Meine Erkenntnis, dass es Gott gibt

Lange Zeit glaubte ich nicht an Gott und beschäftigte mich mit der „realen“ Welt. Dann erkannte ich: Gott ist real und wirkt ständig in meinem Leben.

Wie die meisten Kinder in unserer Gegend wurde ich mit ca. 14 Jahren konfirmiert. Schon während des Konfirmandenunterrichts verlor ich den Glauben an Gott. Irgendwie war das alles für mich nicht plausible, ich konnte es nicht greifen. Und doch ließ ich mich konfirmieren – um als Geschenk meinen ersten Computer zu bekommen.

Im Philosophieunterricht unserer Schule behandelten wir das Thema Nahtoderfahrungen. Als einziger war ich mit großem Interesse dabei, obwohl sie mich nie sonderlich interessierte. Irgendwie wollte ich das genauer wissen – verlor dann aber wieder die Vorliebe an dem Thema.

Während des Zivildienstes war ich in der Krankenbeförderung tätig. Dort hatte ich zwar nicht mit dem Tod zu tun – aber in der Ausbildung fand ich keine plausible Erklärung, wie es zu Nahtoderfahrungen kommen konnte. Wieder ließ ich das Thema ruhen.

Meine letzte Psychologin hatte selbst esoterische und spirituelle Erfahrungen gemacht. Kurz sprachen wir darüber. Erneut interessierte mich das Thema sehr. Auch war ich immer noch auf der Suche nach der Frage, was mit mir nicht stimme.

Zufällig kam ich auf das Thema Indigo-Kinder. Das sollten Menschen sein, die anders sind, als die meisten Menschen. Sie sollen angeblich wiedergeborene Wesen sein, die viel mehr Erfahrungen in unterschiedlichen Leben gemacht haben als andere Menschen. Mit der Beschreibung der Indigo-Kinder konnte ich mich sofort sehr gut identifizieren. Endlich hatte ich einen brauchbaren Anhaltspunkt, was mit mir nicht stimmt.

Intensiv beschäftigte ich mich mit dem Thema Spiritualität. Zeit und Geld hatte ich im Überfluss – und ein großes Sehnsucht verlangen zu verstehen, was mit mir nicht stimmt.

Ich fand heraus, dass es die Wiedergeburt gibt und wir Menschen viele Verletzungen aus anderen Leben mit in dieses Leben tragen. Etliche medial begabte Menschen kreuzten meinen Weg, die mir Kontakt zu anderen meiner Leben verschafften. Ich erkannte, dass viele Probleme in diesem Leben ihren Ursprung in anderen Leben hatten.

Auch lernte ich, dass es möglich war, mit dem Jenseits zu kommunizieren. Zum Beispiel hatte ich bei der Trauerfeier meines verstorbenen Vaters zu ihm im stillen den Groll gehegt: „Jetzt hast auch du mich noch verlassen“. Er starb, als ich 26 war, er war der Mensch in meinem Leben, der mich noch am besten verstanden hatte.

Während meiner spirituellen Suche lernte ich 10 Jahre später eine Frau kennen. Wir kamen ins Gespräch und trafen uns oft und lange. Auch sie gab an mit dem Jenseits kommunizieren zu können. Irgendwann sagte sie mir, mein verstorbener Vater sei bei uns. Sie erzählte mir, wie sehr mein Groll während seiner Trauerfeier ihn verletzt hatte. Woher wusste diese Frau das? Ich hatte ihr nie davon berichtet. Sie erzählte auch noch von zwei weiteren Streits zwischen meinem Vater und mir – präzise mit Ort, Zeit und seinem Inhalt. Ich glaube, einen besseren Beweis für die Existenz des Jenseits und die Wiedergeburt kann ich nicht bekommen!

Ich lernte, selbst in anderer meiner Leben zu schauen.

Stets gab es dasselbe Schema: Ich bekam irgendwelchen Ärger im Leben. Immer wieder dasselbe Problem – aber von ganz unterschiedlichen Menschen und Seiten. Es wurde jeweils immer schlimmer – bis ich glaubte, es nicht mehr aushalten zu können. Immer resignierte ich und gab auf. Und jedes Mal kurz danach bekam ich ein Einblick in ein anderes meiner Leben. Immer erkannte ich einen Fehler, den ich selbst dort begangen hatte. In diesem Leben begegneten mir jeweils Menschen, die exakt denselben Fehler mir gegenüber machten, wie ich in vorherigen Leben anderen gegenüber.

In einem Leben war ich zum Beispiel der höchste Richter – gleich unter dem König. Ich war ein grauenvoller und selbstherrlicher Richter und lies Menschen foltern. In diesem Leben wurde ich selbst Opfer falscher Gerichtsurteile. Einmal hatte ich bis vor ein Oberlandesgericht geklagt – und verlor. Eine Fachzeitschrift berichtet über den Fall auf zwei ganzen Seiten mit der Überschrift „Skandalurteil“. Es ging um eine Abmahnwelle. Nach meinem Urteil und dem Bericht in der Zeitschrift entschieden die gleichen Richter in vergleichbaren Fällen jeweils in meinem Interesse. Ich hatte also recht – bekam es aber nicht! … weil ich selbst ein Richter gewesen war, der falsche Urteile fällte.

Immer wenn ich diesen Einblick in ein anderes Leben gewonnen hatte, war das jeweilige Problem gelöst – nie wieder wurde ich mit ihm behelligt. Natürlich kann ich weder beweisen, dass es die Wiedergeburt gibt, noch dass ich in anderer meiner Leben schauen kann. Dennoch habe ich keinen Zweifel mehr daran.

Ich blieb am Ball und habe bis heute ca. 200 Probleme aus anderen Leben auf diese Weise gelöst. Wie gesagt, einen Beweis habe ich nicht dafür. Aber inzwischen fühle ich mich deutlich freier, habe erheblich weniger Sorgen und treffe auch nicht mehr den Problemen, denen ich früher ständig begegnete.

Ob es Gott gibt? Wer hat mich jeweils in die entsprechenden Situationen geführt, in denen ich mich derart unwohl gefühlt habe? Warum traf es immer wieder mich, wenn es mit mir nicht zu tun haben sollte? Und warum war stets schlagartig Schluss, nach meinen Einblicken in mein anderes Leben? Für mich war klar: Es gibt einen Gott – und er führt uns durch Leben!

Absichtlich bringt er mich in Situationen, in die ich gar nicht gelangen will. Richtig heftig wurde es, nachdem ich anfing zu beten: „Vater, mach du aus mir, was du aus mir machen willst.“

Dabei war Gott aber nicht gemein oder böswillig zu mir. Im Gegenteil: In dem er mich in die jeweiligen Situationen führte, konnte die Probleme überwinden, die mich jahrelang verfolgten.

Dadurch gewann ich Freiheit, innere Freiheit. Ich war nicht mehr gefangen in der Situation des jeweils anderen Lebens.

Ich überwand damit viele Sorgen, die mich früher oft geplagt hatten.