Mein Bemühen in Gemeinschaft mit Gott zu leben

Nachdem ich herausgefunden habe, dass es Gott wirklich gibt und wie er in meinem Leben wirkt, habe ich mich auf seinen Weg eingelassen und folge ihm.

Gott kann ich nicht sehen, ihn nicht anfassen und höre seine Worte nicht. Aber doch spricht er ständig zu mir: Durch die Umstände meines Lebens, durch meine Intuition, mein Gewissen und durch die Gedanken, die mir kommen.

Gott hat mich erschaffen, mir einen Körper und Verstand gegeben. Er hat mir die Umstände verschafft, dass ich eine Ausbildung und Computer bekommen habe, durch die ich viel Geld verdient habe.

Heute versuche ich, Gott zu dienen und zu tun, was ich glaube, das er möchte. Im Gegenzug vertraue ich darauf, dass er mir weiterhin alles bereitstellt, was ich zur jeweiligen Zeit benötige und mir nimmt, was ich nicht mehr brauche.

Es gibt viele Möglichkeiten herauszufinden, was Gott möchte. Mir hat die Bibel dabei sehr geholfen. Da ich zu faul zum Lesen bin, schaue ich mir seit etlichen Jahren täglich eine Bibel-Predigt im Fernsehen an. Ich handle wie im Supermarkt: Was mir an der Predigt gefällt nehme ich mit – den Rest lasse ich so stehen.

Durch die Bibel habe ich viel gelernt, meinen Feinden zu vergeben. Oder meine Bereitschaft zu Geben und zu Dienen – auch ihnen gegenüber. „Was du nicht willst, das man dir tut, das tue keinem anderen an“. Und vieles mehr.

Auch aus der Spiritualität habe ich viel gelernt. Zum Beispiel alles was mich anderen stört, trage ich in mir. Wenn ich heute an jemand anderem etwas nicht mag, schaue ich auf mich: Wie kann ich mich ändern oder welche Fehler habe ich in diesem und anderen Leben gemacht. Meine Umstände wurden oft anders, nachdem ich das geschafft habe.

Die Esoterik hat mich gelehrt, meine Gedanken und Emotionen stets bewusst wahrzunehmen und selbst zu kontrollieren. Dadurch bin ich viel entspannter und umgänglicher geworden – auch unter Druck.

Freunde habe ich dennoch nicht.

Als ich mit dem Staat aneinandergeriet, habe ich beim ihm einfach meine ganzen Ersparnisse abgeliefert. Zusammen mit dem, was er mir gestohlen hat, weil ich mich nicht an seine Gesetze gehalten habe (ohne jemand zu schaden), waren es ca. 100.000 €. Geld ist nicht wichtig – und schon Jesus sagte: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“.

Heute nutze ich viel Zeit, um meine Software zu verbessern und andern Menschen anzubieten. Ich vergeude sie nicht mehr mit dem Ausfüllen von Formularen, Erklärungen, Verträgen, Kontrollen oder anderen sinnlosen Ego-Spielen.

Im Moment habe ich genügend Geld, um mir Essen zu kaufen. Ich liebe Brot, Kartoffeln, einheimisches Obst und Gemüse und trinke nur Leitungswasser. Es schmeckt mir und ist bestimmt gesund. Fleisch und Tierprodukte esse ich, weil mein Körper die Inhaltsstoffe braucht.

Wenn mir ein Mensch begegnet, dem ich gutes tun kann, erfülle ich das und nehme mir dafür so viel Zeit, wie derjenige möchte. Meine Software biete ich kostenlos an – und glaube ein guter Entwickler zu sein.

Mehr könnte ich nicht geben, wenn ich mich um Obdachlose kümmern würde. Das liegt mir nicht. Andere Menschen können nicht programmieren, mögen aber den Kontakt mit Obdachlosen. So hat Gott für jeden eine individuelle Aufgabe, hoffe ich.

Ich glaube, meine habe ich gefunden: Gott suchen und so zu werden, wie er mich haben möchte. Auch halte ich es für meine Aufgabe Software zu entwickeln und anzubieten. Dabei geht es mir immer darum, die Bedürfnisse der Menschen zu erkennen, und so gut ich kann zu befriedigen. Oft bekomme ich den Hinweis, meine Software sei sehr einfach zu bedienen.

Für beide Aufgaben habe ich früh Vorbereitung erfahren. Meine Mutter war Sozialarbeiterin beim Staat, mein Vater war in der EDV tätig. Durch den Streit in meinem Elternhaus lernte ich, eigenständig zu werden und alleine klar zu kommen. Im Studium begriff ich, mich zu motivieren und Ziele zu erreichen.

Das ist alles, was ich tun kann: Stets versuchen, die Aufgaben zu meistern, die sich mir stellen und mit dem zu beschäftigen, was Gott möchte.

