Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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2. Der Sinn des Lebens

Sinn des Lebens ist, uns selbst zu erfahren und die Verantwortung für unser gesamtes Sein in allen Situationen zu übernehmen. Unser Ziel ist die reine Liebe.

ca. 9 Minuten Lesedauer

Das Problem, sich selbst zu erkennen

Gott ist. Er ist, was er ist.

Aber wie ist er? Und wie kann er dieses herausfinden?

Auf jeden Fall ist das für ihn nicht einfach, da er alles ist. Zwar kann er sich leicht anschauen und dabei sehen, wie er ist. Aber er spürt sich nicht und erkennt die Folgen seines Seins nicht, weil er stets alles wieder verändern kann. Kurz: Er kann sich selbst nicht erkennen.

Sich in Relation zu etwas anderem erkennen

Um sich selbst zu spüren, braucht man die Möglichkeit, mit etwas in Kontakt zu gelangen. Erst dann kann man sich selbst spüren.

Zum Beispiel kann man verächtlich sein. Das mag sich gut anfühlen, weil man sich dabei einbildet etwas Besseres zu sein. Um sich aber als etwas Besseres zu betrachten braucht man ein Gegenüber, das schlechter ist.

Dabei spürt man sich aber nur von innen.

Um sich von außen zu fühlen, wenn man verächtlich ist, muss man selbst auch jemand begegnen, der verächtlich zu einem selbst ist.

Diese Erfahrung gehört uneingeschränkt dazu, wenn man Verachtung ausprobiert.

Es ist aber unmöglich sich selbst gleichzeitig von innen und von außen spüren. Aber ohne diese beiden Möglichkeiten kann man sich selbst nicht vollständig spüren.

Die Folgen des eigenen Handelns erkennen

Weiterhin ist es interessant die Auswirkungen des eigenen Seins zu erleben. Was passiert zum Beispiel mit sich selbst, wenn man sich nicht hinreichend um mich selbst kümmert? Welche Konsequenzen hat das für mich und wie fühlen sich diese an?

Um sich selbst zu erfahren braucht man also die Möglichkeit, alles auszuprobieren zu können. Weiterhin muss man die Auswirkungen davon erkennen bzw. zu spüren, ohne dabei sofort wieder Einfluss nehmen zu können. Könnte man es, würde man keine unangenehmen Erkenntnisse sammeln.

Die Lösung der Selbsterkenntnis liegt in der eigenen Teilung

Gott ist zwar allumfassend, allmächtig und allwissend. Aber er kann sich nicht selbst spüren. Er hat also ein Problem sich selbst zu erkennen.

Weil er allwissend ist, hat er dieses Problem erkannt und eine Lösung dafür gefunden: Er teilt sich selbst in kleine Einheiten, die vergessen ein Teil des Ganzen zu sein.

Für sie erschafft er eine geschlossene Umgebung, in der sie diese Erkenntnisse sammeln können. Er erkennt sich selbst, indem er die einzelnen Erfahrungen dieser Einheiten übernimmt und in sich vereint.

Die Einheiten sind wir Menschen, die Tiere, Pflanzen, Steinen, usw. Die Umgebung ist unsere drei dimensionale Welt, bestehend aus diesen Einheiten mit jeweils ihren eigenen Gesetzen.

Wir Menschen als Teil Gottes

Unsere Aufgabe als Menschen in diesem Spiel ist es, alles auszuprobieren und dabei zu erfahren, wie es sich anfühlt und wohin es führt.

Um uns selbst zu erkennen, ist das Leben eine Art Spiegel. Wir erkennen uns selbst, indem wir unseren Spiegelbildern begegnen: unseren Mitmenschen. Wenn wir zum Beispiel jemand bestehlen, begegnen wir jemand, der uns bestiehlt. Dabei erleben wir alles, was wir uns einfallen lassen aus beiden Perspektiven, der Inneren und der Äußeren. Daher führt unser Stehlen zwangsläufig dazu, dass wir bestohlen werden. Auf diese Weise probieren wir Stehlen in seiner Ganzheit aus.

Außerdem erleben wir, wohin unsere Entscheidungen uns führen mit der Zeit. Wenn wir heute eine Entscheidung treffen, zeigt sich uns ihr Resultat später. Erst dadurch können wir die Folgen unserer Entscheidungen erkennen. Wenn wir zum Beispiel lange Zeit zu viel essen werden wir dick. Da unsere Entscheidungen ein Teil von uns sind, erkennen wir somit uns selbst wieder von außen, im Beispiel in unserem dicken Körper.

