Der Beginn meiner Probleme mit dem Staat

Wir alle werden vom Staat beeinflusst, gelenkt und kontrolliert. Aber woher hat er das Recht, dieses mit uns zu tun? Die Antwort ist simpel …

Viele meiner Probleme konnte ich lösen, indem ich mich ihnen stellte und mich bewusst in die Situation hinein begab.

Aber auf viele andere fand ich keine Erklärung. Noch immer wusste ich nicht, warum ich ganz alleine im Leben war und mir niemand half.

Einmal war ich bei einer Frau, die angeblich Kontakt mit Schutzengel anbietet und damit ihr Geld verdient. Durch sie fragte ich, warum ich immer wieder diese Probleme hatte. Ganz konkret wollte ich wissen ich, warum ich meine gut laufende Firma verloren hatte. Die Antwort: Ich solle schauen, wie intensiv ich mich um eine friedliche Lösung bemühte. Das tat ich in dem Fall sehr, machte viele Vorschläge und Angebote. Aber nichts half: Ich verlor die Firma. Was war das für eine Antwort meines Schutzengels? Ich solle schauen, dass ich mich sehr bemüht hatte – und doch keine Chance hatte…

Über die gleiche Frau stellte ich einige Monate später an meine Schutzengel die Frage, warum mir niemand im Leben half. Die Antwort: Ich sei derjenige, der anderen Menschen unterstützen soll. Dann bekam ich noch einen Vergleich zwischen mir und Mose aus der Bibel mit auf den Weg: Ich sei ein Mittler zwischen Gott und den Menschen. Weder er, noch sie. Wie ein Priester wäre ich die Verbindung zwischen ihnen.

Mein Leben lang kämpfte ich – und sollte ein Priester sein? Das war für mich nicht plausibel. Ich entschied, mich vom Thema Spiritualität zu distanzieren. Sie hatte mir auch viele Hinweise über die jeweilige Zukunft gegeben, die nie eintrafen. Zum Beispiel den Zusammenbruch der Staaten und das Ende der Zeit im Jahr 2012.

Obwohl ich mich so sehr bemühte Frieden zu finden, hatte ich weiterhin viel Ärger im Leben. Während einer Routine-Polizeikontrolle machte mich der Polizist derart blöd an, dass ich einfach ging. Er hatte meinen Autoschlüssel, meinen Führerschein und Personalausweis in den Händen. Spöttisch rief er mir nach: „Ja, ja, beruhigen sie sich erst mal…“.

Am Tag darauf holte ich mein Auto mit dem Zweitschlüssel ab, kaufte einen Strauß Blumen und brachte sie aufs Polizeirevier mit den Worten: „Weil sie so lieblos sind…“. Ich ging, bevor der verdutzte Polizist etwas sagte. Den Schlüssel und die Ausweise bekam ich nicht wieder.

Dann fing in an mich zu fragen, woher der Staat das Recht hat, so mit mir umzugehen? Zuvor hatte ich schon wiederholt Kontakt mit Anwälten und Gesetzen. Immer tiefer ging ich in das Thema: Der Polizist hat das Recht durch ein Gesetz. Dieses hat seine Rechtmäßigkeit durch das Grundgesetz. Und das wiederum bezieht sich seiner Präambel auf den Satz: „Das deutsche Volk hat sich selbst dieses Grundgesetz gegeben“. Dieses ist eine Lüge – nie wurde das deutsche Volk gefragt.

Ich suchte weiter und fand die europäischen Menschenrechte – die unter anderem die Leibeigenschaft und die Anwendung von Strafen ohne geltende Gesetze verboten.

Das Grundgesetz gilt nicht, weil es ausschließlich auf einer Lüge basiert. Die Menschenrechte gelten schon, weil sie eine einseitige Willenserklärung der Staatsdiener sind. Damals glaubte ich noch an die Ehrlichkeit und die Aufrichtigkeit des Staats. Ich beschloss, meine Staatsbürgerschaft aufzugeben, und erklärte mich für staatenlos. Entsprechend hatten die deutschen Staatsdiener kein Recht mehr, mich zu verurteilen und mich zu bestrafen. Ich glaubte, endlich frei zu sein und von Gott beschützt zu werden.

