Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Gerechtigkeit kann nie erlangt werden

Seit sehr langer Zeit versuchen Menschen, durch Gerechtigkeit ihr Leben zu genießen. Jedoch verkennen sie, dass bereits der Ansatz nicht funktionieren kann.

ca. 7 Minuten Lesedauer

Die Idee gegenseitiger Erziehung

Viele Menschen haben das Bedürfnis gut behandelt und angesehen zu werden. Hieraus hat sich die Idee entwickelt, es sei gut, alle Menschen gleich zu behandeln. Also schlechtes Verhalten schlecht zu behandeln und gutes Verhalten gut zu behandeln. Eine derartige Reaktion wird allgemein Gerechtigkeit genannt.

Seit grob 2.000 Jahren gilt sie bei inzwischen den meisten Menschen zunehmend als Voraussetzung für ein Zusammenleben von Menschen.

Diese Ansicht beinhaltet, dass es kein Problem darstellt Menschen absichtlich schlecht zu behandeln oder zu belohnen.

Entsprechend basiert Gerechtigkeit darauf, dass Menschen erst die Handlungen anderer Menschen bewerten und sich anschließend vorsätzlich auf eine bestimmte Weise ihnen gegenüber verhalten.

Somit geht es um die gegenseitige Erziehung zwischen Menschen aufgrund der jeweils eigenen Wertvorstellungen und gleichzeitig um Belohnungen für eigenes vermeintlich richtiges Verhalten zu bekommen.

Mithilfe dieser Idee wird also auf zwei Weisen versucht, das eigene Leben zu verbessern. Ersten, indem anderen Menschen unerwünschtes Verhalten ausgetrieben wird und zweitens, indem man selbst Vorteile für sein eigenes Verhalten bekommt.

Ausgehend von der Ansicht vieler, dass Gerechtigkeit notwendig für das Zusammenleben von Menschen sei, haben viele Menschen Ansprüche entwickelt andere erziehen zu dürfen, teilweise sogar den Wahn dieses zu müssen.

Zum Beispiel werden Mörder unter Berufung auf Gerechtigkeit oft eingesperrt oder sogar hingerichtet. Dieses wird als richtig angesehen, weil diese dasselbe bzw. ähnliches bereits auch getan haben. Ebenfalls wird dieses für notwendig gehalten, um eine Wiederholung sicher auszuschließen und damit weiteres unerwünschtes Verhalten zu verhindern.

Gleichzeitig wird das Verhalten derer, die den Mörder einsperren oder hinrichten belohnt. Einerseits bekommen sie dafür allgemeine Anerkennung und Zustimmung, und anderseits ihren Lebensunterhalt finanziert (sie erhalten ein Gehalt).

Heute wird Erziehung hauptsächlich von Staaten entschieden und durchgeführt.

Die Idee der Gerechtigkeit

Viele Menschen haben das Bedürfnis, nicht benachteiligt zu sein. Jedoch gibt es viele, die das Leben weniger gut behandelt als andere. Dieses schafft oft erst Neid, der später teilweise zu Diebstahl führt. Durch ihn sind dann die benachteiligt, die vom Leben besser behandelt werden.

Entsprechend halten es viele Menschen nicht für gut, dass das Leben nicht zu allen gleich ist, weil sie erkannt haben, dass hieraus Streitigkeiten und Kämpfe entstehen.

Um diese zu verhindern, entstand mit der „Gerechtigkeit“ auch die Idee, die Ungleichbehandlung des Lebens auszugleichen. Hierfür sollen bevorzugte Menschen etwas abgeben, was dann Benachteiligten zugutekommt.

Allerdings ist auch dieses ein Teil der Erziehung. Menschen sollen unter Druck etwas abgeben, wenn Menschen mehr haben als sie benötigen und dieses nicht freiwillig an Notleidende abgeben. Entsprechend wird auf sie mit dem Ziel, dass sie liebevoller werden Druck ausgeübt.

Weiterhin wird versucht, vermeintlich benachteiligten Menschen Vorzuge zu verschaffen. Dieses wird dann „Gleichberechtigung“ genannt. Zum Beispiel haben Frauen und Behinderte zahlreiche Ansprüche, die Männer und Gesunde nicht haben.

Wenn jedoch vermeintlich Benachteiligte Vorzüge bekommen, erhalten damit die übrigen automatisch Probleme in den Weg gelegt. Also in den Beispielen Männer und Gesunde.

Weil es jedoch auch als falsch angesehen wir Druck auf Menschen auszuüben, soll dieses freiwillig geschehen. Der Druck wird jedoch dennoch ausgeübt, weil es eben nicht freiwillig geschieht. Entsprechend wird der Druck als Erziehungsmaßnahme gerechtfertigt, weil sich Menschen vermeintlich falsch verhalten.

Heute wird die Gerechtigkeit ebenfalls hauptsächlich von Staaten vorgegeben und durchgesetzt.

Probleme, Gerechtigkeit zu erkennen

Eine Voraussetzung, um Gerechtigkeit zu erlangen liegt darin, das Verhalten von anderen Menschen zu bewerten. Ohne dieses zu können, wüsste man nicht, wie man darauf reagieren sollte.

Im Beispiel des Mordens betrachten es heute fast alle Menschen als falsch. Jedoch berücksichtigen sie bei ihrer diesbezüglichen Bewertung nicht alle Ursachen, die zu dem jeweiligen Mord geführt haben. Dieses ist schlicht nicht möglich.

Ohne jedoch alle Umstände zu berücksichtigen, aufgrund dessen sich ein Mensch für eine Handlung entschieden hat, ist es unmöglich ihm die Verantwortung dafür zu geben.

