Ängste überwinden

Wir alle leiden unter Ängsten. Indem wir sie erkennen und überwinden kommen wir unserem inneren Frieden erheblich näher und genießen unser Leben dadurch mehr.

Sinn und Ursprünge von Ängsten

Wir alle haben Ängste. Sie sind Emotionen, die wir bezüglich möglicher zukünftigen Ereignissen haben.

Zum Beispiel haben wir Angst uns bei Unwettern im Freien zu bewegen. In ihnen besteht die Möglichkeit, dass wir einen Schaden erleiden. Aufgrund dieser Angst suchen wir Schutz und damit reduzieren damit die Wahrscheinlichkeit, diesen zu erlangen.

Ängste helfen uns in vielen Situationen, Entscheidungen zu treffen, durch die wir Nachteile für uns vermeiden. Auch die meisten Tiere haben Ängste.

Ohne diese Emotionen würden wir vermutlich erheblich mehr Schaden erleiden und wahrscheinlich nicht lange leben. Somit sind unsere Ängste ein sehr nützliches Hilfsmittel für uns.

Viele von ihnen bekommen wir, weil wir bereits zuvor entsprechende Erfahrungen gemacht haben. Nachdem wir zum Beispiel das erste Mal von einer Wespe gestochen wurden, haben wir große Angst vor ihnen.

Aber wir haben auch Ängste, bei denen wir uns nicht daran erinnern zuvor entsprechende Erfahrungen gemacht zu haben.

Möglich ist, dass wir sie bereits aus vorherigen Leben haben, in denen uns ähnliches widerfahren ist.

Genauso wahrscheinlich ist, dass wir diese Emotionen teilweise direkt von Gott bekommen, mit dem wir stets verbunden sind. So könnte er uns helfen Gefahren aus dem Weg zu gehen.

Aber wir Menschen haben auch einen Verstand, der uns ermöglicht, Ängste zu entwickeln. Zum Beispiel haben wir die Auswirkungen von Strahlung erklärt bekommen. Obwohl wir sie nicht spüren und in vorherigen Leben wahrscheinlich keine Erfahrung mit ihnen gemacht haben, können wir Ängste vor ihr entwickeln.

Woher eine einzelne Angst letztlich stammt, wissen wir häufig nicht. Ihre Ursachen können wir dann nicht herausfinden.

Nachteile und Risiken von Ängsten

Ängste halten uns oft von bestimmten Handlungen ab. Wenn wir zum Beispiel eine vor Unwettern haben, bleiben wir öfter zu Hause. Entsprechend begrenzen sie uns in unserer Freiheit.

Aber wir haben auch Ängste vor Ereignissen, auf die wir keinen Einfluss haben und denen wir nicht entkommen können. Zum Beispiel die zu sterben. Einen Sinn für diese Ängste können wir nicht erkennen. Dennoch sind diese Emotionen für uns unangenehm und möglicherweise leiden wir unter ihnen.

Oft haben wir auch Ängste vor Angriffen anderer Menschen. Viele Versuche, ihnen zu entkommen führen uns in die Einsamkeit, in der wir meist mindestens depressiv werden.

Teilweise haben wir auch Ängste etwas falsch zu machen und tun stattdessen nichts. Dann vergeuden wir unser Leben und erhalten dadurch das Gefühl, wertlos zu sein.

Und wenn wir Angst haben Ängste zu bekommen, suchen wir ständig nach Gefahren und versäumen damit die Gelegenheit das Leben zu genießen.

Möglichkeiten Ängste zu

vermeiden

Der einfachste Weg für uns Ängste zu vermeiden ist, dass wir unnötige Gefahren meiden, Versuchungen widerstehen und weiteren Tipps & Tricks für friedliches leben befolgen.

Aber selbst wenn wir uns absolut perfekt verhalten, werden wir weiterhin Ängste spüren. Sie basieren oft auf Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben und vermuten, sie könnten sich wiederholen. Ihnen können wir kaum entkommen, falls es eine Realität gibt.

Außerdem können wir viele Gefahren nicht umgehen, ohne auf vieles zu verzichten.

Somit sind Möglichkeiten, Ängste zu vermeiden nur eingeschränkt hilfreich, um unser Leben zu genießen.