Natürlich ist das nicht immer leicht. Oft will ich noch meine Interessen durchsetzten – aber wenn Gott nicht will, hab ich keine Chance. Dann jammere und bemitleide mich einige Tage. Aber das bringt nichts und ich lasse es wieder sein.

Früher wurde mir oft gesagt, ich bemühe mich nicht genug. 40 Jahre habe ich versucht, Freunde zu finden und zu behalten. Zwar hatte ich immer wieder welche – teilweise auch über lange Zeit. Aber doch habe ich sie verloren. Ähnlich war es auch mit der Arbeitssuche. Irgendwann war ich eben ganz alleine.

Ich begriff: Das einzige Maß des Menschen ist sein Bemühen, Erfolg und Misserfolg liegen ausschließlich in Gottes Hand.

Und entsprechend bemühe ich mich jetzt, in jedem Augenblick so zu sein, wie er es möchte. Dazu gehören nicht nur meine Handlungen, sondern auch meine Gedanken und meine Emotionen. Ich bemühe mich, stets liebevoll zu handeln, zu denken und ausgeglichen zu sein.

Dabei habe ich erkannt, wie angenehm es für mich ist, so zu anderen zu sein, sie glücklich zu machen und ihnen zu dienen. Schon das Aufhalten einer Tür kann in den Augen anderer Menschen eine Freude erscheinen lassen. Diese genieße ich!

Bei meiner Software bekomme ich keine nicht zu spüren. Eigentlich erhalte ich dort nur Hinweise und Ärger, wenn etwas nicht funktioniert. Wenn ich den Mangel beseitigt habe, kriege ich mit Glück ein knappes Dankeschön – mehr aber nicht. Und doch genieße ich die Vorstellung, dass ich Menschen mit der Software eine Freude bereite.

Vielleicht bin ich etwas weiter als andere. Wahrscheinlich habe ich mehr Leben hinter mir als andere. Aber doch habe ich noch viele Möglichkeiten, mich zu verändern. Oft gelingt es mir – manchmal habe ich Rückschläge. Dann raffe ich mich erneut auf und versuche es noch mal.

Ich glaube, Gott liebt alle Menschen. Entsprechend bemühe auch ich mich, alle Menschen zu lieben. Natürlich dieses war es am Anfang sehr schwer, aber das kann man lernen.

Dennoch mache ich den Menschen ganz deutlich, was mich an ihnen stört, wenn ich glaube, dass es richtig ist, ihnen das zu sagen. Ebenfalls sage ich ausdrücklich, was ich brauche, nachdem ich mich intensiv bemüht habe es selbst zu erlangen. Wenn weder mein Bemühen, noch meine Worte etwas bewegen, füge ich mich dem Willen Gottes und ändere mich, mein Weg oder meine Ziele.

Ich hoffe, er führt mich stets so, wie es seinen Zielen entspricht. Vermutlich geleitet Gott mich dabei teilweise bewusst in Sackgassen. Dann merke ich, dass der Weg nicht funktioniert. So habe ich schmerzlich erfahren, dass ich mit dem „Staat“ nicht diskutieren kann. Mich bringen Diskussionen und Streit allgemein nicht weiter.

Heute habe ich keinen Kontakt mehr zum Staat – und er bezahlt durch die Rente selbst den Betreuer. So hat Gott die Dinge gewendet, dass ich letztlich staatenlos geworden bin: Ich habe kaum Rechte, aber auch fast keine Pflichten.

Geld bekomme ich aus einem Geldautomaten und trage es zu denen, die mir Lebensmittel geben. Das Herumtragen von ihm halte ich für sinnlos – aber wenn alle anderen Menschen das von mir möchten, tue ich es ihnen zu liebe.

Wie das Geld in den Automaten gelangt und warum es herauskommen, wenn ich das möchte, verstehe ich nicht. Es interessiert mich auch nicht. Kontakt zur Bank, zu Überweisungen und Kontoauszügen habe ich nicht.

Nachdem die Post mir immer wieder sinnlose Schreiben vor die Tür gelegt oder in die Hand gedrückt hat, habe ich beschlossen alle Briefe kommentarlos in den nächsten gelben Briefkasten zu werfen und darüber die Post informiert. Ich hoffe nun, keinerlei Briefe mehr zu bekommen: Was bringt es, von Behörden oder Firmen Papier mit schwarzer Farbe darauf zu erhalten? Egal wie ich darauf reagiere – sie machen was sie wollen und ich akzeptiere das.

Bei allem was ich tue oder lasse, hoffe ich, dass Gott mich führt und meine Geschicke lenkt. Ohne seine Hilfe bin ich nichts und könnte nicht eine Sekunde überleben.

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