Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?

Und schon wieder dasselbe…

Auch dieses Mal war es in der Psychiatrie wie zuvor: Niemand hörte mir zu. Es ist leichter, mich als gestört zu betrachten, als eigenen Fehler einzusehen.

Bei meinem letzten Psychiatrieaufenthalt verlief es eigentlich wie immer: Mir hat niemand zugehört und niemand ist auf meine Argumente eingegangen. Weil ich eine andere Weltanschauung als der Rest der Menschheit habe wurde mir wieder eine Psychose angedichtet. Speziell ging es erneut um die Frage, ob der Staat ein Recht habe, für und über mich zu bestimmen.

Bei einem vorherigen Aufenthalt konnte ich den behandelnden Psychiater davon überzeugen, dass der Staat eine Sekte sei. Davon wollte er jetzt nicht mehr wissen und behauptete, das nie gesagt zu haben.

Auch auf mein Gutachten ging niemand ein, es wurde so getan, als hätte ich es nicht geschrieben.

Kurz vor Schluss des geplanten Aufenthalts mit erneut zwangsweise verabreichten Medikamenten tauchte ein neuer Gutachter auf. Ich sprach nur kurz mit ihm und verlies dann schnell das Gespräch. Ich legte ihm ein Zettel hin, mit einer Adresse von meinen Webseiten. Konkret forderte ich ihn auf, seinen eigenen Wahn einzusehen: Er ist kein Experte, es gibt keine Realität, die er erkennen kann und der Staat hat kein Anspruch für oder über mich zu entscheiden.

Auf meine Argumente ging auch er nicht ein. Er schrieb ein Gutachten, nachdem von mir eine erhebliche Selbst- und Fremdgefährdung ausginge. Er beschrieb, dass meine Weltanschauung deutlich anders sei als die von allen anderen Menschen und ich dieses auf Dauer nicht friedlich aushalten könnte. Ich würde mich entweder selbst töten oder jemand anderen. Er schlug vor, mich dauerhaft in eine geschlossene Einrichtung zu stecken.

Auch er ist wieder überhaupt nicht auf meine Argumente eingegangen, obwohl er offensichtlich welche von ihnen gelesen hatte.

Nur durch intensiven Einsatz des Psychologen, des behandelnden Psychiaters und meiner ausgeprägten Unterwürfigkeit dem Richter gegenüber hat dieser die Unterbringung nicht beschlossen. Stattdessen werde ich jetzt erpresst mir regelmäßig Medikamente spritzen zu lassen und mit dem Psychologen zu sprechen.

Natürlich bin ich sehr frustriert. Ich kann schlüssig und plausibel meine Ansichten kundtun – aber niemand hört mir auch nur zu. Für alle stehen die Sekte und ihre Herrschaft im Mittelpunkt.

… und alle Menschen machen mit. Das ist typisch für Sekten: Niemand traut sich, eine eigene abweichende Meinung zu haben.

Ich wurde erpresst mir freiwillig alle 28 Tage eine Spritze verabreichen zu lassen. Die einzige Wirkung von ihr: Ich bin gefügiger. Hätte ich nicht dieses Angebot gemacht wäre ich für ein Jahr ein eine geschlossene Einrichtung eingesperrt.

Ich komme mir vor wie Hiob aus der Bibel: Trotz meines extrem gottgefälligen Lebens hilft Gott mir kaum!

Frust, Einsamkeit und Langeweile bestimmen weiterhin mein Leben.