Die äußeren Rahmenbedingungen für die Selbsterfahrung

In diesem Spiel ist es wichtig, dass wir es nicht kennen. Wir würden zum Beispiel niemand bestehlen, wenn wir wüssten dadurch selbst bestohlen zu werden. Entsprechend würden wir nicht alles ausprobieren, wenn wir dieses Spiel kennen würden.

Auch ist es wichtig, dass wir glauben, unabhängige Individuen zu sein, damit wir eigenständige Entscheidungen treffen. Wir sollen selbst etwas ausprobieren und selbst die Konsequenzen derartiger Entscheidungen zu spüren. Daher vergessen wir innerhalb dieses Spiels, ein Teil von Gott zu sein. Aber diese Trennung ist nur eine Illusion, wir sind weiterhin ein Teil von ihm.

Wir vergessen in diesem Spiel also sehr, sehr vieles, um an ihm teilnehmen zu können und müssen dieses erst Stück für Stück mühsam wiedererlernen. Zum Beispiel einander zu lieben und zu dienen.

Die Spielregeln im Detail

Zusätzlich zur Trennung von Gott sind wie beschrieben unsere Erfahrungen voneinander getrennt.

Von innen machen wir die Erfahrungen, indem wir selbst handeln, und erleben was daraufhin passiert bzw. wie sich beides anfühlt. Von außen machen wir die Erfahrung, indem uns mindestens ein Spiegelbild begegnet, das die gleiche Handlung an uns vollzieht. Nachdem wir also jemand anderen bestohlen haben, begegnet uns jemand, der uns bestiehlt.

Allerdings begegnet uns nicht unser exaktes Spiegelbild, sondern viele, die jeweils Aspekte von uns in sich tragen oder wir nehmen diese Aspekte nur fälschlich so wahr. Diese Spiegelbilder sind unsere Mitmenschen, die Trennung ist die Zeit.

Die Zeit ist eine weitere Illusion dieses Spiels. Wir treffen also nicht direkt nach unseren Handlungen auf unsere Spiegelbilder, sondern zeitversetzt. Aufgrund der Trennung der beider Handlungen erkennen wir ihren direkten Zusammenhang nicht. Ohne diese Trennung würden wir das Spiel sofort durchschauen und nicht mehr alles ausprobieren. Wir hätten Angst vor den Konsequenzen und das Spiel wäre sinnlos.

Viele Erfahrungen lassen sich nicht im gleichen Leben machen. Zum Beispiel kann man nicht in einem Leben einen Menschen ermorden und von einem Menschen ermordet werden. Wäre das so, würde die Illusion für die anderen Mitspieler erkennbar und sie würden aufhören Menschen zu ermorden, was aber ihre Aufgabe in diesem Spiel ist.

Um das Problem zu lösen, leben wir viele Male auf der Erde innerhalb dieses Spiels. Durch diese vielen Leben können wir sehr vieles in äußerst unterschiedlichen Umgebungen ausprobieren: Mal sind wir ein Mann, mal eine Frau. Mal sind wir ein König, mal ein Bettler usw.

Ziele das Leben als Mensch

Es geht als Mensch darum, alles unterschiedlich intensiv auszuprobieren, also die Extreme des Machbaren zu finden. Wir sollen somit nicht lediglich einzelne Menschen töten, sondern uns ebenfalls an der Tötung vieler Menschen beteiligen – und das zusätzlich auf grausame Art und Weise. Nur so kann sich Gott in seinem gesamten Sein kennenlernen.

Bei diesem kompletten Spiel geht es auch darum, selbstständig zu werden. Also eigenständig die Erfahrungen zu machen und daher eigenständig herauszufinden, was gut und schlecht ist.

Bei unserer Suche nach Frieden lernen wir, dass wir ihn nur in der Mitte der Gegensätze finden. Also weder töten noch uns töten lassen. Weder stehlen noch uns bestehlen lassen. Wir sollen dabei so leben, dass wir keine eigenen Fehler mehr machen, niemand zu Fehlern verführen und gleichzeitig alle Fehler anderer lieben.

