Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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1. Gott akzeptieren und annehmen

Viele Menschen streiten darum, wer oder was Gott ist oder ob es ihn überhaupt gibt. Dabei ist die Frage einfach zu beantworten und mit ihm zusammen zu leben.

ca. 12 Minuten Lesedauer

Mysterium Gott

Viele Menschen streiten darum, wer oder was Gott sei. Dabei reklamieren etliche Religionsgemeinschaften für sich selbst, ihn alleine treffend erkannt zu haben.

Damit stellt sich die Frage, wer recht hat und ihn treffend erkannt hat?

Eines ist klar: Es existieren unterschiedliche Ansichten und Namen über Gott. In den unterschiedlichen Glaubensrichtungen scheint gemein fast nur die Erkenntnis zu sein, dass es eine höhere Macht gibt, die uns Menschen überlegen ist. (Zum Atheismus später mehr.)

Ausgehend von der Einsicht, dass wir unseren Verstand nicht überprüfen können, ist allerdings fraglich, ob wir Gott überhaupt erkennen können. Entsprechend sollten wir uns fragen, welche Ansicht über Gott plausibel scheint.

Eine verständliche Erklärung von Gott

Sehr plausibel scheint das Verständnis von Gott zu sein, dass er alles ist. Also dass alles-was-ist Eins ist und die Unterteilung in einzelne Wesen nur Illusionen sind.

Gemeint ist damit, dass Gott alle Menschen, Tiere, Pflanzen und Steine ist. Und natürlich nicht nur die auf der Erde, sondern auf allen Planeten dieses Universums und in allen weiteren Universen. Dazu kommen auch Wesen, die nicht gerade in der dreidimensionalen Welt leben. Also zum Beispiel Menschen, die noch nicht geboren wurden oder schon verstorben sind. Aber genauso auch nur alle Gedanken, Ideen, Emotionen usw. Somit einfach alles, was ist.

Nach dieser Beschreibung ist unsere dreidimensionale Welt schlicht ein Teil von Gott. Dennoch glauben wir, diese Welt sei komplett. Entsprechend haben wir eine Illusion, weil wir Gott nicht vollständig erkennen.

Für diese Annahme spricht die Unfähigkeit von Physikern, Materie nachzuweisen. Unter ihnen gibt es inzwischen die Überlegung, ob sie schlicht reine Energie ist. Genauso wissen auch Psychologen nicht, was unser Verstand ist. Er könnte ebenfalls reine Energie sein. Etwas leichter zu verstehen ist, dass Gedanken und Emotionen Energie sein könnten.

Falls das stimmt, wäre alles-was-ist schlicht eine große Menge Energie, die in der Lage ist Illusionen zu entwickeln. Zum Beispiel die von Materie, der Trennung untereinander und der Zeit.

Auf jeden Fall ist dieses Modell eine gute Erklärung, warum es unterschiedliche Religionen gibt und diese unterschiedlichen Auffassungen der höheren Macht haben: Sie betrachten jeweils andere Aspekte von ihr, weil diese viel zu komplex ist, um von Menschen komplett verstanden zu werden.

Der Name für Gott

Welchen Namen wir für diese höhere Macht bzw. für das Ganze verwenden ist egal. Es ist Blödsinn einzelnen Teilen eines Ganzen unterschiedliche Namen zu geben. Das machen Menschen nur, weil sie nicht erkennen, dass alles Eins ist.

Somit haben alle Menschen recht, wenn sie das Ganze unterschiedlich wahrnehmen und unterschiedlich beschreiben. Sie erkennen bzw. beschreiben damit nur ihre persönliche Illusion, die bei allen Menschen unterschiedlich ist.

Daher ist es unerheblich, ob wir dabei von „JHWH“, „Allah“, „Schicksal“, „alles-was-ist“ oder „Gott“ sprechen, da alles dasselbe ist und Eins ist.

Am gebräuchlichsten ist aber derzeit der Begriff Gott, auch wenn dieser oft mit der Bibel im Zusammenhang steht. Daher scheint es sinnvoll, diesen Namen zu verwenden, ohne damit der Bibel oder dem Christentum ein Vorrang vor anderen Religionen zu geben.

Einsicht, Gott nicht erkennen zu können

In jedem Fall ist es größenwahnsinnig von uns Menschen Gott in seinem kompletten Umfang verstehen zu wollen, weil er ein höheres Wesen ist, als wir es sind.

