Frieden schließen ist ein harter Kampf

Frieden ist der Sieg unser eigenen inneren Kämpfe über unser Ego. Ihn erlangen wir, indem wir uns von Gott führen lassen. Dafür müssen wir uns selbst ändern.

Äußerer Frieden ist intensive Arbeit an uns selbst

Wir alle Menschen sehnen uns nach Frieden. Aber kaum einer von uns macht sich Gedanken, was Frieden eigentlich ist.

Einerseits gibt es äußeren Frieden. Wir erleben ihn, wenn wir von nichts und niemand angegriffen werden, selbst nichts und niemand angreifen und stets alles zum Leben haben. Anderseits gibt es inneren Frieden. Den haben wir, wenn wir unsere Gedanken und Emotionen frei wählen.

Es hört sich einfach an, selbst äußeren Frieden zu machen – also nichts und niemand anzugreifen. Aber das schaffen wir nur, wenn wir alles so akzeptieren und lieben, wie es sich uns zeigt. Wir müssen also inneren Frieden machen, um äußeren Frieden machen zu können.

Natürlich können wir auch aufhören andere Menschen anzugreifen, ohne sie zu akzeptieren und zu lieben. Aber dann fressen wir Ärger in uns hinein und werden dadurch krank. In dem Moment haben wir nicht alles zum Leben und leben entsprechend nicht in äußerem Frieden.

Genauso müssen wir aufhören uns gegen die Angriffe anderer Menschen zu wehren. Jeder Versuch andere Menschen nicht zu akzeptieren und zu lieben ist das Gegenteil von Frieden. Um Frieden zu bekommen, müssen wir verstehen, warum wir angegriffen werden und entsprechend uns selbst ändern. Wenn wir uneingeschränkt liebevoll mit anderen umgehen, dann gehen sie auch uneingeschränkt liebevoll mit uns um. Das ist so, weil das Leben ein Spiegel von uns selbst ist.

Innerer Friede ist nur mit Eigenverantwortung und Selbstdisziplin möglich

Neben den äußeren Angriffen bekommen wir aber auch innere Angriffe. Also Gedanken und Emotionen, die uns nicht gefallen. Das können Zweifel, Ängste, Sorgen oder ähnliches sein. Auch mit ihnen müssen wir unseren Frieden machen.

Zweifel an uns selbst sind dafür da, dass wir unser Verhalten überprüfen und entsprechend unseren Handlungen ändern. Aber selbst wenn wir uneingeschränkt liebevoll sind, können wir noch von Zweifeln angegriffen werden. In diesem Fall geht es, um unsere Einsicht bereits gut zu sein.

Genauso können wir mit Ängsten vor äußeren Gefahren umgehen: Erst schauen wir, wo unser eigenes Verhalten gefährlich ist und ändern es entsprechend. Falls wir glauben unser Verhalten sei richtig, müssen wir uns unseren Ängsten direkt stellen. Also genau das tun, wovor wir Angst haben. Dann finden wir heraus, wie wir uns doch noch zu ändern haben oder dass unsere Ängste unberechtigt waren.

Unsere Sorgen vor der Zukunft sind Ausdruck mangelnden Vertrauens in Gott. Wir sind nicht bereit das Leben so anzunehmen, wie es sich uns gibt. Wir überwinden sie, indem wir unsere eigenen Wünsche ablegen und bereit sind nur das zu haben, was Gott uns gibt. Wenn wir stets richtig agieren und Gott vertrauen, versorgt er uns mit allem was wir brauchen. Würde er das nicht tun, könnte er uns nicht gebrauchen, um seinen Willen zu erfüllen.

Gottes Führung ist die einzige Möglichkeit für dauerhaften Frieden

Wenn wir alles richtig tun sollten wir unsere Zweifel, Ängste, Sorgen und ähnliches nicht weiter beachten. Vielmehr müssen wir uns in solchen Momenten darauf konzentrieren Gott zu vertrauen, uns zu führen und zu beschützen. Je häufiger und intensiver wir das tun, umso mehr lernen wir unsere Gedanken und Emotionen frei zu wählen. Dadurch erlangen wir inneren Frieden.

Aber auch wenn wir alles richtig tun, werden wir weitere Verlangen spüren. Das sind dann Hinweise von Gott, was wir machen sollen, um seinem Willen zu erfüllen. Diesem Verlangen sollten wir uneingeschränkt nachkommen, auch wenn wir den jeweiligen Sinn nicht verstehen. Gott möchte, dass wir ihm blind vertrauen und folgen. Dazu gehören sowohl äußere Veränderungen, als auch innere Veränderungen. Je intensiver wir das üben, umso leichter wird es mit der Zeit. Irgendwann bemerken wir gar nicht mehr, dass Gott uns führt, weil wir jeder Intuition automatisch folgen.

Frieden ist also kein Zufall des Schicksals und auch nicht die Anwendung größtmöglicher Macht. Frieden ist vielmehr die Folge eines harten inneren Kampfes gegen unser eigenes Ego und der Unterwerfung unter Gott.

Diesen Kampf können wir jedoch nicht schnell gewinnen. Es braucht viel Geduld und Ausdauer sich selbst zu ändern und neue Gewohnheiten anzunehmen. Und je weiter wir dabei vorankommen, umso größere neue Herausforderungen gibt uns Gott, damit wir noch stärker werden. Der Kampf gegen das eigene Ego endet erst am Ende des letzten Lebens der Wiedergeburt. Wir müssen ihn also solange kämpfen, solange wir leben und werden auch solange weiter angegriffen.

Das ist so ähnlich, wie in der Schule. Auch nachdem wir fließend lesen und richtig schreiben können bekommen wir immer neue Aufgaben. Wenn wir jedoch nicht lernen zu lesen und schreiben, kommen wir auch nicht in die nächste Klasse.