Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Erziehung schädigt Kinder meist lebenslang

Erziehung schädigt Kinder meist lebenslang

ca. 8 Minuten Lesedauer

Das Lernen von Kindern und deren Beeinflussung dabei

Spätestens ab der Geburt fangen Babys an, etwas zu lernen. Als Allererstes, was sie mit ihrem Körper anstellen können. Bereits das Bewegen von Armen und Händen ist zunächst neu für sie. Im Laufe von ca. 20 Monaten lernen die meisten den aufrechten Gang. Dieser ist ziemlich aufwendig zu erlernen, weil der gesamte Körper dabei gleichzeitig koordiniert werden muss.

In derselben Zeit lernen sie auch Sprache verstehen und können eigene Wörter mit ihrem Verstand passend wählen und mit ihrem Mund bilden. Auch dieses ist ein sehr komplexer Lernprozess, den viele Computer bis heute nicht hinbekommen.

Babys lernen beides, indem sie es sich von ihren Eltern oder anderen Menschen abschauen und sich solange bemühen, bis sie es durch eigenständiges Ausprobieren gelernt haben. Wenn überhaupt, dann helfen ihnen Ihre Eltern kaum dabei.

Aber je älter die Kinder werden, umso mehr versuchen ihre Eltern bzw. später ihre Lehrer, ihnen Lernziele vorzugeben. Hierbei werden zahlreiche Themenbereiche vermittelt, wie zum Beispiel Lesen und Schreiben, Rechnen sowie moralische und ethische Wertvorstellungen.

Allerdings wollen nicht alle Kinder dieses lernen. Erwachsene Menschen der gesamten Gesellschaft halten jedoch das gezielte Vorgeben und Vermitteln von Kenntnissen bzw. Fähigkeiten für richtig und notwendig. Bezeichnet wird es als Erziehung.

Formen und Erfolg von Erziehung

Der Begriff „Erziehung“ lässt bereits vermuten, dass der Nachwuchs in eine bestimmte Richtung gezogen bzw. beeinflusst wird.

Hierbei agieren nicht nur Eltern alleine, sondern oft beteiligen sich auch Außenstehende daran. Zum Beispiel gibt fast überall auf der Erde der jeweilige Staat vor, welche Bereiche von Wissen und Fähigkeiten Heranwachsenden vermittelt werden sollen. Meist macht er hierfür viele Vorgaben und zwingt diese sich sie vermitteln zu lassen. Das wird „Schulpflicht“ genannt.

Im Laufe der Geschichte und an unterschiedlichen Orten auf der Erde wurden bislang extrem viele und extrem unterschiedliche Formen für Erziehung verwendet. Diese reichen von fast keiner Einflussnahme (oft „antiautoritäre Erziehung“ genannt) bis hin zu massivem Gewalteinsatz (häufig als „Drill“ bezeichnet).

Obwohl die Menschheit im Laufe der Zeit so viele Formen ausprobiert hat, ist sie mit dem Ergebnis von Erziehung bislang jedoch nicht zufrieden. Noch immer verhalten sich junge und ältere Erwachsene nicht so, wie es sich ihre vorhergehende Generation angestrebt hat.

Der Streit nach der „richtigen“ Erziehungsmethode dauert bereits länger, als die Menschheit zurückdenken kann. Er scheint berechtigt, weil keine Erziehungsmethode vollständig erfolgreich ist.

Motivation von Erziehung

Die Motivation für Erziehung besteht aus vielen unterschiedlichen Aspekten:

  • Die Kinder sollen vor Schäden bewahrt werden
  • Die Heranwachsenden sollen leichter erfolgreich im Leben sein
  • Die Eltern wollen billige Arbeitskräfte haben
  • Der Staat möchte seine Macht erhalten und erweitern
  • Der Umgang innerhalb der Gesellschaft soll harmonisch sein
  • Der Austausch von Ansichten und Gegenständen soll einfach sein
  • u.v.m.

Die unterschiedlichen Aspekte haben gemein, dass die Eltern bzw. Erwachsenen ihre eigenen Ansichten, Fertigkeiten und Fähigkeiten für richtig und wichtig halten.

Diese wollen sie stets verbreiten, um anschließend davon eigene Vorteile zu erlangen. Zum Beispiel wollen sie von dem Nachwuchs weder angegriffen, noch im Alter von ihnen im Stich gelassen werden.