Wir als Menschen sind zwar Teile von ihm, aber wir haben die Illusion, von ihm getrennt zu sein. Sie hält uns davon ab, ihn vollständig erkennen zu können.

Verstehen wir jedoch den Sinn unseres Lebens, dann begreifen wir, dass es einen guten Grund gibt, warum wir Menschen nicht in der Lage sind Gott komplett zu erfassen. Es geht für uns Menschen vorrangig darum, uns selbst zu erkennen.

Indem wir jedoch anerkennen, dass wir nur eine gute Illusion sind, fragen wir uns zwangsläufig irgendwann, was diese soll und was hinter ihr steckt?

Allerdings wird uns dabei schnell bewusst, dass wir viel zu klein sind, um Gott zu erfassen. Dafür reicht unser Verstand bei Weitem nicht aus. Das ist das gleiche, wie die Zellen in unserem Körper uns nicht vollständig verstehen können.

Gottes Größe erkennen

Nachdem wir verstanden haben, dass wir Gott nicht erfassen können, können wir aber zumindest schauen, was er gemacht hat.

Ausgehend von der Annahme, dass er die Gesamtheit allen Seins ist, hat er diese dreidimensionale Welt erschaffen. Wie er das gemacht hat, können wir nicht verstehen, schon aber, dass er es gemacht hat.

Genauso können wir nicht erkennen, warum er uns persönlich erschaffen hat. Jedoch, dass er es gemacht hat.

Entsprechend können wir akzeptieren, dass wir weder Gott, noch sein Wirken begreifen können.

Uns können die Zellen in unserem Körper auch nicht erfassen. Auch verstehen sie nicht, warum wir sie öfter unter Stress setzen, zum Beispiel beim Sport. Aber ohne Bewegung verkümmert unser Körper. Entsprechend müssen wir ihnen Stress verursachen, damit unser gesamter Organismus weiter gut leben kann.

Und ähnlich ist es auch mit uns und Gott. Wir können schlicht viel von dem, was er macht, nicht verstehen. Aber wir können erkennen, dass wir es nicht verstehen können.

Den Atheismus bezweifeln

Es gibt viele Menschen, die glauben gar nicht an Gott. Stattdessen gehen sie von dem Zufall, dem Urknall und der Evolution aus. Allerdings bieten sie keine schlüssige Erklärung, wer diese erschaffen hat.

Genauso haben sie keine Beschreibung, was Materie ist. Bislang bieten sie nur die Erkenntnis an, dass sie aus Molekülen besteht, die aus Atomen zusammengesetzt sind. Selbige basieren auf Elektronen, Protonen und Neutronen, die alle wiederum aus Quarks aufgebaut sind. Was diese jedoch sind, können Wissenschaftler nicht erklären.

Sie gehen auch davon aus, dass sich das Leben zufällig entwickelt hat. Wie der Zufall entstanden ist, erklären sie jedoch nicht. Allerdings ist möglich, dass der Begriff „Zufall“ stets dann verwendet wird, wenn Menschen einen Zusammenhang schlicht nicht verstehen, es aber doch einen höheren Sinn gibt.

Ebenfalls bietet bislang niemand eine plausible Erklärung, wie es zu dem Urknall kam und woher der Raum und die Materie dafür stammt.

Wer jedoch einen Baum genau anschaut, kann damit überfordert sein, es als Zufall zu betrachten wie filigran seine Äste und Zweige wachsen und diese (fast) immer Stürmen und anderen Umwelteinflüssen trotzen. Auch kann das Verständnis, wie Blätter selbst in großen Höhen ohne Muskelkraft mit allem versorgt werden leicht überfordern.

Die Illusion der Atheisten

Atheisten glauben bislang, irgendwann alles verstehen zu können. Jedoch erklären sie nicht, ob ihr eigener Verstand überhaupt korrekt funktioniert. Entsprechend ist ihr gesamtes Weltbild genauso unbewiesen, wie Gott. Das liegt daran, dass sie alle ihre Erklärungen mithilfe ihres Verstandes erfunden haben, der jedoch möglicherweise vollkommen falsche Ergebnisse bringt.

Sobald wir dieses erkennen, begreifen wir, dass wir als Menschen weder die Realität, noch Gott erfassen, verstehen oder sogar beweisen können.

