Gott hat mich unerwartet reich gesegnet

Gott hat mir erneut eindrucksvoll sein Wirken gezeigt: Erst verzweifelte ich, anschließend hat er mich reich gesegnet. Offensichtlich muss ich ihm mehr vertrauen.

Bis letztes Jahr wohnte ich in meinem eigenen Haus. Dann wurde das Dach undicht und die Reparatur überstieg meine finanziellen Mittel bei Weitem.

Zuerst war ich erneut sehr ernüchtert, dass Gott mich in die Lage gebracht hatte. Ich bin verzweifelt und das war mit ein Grund für meinen folgenden Suizidversuch. Alleine die Vorstellung mein absolutes Traumhaus zu verlieren war unvorstellbar für mich.

Aber ich hätte nicht so vorschnell frustriert sein sollen, sondern mehr auf Gott vertrauen. Mir gab jemand den Tipp, ich solle meinen Bruder fragen, ob er mir das Haus abkauft und mich zur Miete darin wohnen lässt. Das tat ich dann auch und er willigte ein.

Zwar kenne ich seine finanziellen Mittel nicht, aber soweit ich das mitbekommen habe, wird er deshalb nicht auf etwas verzichten. Er betrachtet dieses Haus als Erbe für seine Kinder. Ihnen möchte er etwas hinterlassen, weil auch er von unserem Vater etwas geerbt hatte.

Entsprechend habe ich ihm das Haus verkauft, wohne aber weiterhin darin. Jetzt allerdings zur Miete.

Dennoch blieb das Problem mit dem Dachschaden. Mein Bruder holte drei Angebote ein. Im Wesentlichen gab es drei Arbeitsabschnitte:

  • Die alte Dachbegrünung abtragen
  • Eine zusätzliche Folie aufschweißen
  • Eine neue Dachbegrünung aufbringen

Meine Idee war, dass ich die alte Begrünung abtrage. Es handelte sich um insgesamt ca. 18 m³ Erde – also viel Arbeit. Irgendwann wurden mir die Gefahren, dabei vom Dach zu stürzen bewusst. Außerdem bin ich nicht gut trainiert. Entsprechend hätte ich extrem lange gebraucht die Erde erst herunter zu werfen und anschließend in einen Container zur Entsorgung zu bringen.

Weiterhin wollte ich auf eine neue Begrünung verzichten. Mir war bewusst geworden, dass ich nie wieder in meinem Job als Software-Entwickler arbeiten werde. Entsprechend konnte ich mir nicht mehr vorstellen, jemals wieder Geld zu verdienen. Die logische Konsequenz war für mich, auf so viel wie möglich zu verzichten.

Mein Bruder entschied sich für die teuerste Firma. Er meinte die Erfahrung gemacht zu haben, nur die beste Qualität wäre langfristig die günstigste Lösung.

Ich teilte ihm meine Sorge mit, die alte Begrünung nicht abtragen zu können. Sofort meinte er: „Davon ging ich gleich aus“ … und übernahm die entsprechenden Kosten.

Bei meinem Hinweis auf eine neue Begrünung zu verzichten überlegte er nicht lange und erwiderte: „Ich möchte, dass es dir gut geht. Außerdem will ich dir eine Freude machen. Erlaubst du mir, dass ich dir eine neue Begrünung spendiere“? Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns bereits auf die Miete geeinigt, die ich zahle geeinigt – und sie auf 30 Jahre festgeschrieben. Es war also wirklich ein unnötiges Geschenk von ihm an mich.

In der Zwischenzeit ist mir bewusst geworden, dass Eigentum eine reine Glaubenssache und Betrug ist. Ob das Haus mein Eigentum ist – oder ich zur Miete darin wohne, macht also keinen Unterschied für mich. Der Unterschied besteht nur in meinen Gedanken. Und die will ich ja selbst bestimmen. Das schaffe ich inzwischen recht gut.

Mir ist bewusst geworden, dass Gott für mich sorgt. Er lässt mich in diesem Haus wohnen und ich kann mir weiterhin alles kaufen, was mir wichtig ist. Weiterhin wurde das Dach auf die beste Weise saniert. Meine Sorgen waren also vollkommen unberechtigt.

Hätte mein Bruder mir nur Geld geschenkt ohne das Haus abzukaufen, hätte ich bestimmt keine neue Begrüngen bezahlt. So gesehen ist diese Lösung unterm Strich sogar besser für mich.

Zusätzlich hat mein Bruder mit den Behörden gesprochen, dass ich irgendwann Wohngeld bekommen soll. Das hat er gemacht, ohne dass ich ihn darum gebeten habe.

Ich betrachte auch das als Wirken Gottes: Er sorgt dafür, dass meine Bedürfnisse befriedigt werden. Natürlich würde ich mir wünschen, einen gut bezahlten Job zu haben. Aber der Unterschied liegt genau genommen nur in meinen Gedanken und in meinem Ego. Letzteres will ich aber überwinden.

Entsprechend ist diese Lösung für mich wahrscheinlich besser, als wenn Gott mir einen Job gegeben hätte.

Dennoch verbringe ich weiterhin viel Zeit damit, herauszufinden, wie wir Menschen gemeinsam in Frieden leben können, schreibe das auf und stelle es im Internet bereit. Dabei arbeite auch wieder technisch in einem Bereich, den ich früher mal beruflich gemacht habe. Beides zusammen füllt mich aus und ich habe große Freude damit.

Irgendwann habe ich angefangen das als meinen Job anzusehen. Zwar bekomme ich kein Geld dafür und niemand außer mir weiß etwas von diesem Job. Dennoch habe ich einen – und Gott gibt mir alles, was ich dafür brauche. Vielleicht ging es Noha ähnlich, als er die Arche baute. Was will ich mehr?

Inzwischen ist es Sommer. Ich genieße jeden einzelnen Tag und genieße ständig meinem Sein. Auch erfreue ich mich täglich daran, in diesem Haus zu wohnen und alles andere Materielle zu besitzen, was mir noch wichtig ist.

Dabei habe ich weiterhin die Hoffnung, irgendwann von Gott gebraucht zu werden, um Menschen zu erklären, wie sie in Frieden leben können.

Abgesehen von meiner weiter bestehenden Einsamkeit kann ich mir im Moment kein besseres Leben vorstellen!