Nils’ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
Nils’ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?

Sieger dem Staat gegenüber

Manchmal verlieren wir, obwohl wir im Grunde die Gewinner sind. Ich bin der Sieger im Krieg zwischen dem Staat und mir, obwohl es gar nicht danach aussieht.

Der Staat und ich haben 14 Jahre hart miteinander gekämpft. Lange Zeit dachte ich, ich sei der Verlierer in diesem Kampf – schließlich hat der Staat seinen Willen bekommen, ich aber nicht.

Jetzt ist mir bewusst geworden, dass ich es geschafft habe stets friedlich zu bleiben, meine Feinde zu lieben und nie aus einer scheinbar ausweglosen Situation durch Suizid geflohen bin.

Der Staat hingegen hat wiederholt massive und brutale Gewalt gegen mich angewandt. Mithilfe von Lügen und Ausreden hat er diese gerechtfertigt und mir nie zugehört.

Damit ist der Staat in unserem Kampf der Verlierer und ich der Gewinner, weil der Staat sich stets falsch und ich mich stets richtig verhalten habe.

Und doch ist es unfair von Gott, dass der Staat seinen Willen bekommen hat, ich meinen aber nicht. Jedoch das ist Gottes Entscheidung, nicht meine.

Platz für Stolz ist keiner mehr in mir. Ich habe nur getan, was richtig ist: Ich habe aufbegehrt gegen die Ungerechtigkeit des Staates mir gegenüber und anschließend alles richtig gemacht.

Ich sehe mich damit ähnlich wie das tibetische Volk: Alles richtig gemacht und doch alles verloren.

Diese Welt ist einfach nicht gerecht. Gott ist nicht gerecht und nicht fair.

Aber ich habe mich weiterentwickelt – der Staat sich hingegen nicht. Da das Ziel des Lebens die Weiterentwicklung bis hin zur allumfassenden Liebe ist, habe ich große Fortschritte gemacht, er keine.

Wenn es mir auch nicht gefallen hat, so hat Gott mir durch sein Auftreten geholfen diese 14 Jahre sinnvoll zu nutzen. Dafür bin ich ihm dankbar.

Außerdem hat er mich die Zeit über nicht im Stich gelassen: Stets hatte ich alles, was ich zum Leben brauchte und habe keine bleibenden Schäden durch die Gewalt gegen mich zurückbehalten. Auch dafür bin ich ihm dankbar.