Jedoch ist deutlich einfacher an Gott zu glauben, der diese Welt erschaffen halt, als zu glauben, dass diese ein reines Zufallsprodukt ist. Zumal ungeklärt ist, was ein Zufall überhaupt ist und wie dieser entstanden sein könnte.

Offensichtlich haben wir in keinem Fall eine Chance, das Leben und uns selbst treffend zu erkennen. Alles, was wir tun können ist, etwas zu glauben. Und dabei sollten wir uns an das halten, was für uns schlüssig und plausibel scheint und nicht an das, was wir denken wollen.

Erkennen wir, dass vor allem Wichtigtuer und Ignoranten Gott bezweifeln, brauchen wir sie nicht mehr ernst zu nehmen. Dann können wir einfach glauben, dass sie sich bislang schlicht nicht kritisch mit ihren eigenen Äußerungen auseinandergesetzt haben, um diese auf Schlüssigkeit und Plausibilität hin zu überprüfen. Ihnen geht es hauptsächlich um sich selbst und alles andere ist ihnen egal.

Gott annehmen

Vieles können wir Menschen nicht verstehen und begreifen auch Gott nicht. Aber wir können darauf vertrauen, dass es ihn gibt und er es kann und tut.

Als Kleinkindern hatten wir auch keine Chance, unsere Eltern und ihr Wirken zu verstehen. Dennoch hatten wir ihnen einfach vertraut und haben es überlebt.

Auch können wir Menschen unserem Leben keinen höheren Sinn geben. Aber wir können darauf vertrauen, dass Gott dieses bereits getan hat.

Wie genau wir entstanden sind, wissen wir auch nicht. Aber wir nehmen wahr, dass wir existieren. Wir können einfach darauf vertrauen, dass unsere Existenz einen Sinn hat. Schließlich ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, die Erde und das Leben auf ihr zu erschaffen, ohne einen Grund dafür zu haben. Dafür brauchen wir nur zu schauen, dass wir ohne Grund auch fast nichts machen.

Uns bereitet es jedoch Unbehagen und Angst einer höheren Macht schutzlos ausgeliefert zu sein. Deshalb und aus Größenwahn lehnen Atheisten ihre Existenz ab: Sie maßen sich an, selbst das Höchste zu sein.

Nachdem wir dieses erkannt haben, können wir einfach darauf vertrauen, dass es Gott gibt, der uns und das Leben auf der Erde erschaffen hat und für uns sorgt.

Natürlich bleibt weiterhin ein Restzweifel übrig. Aber als Kleinkindern haben wir auch unseren Eltern vertraut, ohne den Beweis von ihnen zu verlangen, dass sie es gut mit uns meinen. Genauso sollten wir darauf vertrauen, dass Gott für uns sorgt und uns liebt, ohne einen Beweis für ihn zu haben. Vielleicht möchte er ja, dass wir ihm einfach vertrauen, um keine zu hohe Meinung über unseren Verstand zu bekommen, den wir ja nicht überprüfen können?

Uns selbst annehmen

Wir existieren in dieser dreidimensionalen Welt. Was genau und warum wir sind, können wir nicht begreifen. Also können wir nur schlicht sagen: „Wir sind.“

Was wir sind, erschließt sich uns also nicht. Wir können also auch nicht erkennen, ob wir von Gott getrennte Individuen oder Teile von ihm sind.

Aber wir können leicht nachvollziehen, dass wir als Individuen nicht leben können. Wir brauchen in jeder Minute frischen Sauerstoff und jeden Tag neue Nahrung. Ohne die ständige Versorgung mit beidem sterben wir. Auch schafft es kaum ein Mensch längere Zeit, ohne soziale Kontakte zufrieden zu sein. Entsprechend können wir erkennen von vielem abhängig zu sein und damit keine unabhängigen Individuen zu sein.

Somit sollten wir anerkennen ein Teil von etwas Größerem zu sein. Wie beschrieben ist es am einfachsten dieses „Gott“ zu nennen.

Verbindung zu Gott suchen

Wir Menschen haben einen Körper, Gedanken und Emotionen. Warum, können wir nicht wissen. Aber wir können sie verwenden, um etwas mit ihnen zu anzufangen. Spätestens mit dieser Erkenntnis stellt sich aber die Frage, was wir tun sollten?

