Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Jeder Beweis ist unvollständig

Bei Zweifeln suchen wir Beweise in der Annahme, diese könnten sie beseitigen. Das können sie jedoch nicht und werden stets nur von Betrügern erbracht.

ca. 4 Minuten Lesedauer

Der Begriff „Beweis“

Der Begriff Beweis wird in unterschiedlichen Bereichen verwendet. In jedem Fall geht es um die Zusammenfassung einzelner als zweifelsfrei anerkannten Aspekte in einer Interpretation.

Zum Beispiel werden im Bereich Recht Tatsachen erfasst und auf ihre Plausibilität hin überprüft. Kommt der Interpret zur Annahme, die Plausibilität sei uneingeschränkt überzeugend gilt seine Analyse inkl. Schlussfolgerung als „Beweis“. Allerdings sind diese sogenannten Tatsachen nur Annahmen, die als zweifelsfrei angesehen werden.

Im Bereich Mathematik ist es ähnlich, jedoch spricht man hier von „Richtigkeit von Axiomen“. Letztere sind allerdings wiederum nur Annahmen. Diese basieren meist Plausibilität von Theorien oder empirischen Studien. Aber auch bei ihnen besteht die Möglichkeit, dass sie falsch sind. Dieses wird nur als sehr unwahrscheinlich, aber nicht als ausgeschlossen, betrachtet.

Auch in anderen Disziplinen gibt es Ähnliches, dort werden aber andere Begriffe verwendet. Zum Beispiel wird im Bereich Gesundheit von „Diagnosen“ oder „Gutachten“ gesprochen.

Das Prinzip ist jedoch stets dasselbe: Menschen beschreiben ihre Wahrnehmungen, interpretieren aus ihnen Annahmen, ziehen daraus Schlussfolgerungen und stellen diese dann als zweifelsfrei dar.

Bei Beweisen geht es nicht um Annahmen mit Angaben von Wahrscheinlichkeiten, sondern um vollständig zweifelsfreie Erkenntnisse. Das ist ihr Unterschied gegenüber Vermutungen bzw. dem Glauben von Menschen.

Voraussetzungen zum Erbringen eines Beweises

Für die Erbringung eines Beweises bedarf es in jedem Fall mindestens eines Interpreten und einer Annahme.

Der Interpret muss dabei ein Mensch sein, der als „Experte“ anerkannt ist und bei dem keine Zweifel bzgl. seiner Wahrnehmung und Interpretationsfähigkeit bestehen. Bestünden an einem von beiden Zweifel, hätte seine Schlussfolgerung keine absolute Aussagekraft.

Genauso bedarf es Annahmen, die dieser Mensch bei seiner Interpretation zugrunde legt, die als zweifelsfrei gelten. Würden Zweifel an der Richtigkeit dieser Annahmen bestehen, hätte seine Schlussfolgerung ebenfalls keine absolute Aussagekraft.

Alle Beweise benötigen also zwingend mindestens einen Menschen, der uneingeschränkt richtig denken kann sowie einer Annahme, die uneingeschränkt zutreffend ist.

Bestehen auch nur die geringsten Zweifel an einem von beiden, gilt der Beweis als „unzulässig“ und erfüllt damit nicht die Voraussetzungen, um von einem „Beweis“ zu sprechen.

Möglichkeiten, die Interpretationsfähigkeit von Menschen zu überprüfen

Die Wahrnehmung von allen Menschen ist gestört und der Verstand von Menschen kann nicht auf korrektes Funktionieren hin überprüft werden. Auch können Experten ihre Qualifikation nicht nachweisen.

Entsprechend gibt es keinen Menschen, der darlegen kann zweifelsfrei richtig denken zu können. Oder anders ausgedrückt: Es gibt bei jedem Menschen Grund zur Annahme, dass er sich irren kann.

Bislang ist zumindest kein Mensch bekannt, der sich nicht schon mindestens einmal geirrt hat. Selbst bei Jesus, der allgemein als vollkommen angesehen wird, gibt es Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit.

Somit ist es nicht möglich, die Interpretationsfähigkeit eines Menschen zu überprüfen.

Möglichkeiten, Annahmen zu überprüfen

Früher glaubten alle Menschen, die Erde sei eine Scheibe. Heute glauben jedoch alle Menschen, sie sei eine Kugel. Beide Annahmen widersprechen einander. Entsprechend ist mindestens eine der beiden Annahmen falsch.

Weil jedoch jeweils alle Menschen in ihrer Zeit dasselbe glaubten bzw. glauben, besteht ein berechtigter Zweifel, ob Annahmen überhaupt zweifelsfrei sein können. Entsprechend ist es grundsätzlich möglich, dass sich bei einer Annahme alle Menschen irren.

Daraus folgt, dass keine Annahme über jeden Zweifel erhaben ist. Oder anders formuliert: Es gibt bei jeder Annahme die Möglichkeit, dass sie falsch ist.

Zum Beispiel im Bereich Recht wird allgemein angenommen, dass Schuldfragen geklärt werden könnten. Dieses ist aber falsch.

Somit ist es nicht möglich, eine Annahme zu überprüfen.

Fazit: Jeder Beweis ist ein Betrug

Wie beschrieben erfüllt kein Mensch die Voraussetzung, einen Beweis erbringen zu können. Daher basiert jeder Beweis nur auf Behauptungen, die nicht überprüfbar sind.

Menschen, die Beweise erbringen, stellen somit nur Behauptungen auf, durch die sie versuchen, einen Vorteil zu erlangen. Dieses Verhalten wird allgemein als „Betrug“ angesehen.

Ihr Vorteil liegt mindestens in ihrer eigenen Emotion, etwas zweifelsfrei verstehen zu können. Wie beschrieben hat jedoch kein Mensch diese Fähigkeit.

Aber meist erhalten Menschen durch die Nennung von Beweisen weitere Vorteile. Zum Beispiel vor Gericht, indem sie mit ihnen die Entscheidung des Richters zu ihren Gunsten manipulieren oder überhaupt als Richter Urteile sprechen und dafür Anerkennung bekommen.

Die Unfähigkeit von Menschen, Beweise erbringen zu können zeigt sich oft im Nachhinein, wenn Menschen zu anderen Einsichten gelangen. Zum Beispiel galt die Titanic als unsinkbar und ging dennoch unter. Dieses konnte passieren, weil die Beweise der Ingenieure bzgl. ihrer Unsinkbarkeit offensichtlich falsch waren.

Der Betrug bei der Verwendung des Begriffs „Beweis“ liegt in der Behauptung, dass dieser eine zweifelsfreie Erkenntnis sei und damit mehr wert als andere Ansichten habe.

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