Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Normalität ist nicht anstrebenswert

Viele Menschen wünschen sich Normalität, ohne sich Gedanken über sie zu machen. Langfristig ist sie aber ihr Untergang und dient zuvor hauptsächlich Betrügern.

ca. 5 Minuten Lesedauer

Der Begriff „Normalität“

Oft wünschen sich Menschen in schwierigen Zeiten ihre vorherige Normalität zurück.

Die meisten Menschen meinen damit eine Lebensweise bzw. Umstände ihres Lebens, an die sie sich vor ihren aktuellen Problemen gewöhnt haben. Sie behaupten, das von ihnen gewünschte Leben braucht nicht infrage gestellt werden und sei allgemein anerkannt.

Fast immer meinen sie, einen Anspruch auf die jeweiligen bisherigen Umstände zu besitzen und sind entsprechend nicht bereit ihre Lebensweise allgemein infrage zu stellen.

Das Selbstverständnis bzgl. ihrer Vorstellungen ist derart ausgeprägt, dass die gemeinten Lebensweisen und -umstände aber auch so gut wie nicht erforscht und beschrieben werden. Sie gelten als selbstverständlich.

Heute gehören zum Beispiel für nahezu alle Menschen der Staat, viele Verträge, die Wissenschaft, die Kirchen und Geld zu ihrer Normalität. Entsprechend werden diese nicht grundlegend hinterfragt oder prinzipiell infrage gestellt. Im Gegenteil: Die meisten Menschen verteidigen diese und erwarten von anderen, dass sie respektiert werden.

Fragwürdigkeit der Normalität

Die Fragwürdigkeit von selbstverständlichen Annahmen lässt sich an Beispielen erkennen.

Beispiel 1:
Jesus wurde hingerichtet, weil er sich als „König der Juden“ betrachten ließ. Dieses war für die Machthaber des Römischen Reichs nicht akzeptabel, weil sie sich selbst als wichtigere Menschen betrachteten.

Beispiel 2:
Früher gingen alle Menschen davon aus, dass die Erde eine Scheibe sei. Dieses wurde lange nicht hinterfragt und Zweifel daran galten als absurd.

Beispiel 3:
Nachdem vermutet wurde, dass die Erde eine Kugel ist, galt sie allgemein als der Mittelpunkt des Universums. Das heliozentrische Weltbild (die Sonne als Mittelpunkt) galt hingegen als Ketzerei und Menschen, die es propagierten, wurden verfolgt.

Diese Beispiele haben gemein, dass erst etwas angenommen und behauptet wurde, was dann allgemein als zweifelsfrei angesehen war. Heute hingegen halten alle Menschen die genannten Beispiele für Irrglauben.

Damals blockierten sie die jeweilige Weiterentwicklung der Menschheit und heute sind die meisten Menschen froh, dass diese Denkblockaden überwunden wurden.

Entsprechend gibt es prinzipiell Gründe die jeweils gültige Normalität zu hinterfragen. Wer möchte, kann dieses jederzeit für sich alleine problemlos tun.

Probleme, die Normalität infrage zu stellen

Viele Menschen hatten sich in der Vergangenheit an die jeweilige Normalität gewöhnt und in ihr viele Ansprüche entwickelt. Auf diese wollten sie nicht verzichten. Entsprechend versuchten sie, die Normalität und die mit ihr verbunden Ansprüche zu verteidigen, falls jemand auf die Idee kam sie infrage zu stellen.

Gerade Machthaber fürchteten sich sehr davor, dass etwas bekannt wird, wodurch andere Menschen nicht mehr auf sie hören. Und ihre jeweilige Gefolgschaft hatte Angst davor, dass die Machthaber sie nicht mehr anderen bevorzugten. Meist beschützten sie daher gemeinsam ihre errungenen Privilegien mit teilweise großem Druck bis hin zu Gewalt, Einsperrungen und Mord.

Dieses Problem hatten aber nicht nur Menschen wie Jesus, Galileo Galilei oder Martin Luther in der Vergangenheit. Auch in der Gegenwart werden weltweit Menschen genauso behandelt, wenn sie eine Normalität öffentlich infrage stellen.

Jedoch bestehen zum Beispiel alle Ansprüche als Teil einer Normalität nur aufgrund von Behauptungen. Entsprechend ist es einfach, diese zu enttarnen oder sie gar als Lüge zu widerlegen. Hierfür reichen bloße Äußerungen aus, die heute über die Medien einfach weitergegeben werden können.

Somit ist es also einerseits gefährlich, eine aktuelle Normalität offen infrage zu stellen, aber anderseits auch einfach und jeder kann das tun.

Normalität ist nie anhaltend

Aus der Vergangenheit hatten viele Gesellschaften jeweils eine weitverbreitete und kaum hinterfragte Normalität. Hierzu gehörten neben diversen Ansprüchen geklärte Machtverhältnisse, verbreitete Glaubensansichten und vieles mehr.

In der jeweiligen Zeit waren einzelne Menschen durch sie sehr erfolgreich, einflussreich und wohlhabend. Die Masse der Menschen jedoch verarmte jeweils zunehmend durch sie. Sowohl materiell, als auch geistig.

Dabei gab es auch immer wieder Bestrebungen von Menschen, die so geschaffene Normalität für lange Zeit aufrechtzuerhalten. Teilweise gab es Planungen über viele Generationen hinweg. Adolph Hitler plante sogar für 1.000 Jahre.

Und doch gingen in der Vergangenheit alle weit entwickelten Zivilisationen unter, ihre Ansichten wurden als falsch enttarnt und nachfolgende Gemeinschaften verstanden nicht, warum niemand zuvor den jeweiligen Irrglauben bzw. die vielen von ihnen durchschaute.

Meist endete eine Normalität nach langanhaltender Unterdrückung und zunehmender Verarmung des Volkes oder durch Naturkatastrophen.

Eine seltene Ausnahme war das Ende der DDR: Die von der Regierung aufgezwungene Normalität wurde nur mithilfe von gewaltfreiem Druck des Volkes beendet. Entsprechend ist es möglich die Normalität in einer Gemeinschaft zu verändern, ohne dass die gesamte Gemeinschaft untergeht.

Fazit: Normalität ist nicht anstrebenswert

Viele Menschen versuchen, in einer Normalität zu leben. Damit ersparen sie sich die Mühe eigenständig zu hinterfragen, was allgemein anerkannt ist. Nur dadurch ist es möglich, dass sich Irrglauben und Unterdrückung über lange Zeit etablieren. Auch heute gibt es zahlreiche Mythen.

Durch derartige Mythen können nicht alle Menschen ihr Leben in einer Zeit genießen. Auch verhindert eine Normalität die Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Gemeinschaft. Beides führte bislang fast immer zu deren Untergang.

Zwar hatten in der Vergangenheit viele Menschen die Hoffnung, dass sie persönlich davon verschont bleiben würden. Jedoch galt das jeweils nicht für die letzten in der Kette und es gibt kein Grund zur Annahme, dass sich daran etwas ändern wird.

Entsprechend kann keine Gemeinschaft dauerhaft mit einer Normalität ihr Leben genießen. Vor ihrem jeweiligen Ende gibt es meist große Differenzen. Diese steigern sich meist bis hin zu einer Revolution mit sehr viel Gewalt, viel sinnlos zerstört wird. Daher ist sie nicht anstrebenswert.

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