Dabei erkennen wir auch, dass wir uns selbst in unserem Spiegelbild begegnen: Wir erfahren Frieden, wenn wir Frieden machen. Entsprechend müssen wir unsere Spiegelbilder, also alle Mitmenschen, lieben lernen, um uns selbst zu lieben. Dabei übernehmen wir eigenständig die vollständige Verantwortung für unser gesamtes Sein: für alle unsere Emotionen, Gedanken und Handlungen in allen Situationen.

Wir lernen auch, nur gemeinsam mit unseren Spiegelbildern unsere Ziele zu erreichen. Dazu gehört für jeden Einzelnen, dass er sich um sich Gedanken um das gesamte Spiel macht und herausfindet, wie er sich mit einbringen kann. Wir werden so selbstständig wie möglich und erkennen dabei, dass wir es ohne Gottes Hilfe dennoch nie schaffen. Das bringt uns zu einem Bewusstsein für ihn und seine Macht und zeigt uns unsere eigene Größe: Wir selbst sind nur ein Teil des Ganzen.

Nachdem wir alles Mal ausprobiert haben wird das Spiel irgendwann langweilig, weil wir anderen Menschen nichts mehr zufügen, was wir selbst bereits erfahren haben. Dann sind wir müde und sehnen wir uns wieder nach Liebe und Frieden.

Planung der Leben von Menschen

Unsere einzelnen Leben planen wir vor unserer Geburt als Menschen zusammen mit Gott und suchen gemeinsam mit ihm die passende Zeit und Umstände dafür aus. Sie sind also bereits vor unserer Zeugung grob von uns selbst gewählt und vorherbestimmt.

Im Laufe dieses Spieles lernen wir es zunächst kennenlernen. Anschließend probieren wir alle Extreme aus, um am Ende zu einem Ebenbild Gottes zu werden: uneingeschränkte Eigenverantwortung mit reiner Liebe. Wenn wir das geschafft, haben endet das Spiel für uns persönlich, wir werden nicht mehr als Mensch geboren und vereinigen uns wieder mit ihm.

Obwohl wir während dieses Spiels uns nicht an Gott erinnern sind wir die gesamte Zeit mit ihm verbunden, weil wir untrennbare Teile von ihm sind. Es funktionieren nur, weil er ständig auf uns aufpasst und jeweils unsere individuelle Umgebung so gestaltet, dass wir die gewünschten Erkenntnisse sammeln können.

Da wir selbst (in Form unserer unsterblichen Seele) unsere Leben selbst planen gibt es keinen Grund für uns, uns für die Umstände unseres individuellen Lebens zu beklagen. Auch nicht, wenn das Schicksal uns extrem übel mitspielt. Das ist dann jeweils ein Hinweis darauf, dass wir weit entwickelt und kurz vor dem Ende unserer vielen Leben als Menschen stehen.

Nebenwirkungen des Spiels

Das Spiel selbst verändert sich kontinuierlich, da wir Teilnehmer uns ständig etwas Neues ausdenken und es ausprobieren. Also nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Mitmenschen. Dadurch, und weil es eine insgesamt nur eine Illusion ist, können wir es unmöglich vollständig verstehen. Das ist auch nicht notwendig, da es ausschließlich darum geht es mitzugestalten und dabei zu lernen die volle Verantwortung für uns selbst im Chaos zu übernehmen.

Im Laufe dieses Spiels können wir uns an Gott, wenn überhaupt, nur schlecht erinnern und begreifen ihn nicht in seiner Gesamtheit. Das ist der Preis, den wir für diese Illusionen bezahlen. Wir zahlen ihn im Wesentlichen in den Emotionen der Einsamkeit und in der Form unserer Existenzängste. Aber es gibt keinen Grund sich dafür zu beschweren: Wir selbst haben uns für dieses Spiel entschieden, weil es insgesamt großartig ist.

Zusammenfassung des Spiels

Es ist nicht nur als Mensch möglich, sondern auch als Tier, Pflanze, Stein und mehr. Es gibt es neben der Erde auf anderen Planeten und in unterschiedlichen Universen mit abweichenden Spielregeln.

Gott erkennt sich selbst, indem er unsere Erfahrungen als seine wahrnimmt. So findet er durch dieses Spiel heraus, wie er ist. Und wir als Teile von ihm hatten nette und aufregende Abenteuer.

Letzte Änderung:

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