Genügsamkeit erschafft Glückseligkeit

Genügsamkeit ist keine Frage der Ehre oder des Anstandes. Sie schafft eigene Zufriedenheit, gemeinsamen Frieden und Glückseligkeit für alle Menschen.

Nachteile von materiellem Besitz

Wohlstand wollen viele von uns erlangen. Aber die meisten von uns verwechseln ihn mit Überfluss. Wohlstand bedeutet nicht, so viel wie möglich materielle Dinge anzuhäufen. Vielmehr ist damit gemeint, nur das zu haben, was wir brauchen. Das ist ähnlich wie mit dem Gewicht des Körpers: Übergewicht ist schädlich.

Zu viele materielle Gegenstände kosten Geld, das verdient werden will oder nicht an Bedürftige weitergereicht wird. Dafür benötigten wir Zeit und müssen ihr Neid ertragen.

Gleichzeitig bekommen wir zunehmend Ängste etwas zu verlieren, je mehr wir besitzen. Wenn wir nichts haben, gibt es keinen Grund Verlust zu fürchten.

Ein weiterer Nachteil ist, dass wir den jeden Besitz pflegen müssen. Wir müssen ihn aufbewahren und evtl. regelmäßig reinigen. Technische Gegenstände müssen wir teilweise auch warten. All das kostet wieder Zeit oder Geld.

Früher oder später nutzen wir jeden Gegenstand nicht mehr und er wird zu Müll. Dieser kann nicht gut entsorgt werden, das verschafft uns zusätzliche Probleme.

Verzicht und Bedürfnislosigkeit bringen Freude

Gesund ist daher nur so viel materieller Besitz, dass wir uns davon ausgewogen und ausreichend ernähren können. Zusätzlich brauchen wir noch Bekleidung, ein Bett und ein Dach über dem Kopf sowie Werkzeuge für unsere Arbeit.

Fast alles darüber hinaus ist für uns überflüssig und schädlich. Wenn wir mehr Geld haben, als uns diese Dinge leisten zu können, sollten wir es bedürftigen schenken. Anderen eine Freude zu bereiten verschafft uns eigene Glückseligkeit. Überfluss kann uns diese, wenn überhaupt, nur kurz hervorrufen. Das ist genauso wie mit Essen, wenn wir schon satt sind.

Viele Gegenstände können wir mit anderen Menschen teilen. Zum Beispiel braucht nicht jeder Haushalt in einem Mehrfamilienhaus einen eigenen Besen zum Reinigen des Treppenhauses. Über gemeinsame Nutzung von Gegenständen ließe sich viel Geld und Platz einsparen.

Ein Leben in Liebe und Gemeinschaft bringt Glückseligkeit

Wenn wir dann noch lernen, in Liebe und Frieden zusammenzuleben brauchen wir kein Militär, keine Schlösser und kein Geld. Zusammengezählt können wir hier sehr viel Zeit und Müll einsparen.

Durch Überwindung unseres Egos können wir auf Wettkämpfe jeder Art verzichten. Das Trainieren und Ausführen von ihnen kostet wiederum sehr viel Zeit und Energie, die wir uns sparen oder für etwas Sinnvolleres nutzen können.

Wir können lernen vernünftig mit unseren Ressourcen umzugehen und in Liebe zusammen zu leben. Dann haben wir fast alles im Überfluss – für alle Menschen. So vermeiden wir Neid und Missgunst und erlangen damit Frieden.

Die damit gewonnenen Ressourcen können wir nutzen, um höherwertige Waren zu erschaffen und intensivere Dienstleistungen zu erbringen. Durch hohe Qualität anderen eine Freude zu bereiten verschafft uns Glückseligkeit und vermeidet Müll durch Langlebigkeit. So profitieren wir als Gemeinschaft und die Umwelt zusammen durch unsere Genügsamkeit.