Durch Fehlerreinigung Frieden erlangen

Wir alle haben in unserer Vergangenheit viele Fehler gemacht. Diese müssen wir erkennen, aufarbeiten und bereinigen, um friedlich in Gemeinschaft zu leben.

Die eigenen Fehler einzusehen ist stets schwer für das eigene Ego

In unserer Vergangenheit haben wir alle viele Fehler gemacht. Aber erst im Laufe unserer Entwicklung erkennen wir sie. Das braucht uns nicht peinlich sein und wir brauchen auch kein schlechtes Gewissen dafür zu haben. Schließlich ist es der Sinn des Lebens, dass wir alles ausprobieren und selbst herausfinden, was gut und schlecht ist.

Dennoch haben wir ein schlechtes Gewissen, wenn wir unsere Fehler erkannt haben. Auch versuchen wir sie vor unseren Mitmenschen zu verbergen. Unser Ego löst dieses Verhalten in uns aus. Es möchte uns immer einreden, wir seien fehlerfrei. Entsprechend haben wir ein Problem zu unseren Fehler zu stehen.

Dennoch sollten wir aufrichtig bereuen, was wir aus unserer jetzigen Sicht in unserer Vergangenheit falsch gemacht haben. Wir werden uns an unsere Reue erinnern und diese Fehler nicht mehr machen. Dadurch ersparen wir uns erneut unter dem Gefühl der Reue zu leiden.

Aber wir sollten auch versuchen die Fehler zu bereinigen und falls möglich wiedergutmachen. Dadurch sind sie ausgeglichen und wir werden in unserer Zukunft nicht wieder von ihnen eingeholt. Andernfalls kommen sie wahrscheinlich irgendwie wieder auf uns zu. Zum Beispiel werden wir selbst Opfer Fehler anderer, wenn wir uns nicht um die von uns gemachten Fehler bemühen.

Eigene Fehler offen bekennen ist die Voraussetzung für Frieden

Am besten teilen wir den Opfern unser Fehler mit, dass wir unser Verhalten ihnen gegenüber als falsch eingesehen haben. Dabei können wir sie auch gleich um Vergebung bitten, dass wir sie ihnen angetan haben. Natürlich fällt es uns schwer unsere Fehler anderen gegenüber offen zu bekennen und sie auch noch um Vergebung zu bitten. Dadurch zeigen wir Schwäche und verlieren unsere Überlegenheit ihnen gegenüber. Das schmerzt unserem Ego. Daher verführt es uns stets stark zu bleiben und keine Schwäche zu zeigen.

Dennoch hilft es den anderen, wenn wir unsere Fehler ihnen gegenüber bekennen und Reue zeigen. Sie brauchen nicht länger Angst haben, dass wir ihnen etwas Ähnliches nochmal zufügen. Durch unsere Erniedrigung ihnen gegenüber werten wir sie zusätzlich auf. Dabei werden sie freier und geben ihre negativen Emotionen uns gegenüber auf. So überwinden wir ein Stück weit unsere Trennung voneinander und überwinden damit ein Teil unsere Einsamkeit.

Gleichzeitig verlieren wir auf diesem Weg unsere Reue diese Fehler gemacht zu haben und erlangen inneren Frieden.

Bereinigung der eigenen Fehler ist der erste Schritt zum Frieden

Alles, was wir in unseren Kämpfen gewonnen haben sollten wir unseren Feinden freiwillig zurückgeben. Natürlich fällt uns das schwer, schließlich waren wir bestimmt stolz darauf Gewinner dieser Kämpfe gewesen zu sein. Außerdem haben wir nicht umsonst für etwas gekämpft, sondern wollten das Gewonnene unbedingt bekommen.

Zusätzlich sollten wir anderen das geben, was wir ihnen hätten bereits zuvor überlassen sollen. Dazu gehören Dinge, die wir im Überfluss haben während sie einen Mangel daran erleiden. Auch das mögen wir nicht, weil wir ständig Angst haben irgendwann selbst einen Mangel zu haben. Außerdem möchten wir nicht, dass andere Menschen genauso viel wie wir haben. Schließlich will unser Ego immer bedeutender als alle anderen sein.

Aber wenn wir in Liebe und Frieden leben wollen, dürfen wir nur besitzen, was andere Menschen und Gott uns freiwillig geben. Alles, was wir durch unsere Kämpfe bzw. Unterlassungen erschleichen gibt uns auf Dauer weder inneren, noch äußerlichen Frieden. Auf diese Weise müssen wir ständig unser schlechtes Gewissen unterdrücken und werden selbst Opfer von Kämpfen bzw. Unterlassungen anderer. Das lässt sich nicht vermeiden, weil unser Leben ein Spiegelbild von uns selbst ist.

Ausgleich für die erlittenen Schmerzen hilft bei der Versöhnung

Weiterhin sollten wir den Opfern unserer Kämpfe und Unterlassungen auch freiwillig eine Wiedergutmachung anbieten. In einer gemeinsamen Suche finden wir bestimmt etwas, mit dem wir ihnen eine Freude bereiten können. So wandeln wir ihren erlittenen Schmerz in Freude um. Wenn wir dieses aus Liebe tun, spüren wir selbst dabei eine Freude. So fühlen wir uns dabei mehr miteinander verbunden und überwinden unser Gefühl der Einsamkeit wieder etwas mehr.

Alles, was uns von dieser Art der Fehlerbereinigung abhält, ist unser Ego. Aber wir müssen unser Ego überwinden, um in Liebe und Frieden zu leben. Zwar scheint es, dass wir durch diese Bereinigung unseren Feinden etwas Gutes bescheren. Aber hauptsächlich sind wir selbst die Nutznießer dabei, indem wir dadurch unser Ego überwinden.

Einsicht der eigenen Fehler ist der Anfang vom Ende eigener Fehler

Wir müssen also einen unangenehmen Aufwand treiben, um unsere Fehler zu bereinigen. Wenn wir uns dessen bewusst werden, begreifen wir wer die wahren Verlierer unserer Kämpfe waren: wir selbst! Und das, obwohl wir glaubten sie gewonnen zu haben. Einmal mehr wird uns deutlich, dass unser Ego unser größter Feind ist.

Natürlich wünschen wir uns auch von unseren Feinden ein gleiches Vorgehen. Aber dazu dürfen wir sie nicht drängen. Das wäre egoistisch von uns und sie würden unnötig unter diesem Druck leiden. Stattdessen können wir uns daran erinnern, wie schwer uns selbst die Fehlerbereinigung gefallen ist. Dann lieben wir sie und geben ihnen so viel Zeit, wie sie brauchen um selbst zu dieser Einsicht zu gelangen.

Und selbst wenn sie das in diesem Leben nicht schaffen, haben wir unser Möglichstes getan, um in Liebe zu leben. Und nur darauf kommt es im Leben an: Selbst in Liebe zu leben und dabei inneren Frieden zu haben.