Überwindung von Ängsten

Wir können Ängste in den Griff bekommen, indem wir den Sinn unseres Lebens verstehen: Wir sollen Erfahrungen machen. Nachdem wir eine bestimmte von ihnen gelebt haben, wird uns kein entsprechendes Leid noch mal widerfahren.

Somit müssen wir uns unseren Ängsten stellen und die nötigen Erfahrungen machen. Es gibt keinen anderen Weg ihnen zu entkommen.

Wir können damit anfangen, indem wir sie uns bewusst machen. Dabei sollten wir die jeweilige Angst so genau wie möglich aus allen Perspektiven betrachten:

  • Wovor stammt diese Angst?
  • Haben ich eine entsprechende Erfahrung bereits gemacht?
  • Welche Fehler habe ich zuvor begangen?
  • Welche Emotionen hatte ich dabei?
  • Was könnte mir passieren?
  • Wie versuche ich ihr zu entgehen?
  • Welchen Vorteil hat sie für mich?

Etliche Ängste können wir bereits auf diese Weise als sinnlos entlarven. Zum Beispiel unsere vor Spinnen: Sie können uns nichts tun. Manchmal hilft uns so eine Erkenntnis bereits, eine Angst nicht mehr zu bekommen.

Aber oft müssen wir uns unseren Ängsten erleben. Also genau das tun, wovor wir sie haben. Im Beispiel mit den Spinnen können wir sie erst aus der Distanz anschauen und dann immer näher an sie herantreten. Anschließend können wir sie zunächst vorsichtig berühren und später in die Hand nehmen. Bei vielen Ängsten machen wir dabei die Erfahrung, dass uns nichts passiert. Oft reicht das, um sie nicht erneut zu spüren.

Allerdings müssen wir dafür mutig sein. Das bedeutet nicht keine Angst zu spüren, sondern etwas zu tun, während man sie hat.

Natürlich müssen wir dabei vorsichtig vorgehen, denn manche Ängste sind berechtigt. Aber ihnen begegnen wir nur selten, wenn wir keinen Versuchungen erliegen und nicht egoistisch leben.

Unvermeidbare Ängste

Es gibt aber auch Ängste, die können wir nicht vermeiden. Zum Beispiel die zu sterben.

Auch haben wir Ängste, uns könne etwas Schlimmes widerfahren oder wir könnten irgendwann nicht alles bekommen, was wir brauchen.

Wir haben sie, weil wir der Illusion erlegen sind, von Gott getrennt zu sein. Außerdem befinden wir uns in einer Umgebung, in der wir nur begrenzte Einflussmöglichkeiten haben. Das sind notwendigen Voraussetzungen, damit wir in unserem Spiel als Menschen eigenständige Erfahrungen machen können.

Umgang mit unvermeidbaren Ängsten

Wir als Menschen können zuverlässig ausschließlich unsere Gedanken und Emotionen bestimmen. Schon für unsere Handlungen brauchen wir Gottes Hilfe, da unser Körper unseren Entscheidungen nur folgt, wenn er nicht krank oder verletzt ist und uns nichts und niemand davon abhält.

Entsprechend ist alles, was wir tun können, unsere Gedanken und Emotionen richtig zu wählen und uns bemühen die passenden Handlungen auszuführen. Anschließend können wir keinen weiteren Einfluss auf Geschehnisse nehmen. In diesem Moment ist es sinnlos, uns Sorgen zu machen.

Entsprechend müssen wir lernen, in diesem Fall andere Gedanken zu wählen und ängstlichen Emotionen abzulegen.

Dabei ist es hilfreich, wenn wir trainieren, mit Gott zu kommunizieren, seine Interessen herausfinden und ihm vertrauen. Nachdem wir alle gewünschten Erfahrungen gemacht haben und seiner Führung folgen, wird er sich um unsere Probleme kümmern und mit allem notwendigem versorgen. Schließlich liebt er uns.

Dafür müssen wir aber die volle Verantwortung für unsere Gedanken, Emotionen und Handlungen übernehmen. Tun wir das nicht, erfüllt Gott unsere Erwartungen nicht. Dann leiden wir.

Mit der entsprechenden Übung die Verantwortung für uns zu tragen überwinden wir unsere Ängste und leben ohne sie. Dadurch erlangen wir einen großen Teil unseres inneren Friedens, der die Voraussetzung ist unser Leben zu genießen.