leben wir aber weiter, als würden alle diese Gefahren nicht existieren. Zwar kennen wir alle diese Probleme, aber wir verdrängen sie oder resignieren vor ihrer Anzahl und Größe. Viele von uns betäuben sich durch beständig mehr Ablenkung, Spaß, Drogen, Ignoranz und Gleichgültigkeit. Weil uns das aber auch keine Lösung bringt geben immer mehr von uns schlicht auf. Dann machen sie noch das, was ihnen andere sagen, arbeiten bis zum Umfallen und hoffen bis zum Lebensende durchzuhalten.

Dieses Verhalten ist typisch für jede Art von Süchtigen: Sie finden eine Droge, mit der sie glauben, das Leben genießen können. Jedoch zerstört diese langsam, aber beständig zunehmend sie selbst, ihr ganzes Umfeld und ihre gesamten Umstände. Dabei verlieren sie erst etwas und dann immer mehr die Kontrolle über ihr eigenes Leben. Sobald sie dieses erkennen, nehmen sie mehr Drogen, um ihre Erkenntnisse zu ertragen. Das Ganze ist ein Teufelskreis für sie. Wenn sie den Ausweg nicht finden, gehen sie daran irgendwann zugrunde.

Die Einsicht süchtig zu sein, nach Genuss, Reichtum oder Macht

Für Süchtige gibt es nur eine Möglichkeit einen Ausweg aus ihrem Teufelskreis zu finden: Sie müssen sich ihr Elend bewusst machen und begreifen selbst dafür verantwortlich zu sein. Dabei müssen sie erkennen zu sterben, wenn sie nicht alle ihre Kraft dafür aufwenden aus ihrem Teufelskreis auszubrechen und später nicht erneut rückfällig zu werden. Das schaffen sie nur, wenn sie ihre gesamte Willenskraft dafür aufbringen, sich selbst zu disziplinieren. Anschließend müssen sie lernen, mit ihrer Sucht zu leben und deren Versuchungen dauerhaft zu widerstehen. Diesen Weg schaffen die meisten Süchtigen aber nicht alleine. Sie brauchen dafür Unterstützung von außen.

Und genauso geht es jedem Einzelnen von uns und uns als Menschheit: Wir sind Süchtige! Stets auf der Suche nach der nächsten angenehmen Emotion, die wir durch unser egoistisches Verhalten erlangen. Die meisten von uns haben schon lange begriffen, dass es so nicht dauerhaft weiter gehen kann und wird. Noch haben aber viele von uns nicht erkannt, dass wir selbst Schuld an unserer Situation sind. Jedoch durchschauen die meisten von uns gerade, dass wir dringend Hilfe von außen brauchen.

Die Hilfe für unser Dilemma steht bereit, nur wir zögern noch

Gott ist diese Hilfe von außen, die wir Menschen brauchen. Er wartet sehnsüchtig darauf, dass wir zu ihm kommen und bereit sind, seine Unterstützung anzunehmen. Viele Religionen erzählen uns seit Jahrtausenden von ihm und seinen Fähigkeiten uns beizustehen. Aber bislang hilft er uns nicht, weil wir nicht begriffen haben selbst Schuld an unserem Elend zu sein und nicht eingesehen haben uns dauerhaft ändern zu müssen.

Gott wartet auf unsere Einsicht, dass wir nicht in Liebe, Frieden und Wohlstand leben können, ohne unser Ego zu überwinden. Er möchte, dass wir einsehen vollständig von ihm abhängig zu sein und uns entsprechend von ihm führen lassen wollen.

An diesem Punkt sind bislang alle Religionen gescheitert: Sie konnten uns nicht bewusst machen, dass jeder Einzelne von uns die volle Verantwortung für sein gesamtes Sein übernehmen muss. Das beinhaltet, dass sich jeder von uns eigenständig Gott unterwirft und lernt sich persönlich von ihm führen zu lassen.

Bisherige Versuche Hilfe anzunehmen sind an Unkenntnis gescheitert

Jeder Versuch von Religionsgemeinschaften ihren Anhängern zu erklären, wie sie sich verhalten sollen, ist genau das Gegenteil von Eigenverantwortung. Damit stellen sie sich zwischen ihre Gläubigen und Gott. Priester sollten anderen Menschen nur erklären, wie sie selbst herausfinden können Verantwortung für sich zu übernehmen und eigenständig mit ihm kommunizieren können. Er möchte jedem Einzelnen von uns ganz individuell unterstützen sich zu erkennen und sich selbstständig zum Wohl aller einzubringen.

Damit Gott uns hilft, muss uns bewusst werden, dass wir dafür auf vieles verzichten und unser Leben komplett umstellen müssen. Wir müssen zukünftig jegliche egoistische Handlung vermeiden und uneingeschränkt auf ihn vertrauen. Es ist unmöglich, gleichzeitig egoistisch zu sein und zufrieden zu leben!

Erst wenn wir zu dieser radikalen Veränderung unseres eigenen Lebens bereit sind, macht sich Gott die Mühe uns zu helfen. Solange wir uns eine Hintertür offen halten, um wieder zu unserem egoistischen Sein zurückzukehren, unterstützt er uns nicht uns zu ändern.

Typische Ausreden sich seiner Sucht nicht zu stellen

Natürlich wäre es leichter, wenn alle Menschen zeitgleich einsehen etwas ändern zu müssen und gemeinsam ihr Ego überwinden wollen. Aber der Punkt wird nie kommen, weil alle von uns sehr unterschiedlich weit entwickelt sind. Nicht nur in diesem Leben, sondern auch in der Anzahl aller ihrer bisherigen Leben.

Außerdem brauchen wir unsere Feinde, damit wir uns selbst an ihnen erkennen können. Würden alle Menschen zeitgleich ihr egoistisches Verhalten ablegen, könnten wir uns nicht mehr wahrnehmen. Daher muss jeder von uns individuell einsehen sein eigenes Ego überwinden zu wollen, anfangen für sich die Verantwortung zu übernehmen und Gott zu suchen.

Ausblick auf die Therapie zur Überwindung des eigenen Egos

Die Überwindung unseres egoistischen Verhaltens ist also eine Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie. Jeder Mensch hat seine eigenen Probleme, aber gleichzeitig haben wir als Menschheit auch gemeinsame Herausforderungen. Wir verbringen auf der Erde zusammen Zeit, um uns gegenseitig beizustehen und zu helfen.

Obwohl wir hier vereint sind, um die Wandlung gemeinsam zu erleben, müssen Einzelne anfangen, sich zu wandeln und dann ein Vorbild für andere zu sein. Aber mehr als eine Leitfigur für andere zu sein, können wir Menschen nicht leisten. Gott hat jedem von uns den freien Willen gegeben. Daher muss jeder alleine und eigenständig entscheiden, sein Ego überwinden zu wollen und sich seiner Führung zu unterwerfen.

Gott ist auf der Suche nach Mutigen, die zuerst diesen Weg gehen und nach anderen Menschen, die sie dabei unterstützen. Anschließend können sie Vorbilder für andere sein uns ihnen dabei helfen sich ebenfalls ihrem Ego zu stellen und es zu überwinden.