Das eigene Leben genießen lernen

Wir versuchen, unser Leben zu genießen, schaffen es aber oft nicht. Dauerhaft genießen können wir es nur durch Überwindung unseres Egos und seiner Bedürfnisse.

Im Einklang mit Gott leben

Wir alle haben das Bedürfnis, unser Leben zu genießen. Und daran ist auch nichts Falsches. Im Gegenteil: Wir sind jeweils ein Teil von Gott und er möchte Freude an sich haben. Entsprechend sollen auch wir unser Leben genießen.

Bevor wir unser Ego aufgegeben versuchen wir das schon ständig, haben es aber nie dauerhaft geschafft. Das liegt daran, dass wir es ohne Gottes Hilfe probiert haben.

Wir müssen im Einklang mit ihm leben, um unser Leben zu genießen. Dazu gehört, dass wir keine negativen Emotionen unseren Mitmenschen gegenüber haben. Oder anders ausgedrückt: Wir müssen sie trotz ihrer Unvollkommenheit lieben.

Im Wesentlichen funktioniert das auf zwei Wegen. Einerseits müssen wir alle unsere eigenen Fehler und Macken überwinden und tadellose, liebevolle Wesen sein. Menschen, die uns begegnen, sind Spiegelbilder von uns selbst. Wir nehmen sie so wahr, wie wir sind. Wenn wir also uneingeschränkt liebevolle Wesen sind, bemerken wir auch überwiegend fürsorgliche Menschen, Tiere und Umstände.

Sich von Gott verändern lassen

Anderseits verändert Gott unsere Bedürfnisse. Nachdem wir unser Ego überwunden haben, haben wir nicht mehr das Verlangen besser zu sein als sie. Wir messen uns nicht weiter mit ihnen. Weder in Diskussionen, noch in Wett- oder Machtkämpfen. Auch versuchen wir, nicht mehr Reichtum oder Anerkennung anzusammeln. Entsprechend können wir keine Verlierer mehr sein und der Stress unserer Kämpfe mit und gegen andere fällt weg. Auch das hilft uns, unser Leben zu genießen.

Gott verändert uns aber noch viel mehr. Wir verlieren zum Beispiel das Bedürfnis nach ausgefallener Nahrung. Schlichtes, stilles Wasser reicht uns zum Trinken. Beim Essen begnügen wir uns mit natürlichen Bestandteilen, die nicht großartig verarbeitet oder gewürzt sind. Wir genießen zum Beispiel den Geschmack von Kartoffeln und können sie fast täglich essen. Sie sind gesund, einfach in der Produktion und leicht zubereitet. Auch Gemüse und Fleisch genießen wir ähnlich schlicht. An Genussmitteln jedoch verlieren wir jede Freude.

Aber wir werden auch sehr viele andere Bedürfnisse los. Vielleicht geben wir unser Auto auf. Dann brauchen wir viel weniger arbeiten, weil wir das Geld für es nicht verdient müssen. Wenn wir uns aufs Fahrrad als Alternative einlassen, treiben wir gleichzeitig mehr Sport und nehmen unsere Umwelt intensiver wahr. Dann suchen wir wieder mehr Ziele in unserer näheren Umgebung und begnügen uns mit dem, was wir dort finden. Dadurch steigt unsere Lebensqualität, weil es weniger Autos und damit verbundenen Umweltbelastungen gibt, wir sportlicher werden und unseren sozialen Kontakten näher sind.

Verzicht schafft Zufriedenheit und Gesundheit

Wenn wir wohlhabend sind, können wir durch Konsumverzicht viel Geld sparen. Vieles braucht nicht mehr produziert und transportiert werden. Das schont auch die Umwelt und vermeidet Müll. Wir brauchen nur stilles Wasser, schlichte Nahrung, etwas Bekleidung, ein Dach über dem Kopf und etwas mehr um glücklich zu sein.