Jede Erziehung ist also stets nicht nur auf die Nachkommen ausgerichtet, sondern mindestens auch auf die Interessen ihrer Vorfahren.

Vorteile von Erziehung

Dadurch, dass Kindern gezielt Wissen und Fähigkeiten zugeführt bzw. Fertigkeiten antrainiert werden, sind sie früher und meist effektiver in der Lage diese einzusetzen. Damit wird Wohlstand der Menschheit vermehrt und sie ist in der Lage immer größere Erfolge zu erzielen.

Indem versucht wird viel Menschen zu gleichem Verhalten zu drängen, soll es weniger Differenzen und damit auch weniger Konfliktpotenzial geben. Also mehr Gemeinsamkeit und Frieden.

Einmal als gut erkannte Herangehensweisen bzw. Umgangsformen brauchen dadurch nicht von jeder Generation erneut ausprobiert und erlernt werden. Entsprechend hilft Erziehung der Evolution der Menschheit.

Ältere Menschen bekommen die Sicherheit, im Alter versorgt zu sein.

Ohne Erziehung wäre es zum Beispiel kaum möglich einheitliche Schrift zu verwenden, die alle Menschen lesen und schreiben können. Damit wären Bücher und das Internet nicht möglich, die der Menschheit in der Entwicklung und im Zusammenwachsen extrem weitergeholfen haben.

Nachteile von Erziehung

Indem Kinder bewusst beeinflusst werden, haben sie weniger Möglichkeiten, sich eigenständig frei zu entwickeln. Jede Form von Erziehung ist also bereits ein Eingriff in die Freiheit eines Menschen.

Einmal fälschlich als gut erkannte Herangehensweisen bzw. Umgangsformen übertragen sich über Generationen weiter und hemmen damit teilweise die Weiterentwicklung bzw. Evolution der Menschheit.

Indem die Erzieher mehr Einfluss auf die Erziehung haben als die Erzogenen ist deren Vorteil unvermeidbar. Diese bedeutet, dass der Nachwuchs zwangsläufig Nachteile von ihr hat.

Ohne Erziehung würde sich viele Gedanken nicht weitertragen. Zum Beispiel den Gedanken an den Staat und dessen Ansprüche, Gesetze zu erlassen und mit Gewalt durchzusetzen. Dadurch würde es erheblich weniger Erpressungen und überzeugte Gewalttäter geben.

Wirkungsweise der Erziehung

Kinder und junge Menschen sind sehr leicht zu beeinflussen, weil sie noch nicht gelernt haben, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Dieses nutzen die Erzieher aus, um mit geringem Aufwand einen möglichst großen Nutzen zu erzielen. Dabei gewinnen sie selbst Macht über die noch jungen Menschen und hoffen, dass diese möglichst lange anhält. Auch noch, wenn diese bereits erwachsen sind.

Vielfach basiert Erziehung dabei nicht auf Überzeugen, sondern auf Einreden. Es werden den Kindern also Behauptungen geäußert, die diese gar nicht oder nicht eigenständig überprüfen können.

Spätestens in staatlichen Schulen geht es dann hauptsächlich nur noch darum, dass Menschen willenlos und unselbstständig zu werden. Eigenständiges Denken wird dort konsequent unterdrückt. Dabei wird sehr viel Wissen vermittelt, dass die Heranwachsenden ihr Leben lang nie wieder brauchen.

Wie beschrieben haben Kinder von Geburt an ein intensives Bemühen, eigenständig etwas zu erlernen und vor ihrer Erziehung auch erfolgreich gezeigt. Dieses wird jedoch mit Erziehung unterdrückt und verkümmert.

Das eigenständige Denken nachfolgender Generation wird allgemein nicht gewünscht, weil dabei die Gefahr besteht, dass der Irrtum ihrer vorhergehenden Generation von ihnen erkannt und offen ausgesprochen wird.

Dieses Risiko will kaum ein Erzieher eingehen, weil er sich dann mit sich selbst beschäftigen und ggf. ändern müsste.

Geschichtliche und kulturelle Erziehungsinhalte

Innerhalb der Geschichte der Menschheit und in den verschiedenen Regionen auf der Erde gab es sehr unterschiedliche Formen von Erziehung.

Dabei wurden viel Erkenntnisse und viele Fähigkeiten vermittelt, die zu anderen Zeiten oder in anderen Erdteilen unnütz gewesen wären. Zum Beispiel brauchen Mitteleuropäer heute nicht mehr wissen, wie man Feuer macht oder Tiere jagt.