Alle Menschen haben jedoch eine gestörte Wahrnehmung. Entsprechend ist kein Mensch zweifelsfrei in der Lage, alle Umstände zu erkennen. Auch Experten haben hierzu keine Qualifikation.

Um das Verhalten von Menschen zu bewerten, müssen Menschen ihren Verstand verwenden, ein anderes Werkzeug hierfür haben sie nicht. Jedoch können Menschen ihren Verstand nicht überprüfen. Auch gibt es keinen Menschen, der sich nicht bereits mal geirrt hat. Entsprechend ist kein Mensch in der Lage, das Verhalten von Menschen zweifelsfrei richtig zu bewerten. Selbst Jesus war vermutlich nicht fehlerfrei und hat sich nicht angemaßt, hierzu fähig zu sein.

Entsprechend betrachten alle Menschen Gerechtigkeit immer aus ihrer individuellen Sicht und gemäß ihren persönlichen Maßstäben, die stets falsch sein können.

Entsprechend gibt es keine Möglichkeit Gerechtigkeit allgemeingültig zu erkennen.

Probleme, Gerechtigkeit herzustellen

Wie beschrieben halten es die meisten Menschen für richtig, Besitz von Gegenständen gleichmäßig unter Menschen zu verteilen.

Hierfür erheben zum Beispiel Staaten sogenannte „Steuern“, für die alle Bürger zusätzlich arbeiten sollen, um sie erbringen zu können. (Ohne Steuern bezahlen zu müssen, bräuchten sie weniger zu arbeiten, um genauso viel zum Leben zu haben.)

Jedoch arbeiten die Steuereintreiber selbst nicht. Sie bestimmen nur, wer wie viel zu leisten hat und wenn dieses nicht freiwillig erbracht wird, nehmen sie es sich gewaltsam. Sie tragen also nicht aktiv zum Wohle von Menschen bei und sind Räuber.

Dieses wird jedoch nicht als Problem angesehen, obwohl ihr Verhalten losgelöst vom Versuch Gerechtigkeit herzustellen als falsch betrachtet wird. Entsprechend haben sie besondere Privilegien.

Gleiches gilt für alle Versuche, Gerechtigkeit ohne das Einverständnis von Menschen herzustellen. Liegt es jedoch vor, würden diese freiwillig anderen etwas von ihrem Besitz abgeben und die Idee der Gerechtigkeit wäre überflüssig.

Somit muss bei Gerechtigkeit stets mit unterschiedlichem Maß bewertet werden. Sowohl in Bezug auf Verteilung von Besitz, als auch auf Handlungen, weil es ohne diese Ungleichbehandlung sich viele nicht am Ausgleich beteiligen würden.

Entsprechend hat Gerechtigkeit nie das Ziel der Vereinheitlichung und ist somit stets ungerecht.

Gerechtigkeit in der Vergangenheit

Die Idee der Gerechtigkeit gibt es wie beschrieben schon sehr lange. Innerhalb dieser Zeit wurde sie von vielen Gesellschaften versucht zu erlangen. Heute beteiligen sich alle Staaten an diesem Versuch.

Sie unterstellen inzwischen nahezu allen Menschen, sich grundsätzlich oft falsch zu verhalten, sodass diese mindestens ständig kontrolliert werden müssten. Auch wird versucht, ständig und großen Einfluss auf die Handlungen aller Menschen zu nehmen, indem sie unter Strafandrohungen zu bestimmtem Verhalten erpresst werden. Die Anzahl dieser Kontrollen und Erpressungen sind inzwischen derart hoch, dass sie kein Mensch alle kennt und entsprechend für seine Handlungen berücksichtigen kann.

Die Ansichten, was gerecht sei, hat sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert und wird heute in allen Staaten unterschiedlich betrachtet. Oft auch innerhalb von ihnen und häufig bereits in einzelnen Familien.

Bislang gab es viele Kämpfe innerhalb von Gemeinschaften, um Gerechtigkeit herzustellen. Inzwischen auch zwischen den meisten Staaten. Offensichtlich haben sie also nicht zu Frieden zwischen Menschen bzw. zu deren geführt, obwohl sich heute fast alle Menschen daran beteiligen und hierbei einen extrem hohen Aufwand treiben.

Entsprechend ist zu vermuten, dass die Idee von Gerechtigkeit grundsätzlich nicht funktioniert, um Frieden und Harmonie für alle zu erlangen.

Fazit: Gerechtigkeit ist stets Betrug

Menschen können weder erkennen, was Gerechtigkeit ist noch diese gerecht herstellen.

Jedoch behaupten viele dieses zu können und erlangen durch ihre diesbezüglichen unbewiesenen Behauptungen Vorteile. Das Erlangen von Vorteilen aufgrund bloßer Behauptungen wird allgemein als Betrug betrachtet.

Der Betrug von Gerechtigkeit liegt in der Anmaßung von Menschen, das Verhalten anderer Menschen bewerten zu können und anschließend Vorteile mithilfe eigener Gewalt zu erlangen.

Die Vorteile liegen mindestens in der angenehmen Emotion, hierzu fähig zu sein. Jedoch erlangen Menschen, die diese tun meist weitere Vorteile, indem sie selbst Handlungen vollziehen, die gemäß ihren eigenen Maßstäben falsch sind.

Zum Beispiel bilden Richter und Polizisten zusammen eine Vereinigung, der erst das Verhalten Dritter bewertet und anschließend mithilfe von Gewalt ihre persönlichen Ansichten durchsetzen. Mit diesem Verhalten bestreiten sie vollständig ihren Lebensunterhalt und bekommen zusätzlich Anerkennung dafür.

Entsprechend ist jeder Mensch ein Betrüger, wenn er versucht, Gerechtigkeit zu erlangen. Hierzu reicht es aus, andere aufzufordern, sich gerecht zu verhalten.

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