Offen erklärte ich dem Staat, mich nicht länger an Gesetze zu halten. Ich schraubte die Nummernschilder von meinem Auto ab und missachtete die Straßenverkehrsordnung vorsätzlich (ohne jemand zu bedrängen oder zu schaden). Anstelle des Nummernschildes kam ein Schild „Leben-ohne-Gesetze.de“. Auf der Website erklärte ich ausführlich, dass der Staat kein Recht habe, über mich zu bestimmen.

Die Polizei hielt das nicht davon ab, mir mein Auto zu rauben. Ich kaufte mir ein Neues – auch das raubten sie mir. Beständig suchte ich das Gespräch mit den Behörden bezüglich deren Irrtum, über mich bestimmen zu dürfen zu.

Als ich immer mehr ignoriert wurde, fing ich an zu drohen. Anfänglich war den Behörden das egal. Als ich offen erklärte, mich komplett von allen Menschen zurückzuziehen, wurde ich in die Psychiatrie gesperrt.

Dort wies ich darauf hin, dass die Psychiater kein Recht hätten, mich festzuhalten. Darauf erwiderten einer von denen: „Sie mögen recht haben – aber die Realität ist eine andere.“

Was ist eigentlich „Realität“? Mir wurde eine sogenannte „Psychose“ angedichtet – also die Unfähigkeit, die Realität zu erkennen. Das ist praktisch für den Staat: Er braucht sich nicht mehr mit meinen Äußerungen zu beschäftigen. Der Staat bekam von den Psychiatern, was er wollte. Sie erhalten dafür Macht und Aufträge vom ihm. Eine Win-Win-Situation für beide – und ich war der Leidtragende. Die Behandlung musste ich bezahlen.

Nach einigen Wochen ließ man mich wieder laufen. Zu Hause machte in an mich auf die Suche nach der „Realität“ – und begriff, dass es keinen Beweis für sie gibt.

Jeder Mensch sieht das Leben aus seiner individuellen Sicht. Früher glaubten alle Menschen, die Erde sei eine Scheibe. Heute meinen wir, dass sich damals alle irrten. Wenn als Realität das bezeichnet wird, was alle Menschen einheitlich glauben, ist das immer noch kein Hinweis, dass dieses auch existiert.

Wir Menschen nutzen unseren Verstand, um die Realität zu erkennen. Aber wie können wir herausfinden, dass unser Verstand richtig arbeitet? Um diese Fragen zu beantworten, würden wir ihn verwenden, den wir gerade versuchen zu begreifen. Um die Realität zu erkennen, haben wir also kein Werkzeug, dessen Funktionsweise wir verstehen. Entsprechend können wir rein gar nichts im Leben als zweifelsfrei ansehen: Eindeutige Beweise gibt es schlicht nicht.

Je intensiver ich versuchte, das Leben zu begreifen, umso weniger verstand ich es.

Und dennoch hatte ich keine Lust mehr, mich an die Gesellschaft anzupassen, an Veranstaltungen teilzunehmen oder mit Behörden zu kommunizieren: Kein Mensch verstand mich, und keiner versuchte es auch nur.

Der Staat erklärte mich für geisteskrank und stellte mir eine sogenannte „Betreuerin“ zur Seite. Ich atmete auf – endlich jemand, der meine Interessen vertritt! Aber weit gefehlt: Sie kämpfte nur gegen mich. Selbst hielt sie sich nicht an Gesetze, intrigierte gegen mich und verbreitete überall Lügen über mich. Als ich wieder mal sehr energisch mit Gewalt drohte, falls sie damit nicht aufhöre, steckte sie mich in die Psychiatrie.

Insgesamt war ich 5 Male dort – zusammen ca. 6 Monate. Und alles nur, weil die Staatsdiener nicht einsehen wollten, keinerlei Rechte mir gegenüber zu haben.

Diese Betreuerin animierte auch weitere Menschen in ihrem Sinne zu lügen, damit sie den „Staat“ beschützen könne. Ein Richter erkannte, dass sie und ich nicht gut zu Recht kämen, ich bekam einen anderen Betreuer.

