Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Erpressungen kommen täglich vor

Zwar halten nahezu alle Menschen Erpressungen für falsch, aber fast jeder äußert selbst welche oder beteiligt sich an ihnen, zum Beispiel als Staatsbürger.

ca. 5 Minuten Lesedauer

Das Wesen von Erpressungen

Fast alle Menschen haben das Bedürfnisse, ihr Leben zu verändern. Gleichzeitig wollen viele aber selbst dafür nichts oder nur wenig tun.

Um diese beiden Ziele gleichzeitig zu erlangen, versuchen Menschen oft andere zu beeinflussen. Hierfür gibt es viele Methoden.

Eine Methode ist, ihnen ein bestimmtes eigenes Verhalten anzukündigen, unter der Bedingung, dass diese sich auf eine bestimmte Weise verhalten.

Zum Beispiel machen das Eltern, wenn sie ihre Kinder ins Bett bringen: „Wenn du dich jetzt beeilst, lese ich dir noch eine Geschichte vor.“ Aber auch Erwachsene untereinander machen das oft: „Wenn du jemand ermordest, dann sperren wir dich lebenslänglich ins Gefängnis.“

Diese Art der gegenseitigen Beeinflussung wird Erpressung genannt.

Hierbei wird stets eine „Wenn du …, dann werde ich …“ Bedingung geäußert. Allerdings ist eine der beiden Konsequenz stets negativ gemeint oder mit Leid verbunden. Dabei besteht die Hoffnung, dass sich der Erpresste für die andere Handlungsweise entscheidet.

In den Beispielen soll sich das Kind beeilen und Erwachsene sollen niemand ermorden.

Funktionsweise von Erpressungen

Alle Erpressungen funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Der Erpresser bietet dem Erpressten zwei (oder selten mehr) mögliche Handlungsweisen an und teilt ihm mit, wie er sich selbst im jeweiligen Fall verhalten wird.

Hierbei bietet er unterschiedliches Verhalten an, sodass er hofft, der Erpresste wählt die Handlungsweise, die er bevorzugt. Im anderen Fall wird er meist sehr unangenehm ihm gegenüber.

Dieses begreift der Erpresste fast immer. Allerdings möchte er sich stets für die andere Handlungsweise entscheiden.

Somit wird stets unter Androhung negativer Konsequenzen Druck ausgeübt. Die kann und sollte als Gewalt gedeutet werden.

Allerdings wollen sich Erpresser selbst nicht eingestehen Gewalttäter zu sein. Wenn sich der Erpresste beugt, wenden sie keine Gewalt an und bilden sich entsprechend ein, kein Gewalttäter zu sein. Andernfalls glauben sie, ihr Opfer sei selbst schuld an der Gewalt, weil es eine Wahlmöglichkeit hatte und sich selbst für die Gewalt entschieden hat.

Arten und Formulierungen von Erpressungen

Mit Erpressungen kann man vieles erreichen, dass man ohne etwas Negatives anzudrohen nicht erreichen kann. Entsprechend sind Erpressungen allgemein verpönt und werden oft verurteilt.

Daher versuchen viele Menschen, ihre Erpressungen zu verbergen. Oft, um sich selbst und anderen nicht eingestehen zu brauchen, selbst ein Erpresser zu sein.

Zum Beispiel werden Gesetze des Staates nichts als Erpressungen wahrgenommen, sind aber nichts anderes. Eines lautet wie genannt: „Wenn du jemand ermordest, dann sperren wir dich ins Gefängnis.“ Fast alle Menschen halten es für falsch, wenn Menschen ermordet werden und es entsprechend gut, Menschen davon abzuhalten. Daher wird dieses Gesetz nicht als Erpressung wahrgenommen.

Aber auch die Kirche erpresst die Menschen. Zum Beispiel hat sie dieses im Rahmen ihres Ablasshandels getan. Hierbei hat sie den Menschen angeboten ihr für deren Fehler Geld zu geben. Falls sie dieses nicht taten, hat die Kirche behauptet, Gott würde ihnen Schaden zufügen.

Genauso ist aber bereits auch der Verkauf von Brot eine Erpressung. Der Bäcker verlangt Geld für sein Brot. Aber er meint: „Wenn du mir kein Geld gibst, gebe ich dir kein Brot.“

Oft wird die Drohung auch nicht als Erpressung dargestellt, sondern lediglich das eigene Verhalten in der Zukunft beschrieben. Jedoch in Verbindung mit einem Verhalten und damit mit einer Wahlmöglichkeit bzw. einer Bedingung. Damit handelt es sich auch hierbei um eine Erpressung.

Die unterschiedlichen Formulierungen sollen davon ablenken, dass es sich um Erpressungen handelt.

Wiederholungen von Erpressungen

Viele Erpresser wiederholen ihre Erpressungen, wenn sie damit zuvor gute Erfahrungen gemacht haben, also ihr Ziel erreicht haben.

Zum Beispiel hält der Staat an Gesetzen fest, der Ablasshandel dauerte lange und alle Bäcker verlangen seit Generationen Geld für ihr Brot.

Meist werden sie dabei immer dreister und gemeiner und versuchen dabei immer mehr eigene Vorteile zu erlangen.

Der Staat zum Beispiel hat so viele Erpressungen formuliert, dass inzwischen kein Mensch mehr alle kennt oder sie auch nur zählen kann.

Möglichkeiten, sich gegen Erpresser zu wehren

Der jeweilige Erpresser ist fast immer seinem Opfer überlegen, sodass dieses keine Chance hat, sich gegen ihn zu wehren.

Abgesehen davon sich den Erpressungen zu beugen, gibt es nur die Möglichkeit, sich ihnen beharrlich zu widersetzen und zu hoffen, dass der Erpresser irgendwann mit seiner Grausamkeit aufhört.

Gerade der Staat empfiehlt zwar allen Erpressten, sich ihren jeweiligen Erpresser auf diese Weise zu begegnen. Er selbst lässt sich aber auf diese Weise nicht davon abbringen, Menschen endlos weiter zu erpressen.

Es gibt also keine allgemeingültige Möglichkeit, sich Erpressern gegenüber zu wehren. Zumindest keine friedliche. Das genau ist der Grund, warum Menschen Gewalt einsetzen: Sie wollen sich unlauter Vorteile verschaffen. Das betrifft auch Erpresser.

Fazit: Erpressungen sind eine Mischung aus Drohungen und Gewalt

Jeder Erpresser plant bereits mit seiner Erpressung, dem Erpressten zu schaden und kündigt ihm dieses an. Das ist eine Drohung.

Wenn er seinen Willen nicht bekommt, tut er etwas, dass der Erpresste ablehnt. Da es sich um eine Handlung zum Nachteil des Erpressten handelt, muss dieses als eine Form von Gewalt angesehen werden.

Damit sind Erpressungen eine Mischung aus Drohungen und Gewalt. Beide gelten allgemein als falsch. Genauso ihre Kombination in Form von Erpressungen.

Dennoch wollen viele Menschen nicht auf ihre Erpressungen verzichten und erfinden daher Formulierungen, die ihre eigenen verschleiern und somit nicht als welche erscheinen lassen.

Da Gesetze des Staates Erpressungen sind, beteiligt sich somit jeder Staatsbürger selbst an Erpressungen. Genauso jeder, der etwas verkauft. Zum Beispiel seine Arbeitsleistung in Form einer beruflichen Tätigkeit.

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