Sorgen sind sinnlos

Wir machen uns Sorgen, da wir Angst haben und wichtig sein wollen. Beides ist sinnlos für uns. Eine bessere Alternative ist Gott zu vertrauen und ihm zu folgen.

Eigene Sorgen erkennen

Wir machen uns oft oder gar ständig Sorgen. Sorgen um uns selbst, um andere Menschen, Tiere, die Zukunft oder etliches mehr. Aber wir sorgen uns nicht um unsere Sorgen. Dabei sollten wir uns fragen, was sie sind und welchen Nutzen sie für uns haben.

Sorgen sind ängstliche Gedanken, die wir uns über mögliche zukünftige Ereignisse machen.

Natürlich haben wir alle irgendwelche Ängste. Aufgrund unserer Teilung von Gott und unserer Unfähigkeit unser Leben zuverlässig zu kontrollieren bestehen nahezu unendlich viele Gefahren für uns. Wir können versuchen diese für uns und unsere Zukunft zu erkennen, zu verstehen und Gegenmaßnahmen für sie ergreifen. Selbstverständlich liegt das in unserer Verantwortung.

Um andere machen wir uns ebenfalls Sorgen und sollten uns bemühen zu ihrem Besten zu wirken. Entsprechend versuchen wir, auch für sie Gefahren erkennen und in unseren Entscheidungen zu berücksichtigen.

Aber wir nehmen zusätzlich aktiv Einfluss auf andere Menschen, wenn wir uns Sorgen machen. Einerseits möchten wir keine Nachteile durch ihre Handlungen erfahren, anderseits möchten wir sie oft auch belehren oder gar maßregeln. Damit versuchen wir, uns und unsere Ansichten über sie und ihre stellen.

Und schließlich mögen wir unsere Sorgen nicht. Daher wünschen wir uns von ihnen ein Verhalten, bei dem wir uns keine machen.

Vor- und Nachteile von Sorgen

Wir machen uns Sorgen, weil wir den Wunsch haben, unser Leben zu genießen. Dieser ist gut und richtig.

Aber oft machen wir uns auch Sorgen, weil wir uns für wichtig halten. Wir bilden uns ein, unser Leben selbst kontrollieren zu können. Das gibt uns das Gefühl eigenständig und unabhängig zu sein, also wichtig und einflussreich.

Für andere machen wir uns teilweise auch Sorgen, weil wir annehmen sie seien von uns abhängig. Das gibt uns das Gefühl mächtiger und besser als sie zu sein.

Wir glauben, wenn wir Gefahren früh genug erkennen könnten wir uns vor ihnen Auswirkungen schützen, indem wir andere Entscheidungen treffen. Dieser Glaube nimmt uns meist unsere Ängste vor negativen Ereignissen.

Aber wir verbringen viel Zeit damit, uns Sorgen zu machen. Wenn wir uns welche über etwas machen, was wir nicht beeinflussen können, vergeuden wir damit unsere Zeit.

Oft haben wir negative Emotionen, während wir uns Sorgen machen. Zum Beispiel Ängste oder Minderwertigkeitsgefühle. Wir leiden also selbst unter unseren ihnen.

Und häufig werfen wir anderen Menschen etwas vor, wenn wir uns Sorgen um sie machen. Oder wir nötigen sie zu einem bestimmten Verhalten, mit dem Ziel uns keine zu machen. Damit bereiten wir ihnen ein schlechtes Gewissen oder gar Schuldgefühle. Wenn wir das schaffen, leiden sie.

Sinnlosigkeit von Sorgen

Wenn wir Ängste vor bestimmten Ereignissen haben, können wir uns nur bemühen uns richtig zu verhalten. Dafür machen wir uns Gedanken, welche Handlungen wir tätigen möchten. Dabei sollten wir aufpassen keinen Versuchungen zu erliegen. Anschließend können wir versuchen, die Handlungen auszuführen.

Aber außer unseren Gedanken und Emotionen können wir nichts zuverlässig beeinflussen. Schon für unsere Handlungen brauchen wir die Hilfe Gottes.

Er stellt uns dabei absichtlich vor Probleme, in und mit denen wir auch unerwünschte Erfahrungen machen sollen. Das ist der Grund, warum wir keinerlei zuverlässige Einflussmöglichkeit auf Ereignisse haben. Jedoch ist das der Sinn unseres Lebens: Wir sollen uns auch in Situationen spüren, auf die wir keinen Einfluss haben.

Nachdem wir uns bemüht haben richtig zu handeln gibt es für uns keinen Grund mehr uns Sorgen zu machen, weil wir dann nichts weiter beeinflussen können. Das brauchen wir auch nicht, wenn wir Gott vertrauen. Er mutet uns nie mehr zu, als wir ertragen können. Und wenn er die von uns unerwünschte Ereignisse zulässt, hat er seine Gründe dafür: Dann sollen wir die entsprechenden Erfahrungen machen.

Genauso haben wir nicht die Fähigkeit, für und über andere Entscheidungen zu treffen. Wir sind nicht in deren Position, haben nicht ihre Erfahrung und kennen die Ziele ihres Lebens nicht. Falls wir dennoch versuchen, für oder über sie Entscheidungen zu treffen geraten wir dadurch in Konflikt mit Gott. Wir riskieren dann, von ihm zurechtgewiesen zu werden, weil er alleine die Aufgabe besitzt, unsere Mitmenschen zu erziehen.

Es ist auch sinnlos anderen Menschen die Schuld für unsere Sorgen zu geben. Unsere Aufgabe ist es, die Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Dazu gehört, dass wir alle unsere Gedanken und Emotionen eigenständig wählen – vor allem in schwierigen Situationen. Entsprechend ist es unsere Aufgabe, uns keine Sorgen zu machen, auch wenn sie sich falsch verhalten.

Leben ohne Sorgen

Wir können lernen, Gott zu vertrauen und uns von ihm führen lassen. Er bringt uns dazu, in Liebe zu leben. Liebe zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen, zu den Tieren und zur gesamten Schöpfung.

Dazu gehört, dass wir die Kontrolle über unser Leben an ihn abgeben. Das kostet uns große Überwindung, weil wir Angst haben, unsere sie aufzugeben: Falls er nicht für uns sorgt, führt uns dieser Weg ins sichere Verderben.

Und solange wir egoistisch gelebt haben, gelangten wir auch immer in erhebliche Probleme, wenn wir uns nicht um uns gekümmert haben. Aber das ändert sich, wenn wir uns von Gott führen lassen und die Verantwortung für uns selbst übernehmen. Dann sorgt er für uns.

Unser Vertrauen in Gott beinhaltet auch, dass wir ihm die Kontrolle anderer Menschen überlassen. Wir müssen also aufhören, sie bedrängen oder erziehen zu wollen. Vielmehr sollten wir ihnen schlicht ein Vorbild im Sinne von Gott sein. Und wenn er möchte, sollten wir ihnen selbstlos dienen.

Weil das Leben ein Spiegelbild von uns selbst ist, werden wir auf diesem Weg an andere Menschen geraten, die ebenfalls uneigennützig uns gegenüber sind. Gott wird uns mit ihnen zusammenführen, sodass wir dadurch in Frieden und Wohlstand leben. Dadurch brauchen wir uns dann keine Sorgen zu machen.