Die Erzieher vermitteln also stets nur die Lerninhalte, die sie selbst für wichtig halten und bei denen sie selbst glauben, dass sie in den nächsten ca. 30 – 50 Jahren nützlich sein werden.

Sie überlassen es also nicht den Kindern, selbst herauszufinden, was für sie wichtig ist und setzten damit ihre eigenen Interessen über ihre.

Sinnlosigkeit von Erziehung

Die Geschichte der Menschheit ist geprägt von Veränderungen. Im Alter von ca. 15 – 20 Jahren fangen trotz intensiver Erziehung überall auf der Welt die Jugendlichen an, gegen ihre Eltern zu rebellieren. Dabei versuchen sie, deren Art zu leben durch ihre eigene zu ersetzen.

Das Leben auf der Erde verändert sich auch ständig. Dabei entstehen immer neue Probleme und Herausforderungen. Diese konnten bei der Erziehung meist nicht berücksichtigt werden, wodurch die Kinder für diese nicht vorbereitet wurden.

Gleichzeitig werden alte Probleme jedoch dauerhaft gelöst. Zum Beispiel gibt es heute Feuerzeuge, sodass niemand mehr lernen braucht Feuer zu machen. Viele Inhalte der Erziehung sind somit nutzlos.

Zum Beispiel steht die Menschheit heute vor globalen Problemen, die erst in den letzten ca. 10 – 50 Jahren entstanden sind: Umweltzerstörung, Klimawandel, globale Pandemien, usw. Diese wurden bei der Erziehung der heutigen Erwachsenen kaum bis gar nicht berücksichtig, sind heute aber vorrangige Themen.

Auch haben Menschen inzwischen ganz andere Formen des Zusammenlebens als noch vor dieser Zeit. Derzeit ist es sehr wichtig über das Internet miteinander zu kommunizieren, was es zuvor noch nicht gab. Dabei verschwimmen die kulturellen Unterschiede immer mehr und Traditionen sind vielfach unbedeutend geworden.

Indem Menschen durch ihre Erziehung nicht lernen eigenständig zu denken und zu handeln, sind sie für die auf sie zukommenden Probleme und Herausforderungen nicht vorbereitet. Weder weil sie hierfür Wissen vermittelt bekommen haben, noch weil sie gelernt haben eigenständig an Probleme heranzugehen. Entsprechend ist Erziehung oft nicht nur sinnlos, sondern zusätzlich auch schädlich für Kinder.

Fazit: Jede Erziehung ist Betrug

Sinn jeder Erziehung ist, dass die Erzieher versuchen ihre Ansichten und Ziele auf andere Menschen übertragen. Immer üben sie hierbei Druck auf diese aus.

Ob ihre eigenen Vorstellungen jedoch gut sind, können sie nicht wissen, weil sie ihren eigenen Verstand nicht überprüfen können, mit dem sie sich diese gebildet haben. Sie wissen auch nicht, ob ihre eigenen Erfahrungen überhaupt auf das Leben nachfolgender Menschen übertragbar und für diese nützlich sind. Hierfür müsste es eine unveränderliche Realität geben, die jedoch unwahrscheinlich ist. Entsprechend ist die Annahme jeden Erziehers angemessene Erziehungsmaßnahmen zu ergreifen stets lediglich eine unbewiesene Behauptung.

Dennoch erlangen sie fast ständig Vorteile durch sie. Diese erlangen sie indem sie ihre Opfer erfolgreich dazu drängen, sich so zu verhalten, wie sie es sich wünschen.

Das Erlangen von Vorteilen mithilfe bloßer Behauptungen wird allgemein als Betrug bezeichnet.

Der Vorteil der Erziehung liegt mindestens in der eigenen Annahme, selbst das Leben halbwegs richtig verstanden zu haben, und sich damit nicht als Versager zu fühlen. Meist erlangen die erwachsenen Menschen jedoch weitere Vorteile, zum Beispiel im Alter von den Jüngeren versorgt zu werden. Bis es so weit ist, können sie ihre Interessen meist nach ihren Vorstellungen ausleben.

Der Druck, der bei der Erziehung ausgeübt wird, ist also eine perfide Form von Gewalt, deren Auswirkungen die nachfolgende Generation meist ihr gesamtes Leben beeinträchtigt. Erziehung ist also keine harmlose Schwäche, sondern führt fast immer zu lebenslangen Schäden bei Kindern.

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