Erneut schöpfte ich Hoffnung, dass mein Leid endlich ein Ende fände. Der neue Betreuer intrigiert nicht mehr gegen mich – aber meine Interessen sind ihm egal. Er begriff, dass ich keinerlei Verlangen an jeglichem Kontakt habe und lässt mich weitgehend in Ruhe. Manchmal versucht er, sich wichtig zu machen, mehr kommunizieren wir nicht.

Bei meinem letzten Aufenthalt in der Psychiatrie wurde ich gezwungen, mich anhaltend mit Psychopharmaka behandeln zu lassen. Wäre ich dazu nicht bereit gewesen, hätte man mich dauerhaft in ein geschlossenes Heim gesteckt. Genau das hatte meine erste Betreuerin beantragt, die von meinem Geld bezahlt wurde, um meine Interessen zu vertreten.

Mein Bruder ist Arzt. Ich drehte die Dinge so, dass ich die monatlichen Spritzen von ihm erhielt. Meine Hoffnung: Zumindest er würde mir beistehen. Zuvor hatte er mir immer wieder geholfen. Aber ich begriff schnell: Mein Bruder ist ebenfalls ein Anhänger der Sekte „Staat“ – und er bevorzugte bei ihr im guten Licht zu stehen, als meine körperliche Unversehrtheit. Auch er wollte ausschließlich wichtig und mächtig sein. Vermutlich freute er sich, endlich die Bestätigung von anderen bekommen zu haben, dass mit mir etwas nicht stimmt. Schon in unserer Kindheit hatte unter mir gelitten.

Drei Jahre lang erpresste er mich: „Wenn du dir nicht freiwillig von mir die Spritzen geben lässt, sag ich das dem Richter“. Nach drei Jahren begriff er endlich, dass ich das wirklich nicht will, er sagte es dem Richter. Bewusst nahm er in Kauf, dass mich der Richte dauerhaft in ein geschlossenes Heim steckte. Dazu kam es aber nicht.

Was war das für ein Bruder? Ich vermute, meine Mutter wusste von mir und ihm, hat mir aber nicht geholfen. Mir hat das gezeigt, wie verlogen und selbstherrlich die Familie meiner Kindheit war. Ich war nicht der einzige, mit dem etwas nicht stimmt!

Und doch haben mein Bruder und mein zweiter Betreuer für mich eine Erwerbsunfähigkeitsrente erzielt. Aber warum? Nur, weil ich die Lügen der Sekte „Staat“ durchschaut habe, mich nicht mehr von ihnen herumkommandieren lasse und begriffen habe, dass es keine Realität gibt?

Obwohl ich lediglich 16 Monate im Angestelltenverhältnis gearbeitet habe, bekomme ich heute eine Rente. Warum führte mich das Schicksal damals in den Job – und anschließend wieder heraus? Warum die große Gehaltserhöhung?

Der neue Betreuer ist der Ansicht, dass er den Höchstsatz für meine Betreuung in Rechnung stellen dürfe. Schließlich habe er erfolgreich die Rente beantragt. So ist ca. die Hälfte von ihr wieder weg. Auch tätig er zahlreiche Ausgaben, gegen meinen Willen, von denen ich keinen oder nicht einen entsprechenden Nutzen habe.

Heute erdulde ich alles, was der Staat mit mir tut. Aber eigentlich haben wir keinerlei Kontakt, außer dem Besuch des Schornsteinfegers und der Ablesung der Zähler für Gas, Wasser und Strom. Gesehen habe ich den Betreuer nur zwei Mal – und das ist mehrere Jahre her. (Ob ich ihn überhaupt wiedererkennen würde, wenn er mir gegenübersteht?)

Der Schornsteinfeger reinigt jährlich meinen Kamin – obwohl ich den nie nutze und ihn von außen verschlossen habe. Warum macht er das?

Der Betreuer verlangt den Höchstsatz für seine Arbeit, obwohl wir keinen Kontakt haben. Wofür bekommt er ihn?

Mein Bruder behauptet, mich sehr zu lieben, hat mich aber jahrelang erpresst und mir vorsätzlich Körperverletzungen zugefügt. Wie passt das zusammen?

Ich bin nicht in der Lage das zu verstehen. Aber wer ist geisteskrank – die oder ich?