Wir werden zufrieden, indem wir immer wieder den Versuchungen und Begierden unseres Egos widerstehen. Im Laufe der Zeit verlieren wir schlicht die entsprechenden Bedürfnisse. Gott schenkt uns zunehmend tiefen inneren Frieden in unserer Bedürfnislosigkeit.

Gemeinsam können wir noch auf vieles mehr verzichten, wenn wir lernen, friedlich zusammenzuleben. Militär, Polizei, Gesetze, Kontrollen, Geld, Einbruchschutz werden dadurch sinnlos. Gott zeigt uns, wie wir auch ohne sie maßvoll und friedlich miteinander klarkommen, wenn wir seiner Führung folgen.

Der Gemeinschaft dienen, um eigene Freude zu erfahren

Indem wir einander bedingungslos dienen, ist für uns alle gesorgt. Auch wenn sich einige von uns nie daran beteiligen überwiegen die Einsparungen den Aufwendungen, sodass wir friedlich mehr haben als mit unserem egoistischen Leben. Außerdem bereitet es uns große Freude, anderen Menschen oder Tieren selbstlos zu dienen. Allerdings nur, wenn wir einander in den Bereichen wirken, zu denen wir geschaffen sind. Gott hilft uns diese Bestimmungen zu finden.

Je intensiver wir im Einklang miteinander und mit seiner Führung leben, umso mehr überwinden wir unsere Ängste. Uns passiert dann kaum noch Schlimmes oder jemand hilft uns mit den Folgen gut umzugehen. Auf diesem Weg erleben wir Gemeinschaft miteinander und überwinden wir unser Gefühl der Einsamkeit.

Wir lernen, auch mit der Natur respektvoll umzugehen. Dadurch können wir sie mehr genießen und finden Ausgeglichenheit in ihr. Der Genuss, den die Natur uns bereitet, ist viel intensiver als die Genüsse, die uns die Wirtschaft und die Zivilisation bescheren.

Dadurch leben wir erheblich gesünder und bewegen uns häufiger. Auch das bringt mehr innere Zufriedenheit, weil wir deutlich ausgeglichener sind. Durch diese innere Ausgeglichenheit ersparen wir uns wieder Stress, was noch mal mehr zum Genießen unseres Seins beiträgt.

Verbleibende Probleme als Segen Gottes betrachten

Dennoch wird unser Leben nie frei von Problemen sein. Aber wir lernen, mit ihnen zu leben. Gerade die von uns, die ihr Ego noch nicht überwunden haben, lieben wir besonders. Weil wir wissen, wie schwer sie es in ihrem Leben haben, gehen wir liebevoll mit ihnen um.

Gleichzeitig suchen wir gute Seiten in ihnen. Egal wie egoistisch ein Mensch sein mag, trägt er stets auch Gutes in sich. Dieses zu suchen und uns daran zu erfreuen hilft uns unser Leben zu genießen.

Auch haben wir anhaltend Probleme, an denen wir weiter wachsen. Dann erfreuen wir uns an unseren Fortschritten. Vielleicht sind wir auch Vorbild für andere. Statt frustriert über unsere Absonderung zu sein, genießen wir, von Gott für diese verantwortungsvolle Position ausgewählt worden zu sein.

Wir suchen also beständig nach Möglichkeiten uns am Leben zu erfreuen und uns dafür. Aber nicht auf egoistische Wegen, sondern durch die Änderung unserer Sichtweisen. Selbst in unserem größten Leid können wir uns darüber freuen, dass es uns noch besser geht als anderen Menschen. Auch können wir stets dankbar sein, dass Gott uns nie verlässt.

Das Leben zu genießen ist also kein Zufall des Schicksals, sondern eine Folge unserer inneren Einstellung und unseres eigenen Seins.
Sobald wir dieses begriffen haben werden wir süchtig, uns an unserem Sein in seiner Schlichtheit zu erfreuen. Egoistische Fühlen, Denken und Handeln empfinden wir dann abstoßend. Dadurch fällt es uns leicht, Einklang mit unserer gesamten Umwelt zu leben.

Durch Gottes Führung haben wir dabei alles, was wir dafür brauchen.

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