Sinnvoll nutzen können wir uns und unsere Möglichkeiten jedoch erst, wenn wir den Sinn unseres Seins verstanden haben. Ohne dieses Verständnis können wir das nicht. Jedoch können wir die Sinnlosigkeit von Menschen erkennen, die nicht darüber nachdenken: Wir zerstören das gesamte Leben auf der Erde, wenn wir weitermachen wie bislang.

Indem wir erkennen, was wir eigenmächtig anrichten, können wir über Gott nachdenken und ihn suchen. Wir können versuchen herauszufinden, was er von uns möchte und warum er uns erschaffen hat.

Mehr als das Bemühen danach vermögen wir jedoch nicht zu tun. Unser gesamtes Sein begrenzt sich zeitlebens nur auf unser Bemühen. Wenn wir dieses erkennen und akzeptieren brauchen wir kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn wir versuchen, Gott zu verstehen und ihm zu folgen. Etwas Besseres können wir mit unserem Sein nicht machen, wie wir inzwischen unschwer erkennen sollten.

Eigenes Scheitern akzeptieren

Gott hat vermutlich uns und unsere Welt erschaffen. Entsprechend ist es unwahrscheinlich, dass wir scheitern, solange wir uns bemühen, ihn zu suchen und ihm zu folgen.

Allerdings ist das möglich. Genauso kann es jedoch passieren, dass wir scheitern, wenn wir versuchen, ohne ihn zu leben. In dem Fall würden wir zwar sterben, aber das werden wir sowieso irgendwann.

Indem wir uns dieses bewusst machen, brauchen wir keine Angst mehr zu haben uns falsch zu verhalten, wenn wir Gott suchen und uns bemühen ihm zu folgen.

Stattdessen können wir einfach darauf vertrauen, dass er genau dieses möchte und uns dabei unterstützt, auch wenn wir dieses nicht erkennen. Dieses Vertrauen können wir aus der Schlüssigkeit und Plausibilität der hier gemachten Ausführungen über Gott beziehen.

Eigenes Scheitern überprüfen

Falls wir dennoch Angst haben zu scheitern, können wir Gott bitten uns unsere Zweifel zu nehmen. Dafür ist ein gutes Gebet: „Gott, zeig mir meine Grenzen.“

Wenn es Gott gibt und er unser Gebet erhört, werden wir anschließend wahrscheinlich in Situationen gelangen, in der wir alleine keine Auswege mehr finden. Dort können wir uns noch so sehr bemühen, haben aber dennoch keine Chance weiterzuleben.

Indem wir genau dieses erkennen und akzeptieren begreifen wir, dass wir ohne Gott nicht existieren können. Falls wir dieses jedoch verstehen und einfach ihm vertrauen, können wir uns das Leid dieser Erkenntnis ersparen.

Gott akzeptieren

Indem wir begreifen, dass wir ohne Gott keine Möglichkeit haben zu leben, fällt es uns erheblich leichter, ihm zu vertrauen. Schließlich haben wir dann keine andere Chance mehr.

Aber das Leben geht irgendwie immer weiter. Und daran können wir erkennen, dass es Gott gibt. Zwar verstehen wir meist nicht, wie er uns hilft, wohl aber, dass er es tut. Dieses entnehmen wir daraus, weil es meist für uns weiter geht. Und weil wir alleine das nicht hinbekommen, können wir glauben, dass er für uns Lösungen bereitstellt.

Hingegen sterben wir oft vorzeitig, wenn wir nicht auf Gott achten und versuchen, ohne ihn zu leben. Unsere Geschichtsbücher sind voll von Menschen, die das versucht haben.

Indem wir uns dieses bewusst machen, erfassen wir, dass es Gott gibt und wir am besten leben, wenn wir uns bemühen dieses im Einklang mit ihm zu tun. Ausgehend von der Annahme, dass wir nur ein kleiner Teil von ihm sind, erkennen wir von ihm abhängig und auf ihn angewiesen zu sein.

Dieses ist der entscheidende Punkt, die Illusion ein Mensch zu sein zu überwinden: Wir erkennen, dass es ihn gibt und wir ein Teil von ihm sind. Aufgrund dieser Erkenntnis können wir also kein Individuum sein, wie wir bislang annahmen.

Diese Schlussfolgerung ist der einzige Beweis, den wir für Gottes Existenz bekommen können. Aber sie sollte alle unsere Zweifel ausräumen.

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