Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Verlangen nach Respekt offenbart Minderwertigkeit

Viele Menschen fordern, respektiert zu werden. Damit zeigen sie sich selbst falsch einzuschätzen und sich nicht um ein friedliches Miteinander zu bemühen.

ca. 4 Minuten Lesedauer

Das Bedürfnis von Menschen sich selbst als wertvoll zu betrachten

Viele Menschen haben das Bedürfnis, einen besonderen Wert zu haben. Jedoch zweifeln sie selbst diesen zu besitzen und hoffen daher, eine Bestätigung hierfür von anderen zu bekommen.

Jedoch lehnen sie gleichzeitig jegliche Hinweise auf ihre möglichen Fehler ab. Diese würden in ihnen erneut Zweifel an ihrem Wert aufkommen lassen.

Entsprechend wünschen sie sich von anderen ständig und anhaltend ein Verhalten, das sie ihnen vorgeben, um dadurch selbst angenehme Ansichten über sich zu haben.

Das Verhalten, das sie sich hierbei von anderen wünschen wird allgemein als Respekt bezeichnet.

Das Einfordern von Respekt

Der Wunsch und das Einfordern von Respekt sind oft bei Menschen zu sehen, die sich selbst anderen gegenüber erheben. Zum Beispiel beim Staat und in Kirchen: Die Staatsdiener und Würdenträgern halten sich selbst für bessere Menschen und möchten von anderen, dass diese dieses anerkennen.

Hierfür nennen sie sich selbst „Respektspersonen“ und behaupten gleichzeitig, ihnen gebühre Gehorsam und Gefolgschaft. Sie wollen also neben der reinen Anerkennung ihrer frei erfundenen Titel auch noch Macht über andere Menschen haben.

Um möglichst viel Respekt zu bekommen, wird dieser von ihnen meist als Tugend dargestellt, um andere zu animieren, diesen zu erbringen.

Jedoch erfordert ein respektvolles Verhalten stets die eigene Unterwerfung ihrer Erbringer. Erst durch diese erhalten die vermeintlich besseren bzw. höhergestellten Menschen die von ihnen gewünschte Bedeutung.

Sie ist dann die Grundlage, damit sich andere Menschen ihnen unterwerfen und von ihnen vorschreien lassen, wie sie zu leben hätten.

Um möglichst viel Respekt und Macht zu bekommen behaupten Respektspersonen fast ständig, gegenseitiger Respekt sei die Grundvoraussetzung für ein friedliches Miteinander.

Aufgrund dieser Ansicht glauben sie meist, respektlose Menschen züchtigen zu dürfen oder gar zu müssen.

Jedoch beziehen sie dieses nur auf andere Menschen, die sich respektlos darstellen. Für sich selbst beanspruchen sie stets eine Freistellung der Züchtigung, weil sie selbst vermeintlich höhere Ziele verfolgen und hierfür auserwählt seien.

Der Irrsinn von Respekt

Respektspersonen halten sich selbst für wertvoller als diejenigen, von denen sie Respekt erwarten. Entsprechend sind sie nicht bereit, sich mit ihnen auf eine Stufe zu stellen oder sich ihnen zu unterwerfen. Also verhalten sie sich selbst nicht respektvoll.

Weiterhin übertragen sie die Verantwortung für ihre eigene Ansicht, sie seien wertvoll, an andere. Das tun sie, indem sie dieses dazu drängen, ihnen ihren Wert ständig zu bestätigen. Dieses brauchen sie, um es selbst zu glauben. Sie sind also selbst nicht bereit, die Verantwortung für ihre eigenen Ansichten über sich zu tragen.

Gleichzeitig maßen sie sich jedoch fast immer an, besser als andere entscheiden zu können, was diese tun sollten. Gerade bei den Beispielen vom Staat und den Kirchen ist diese Anmaßung deutlich zu erkennen. Die Verantwortung für ihre Verhaltensvorgaben an ihre Anhänger lehnen sie ebenfalls strikt ab.

Menschen, die Respekt einfordern, sind also nicht bereit, sich selbst infrage zu stellen oder sich selbst zu ändern. Damit versuchen sie nicht, ihre eigenen Fehler zu erkennen und sind dadurch unfähig, diese zu beseitigen. Sie bemühen sich selbst also nicht, sich anderen Menschen gegenüber richtig zu verhalten.

Ohne ihr eigenes Bemühen hierbei tragen sie somit selbst nicht zu einem friedlichen Miteinander bei. Somit fordern sie von anderen ein Verhalten, das sie selbst nicht bereit sind zu leben.

Schlimmer noch: Sie erwarten Anerkennung von Menschen, die aus ihrer Sicht dümmer als sie selbst sind. Somit halten sie diese für unfähig ihre eigenen Qualitäten beurteilen zu können, weil sie ihnen die Fähigkeit hierzu absprechen. Falls sie mit ihrer Ansicht bessere Menschen zu sein richtig liegen würde, wäre die Forderung nach Respekt eine Überforderung an sie. Dieses ist ein Zeichen Unfähigkeit der vermeintlichen Respektspersonen.

Fazit: Die Aufforderung respektiert zu werden ist stets Betrug

Die Aufforderung an andere Menschen sich respektvoll zu verhalten soll diese dazu bringen, deren Verhalten an die eigenen Ansprüche anzupassen. Sie basiert auf der Behauptung, selbst wertvoll zu sein, was von keinem Menschen bewiesen werden kann.

Aufgrund bloßer Behauptungen eigene Vorteile zu erlangen wird allgemein als Betrug betrachtet.

Der Vorteil beim Einfordern von Respekt liegt mindestens darin, gute Ansichten über sich selbst zu bekommen und dadurch angenehme Emotionen zu haben.

Aber meist wird zusätzlich ein bestimmtes Verhalten der anderen erlangt. Zum Beispiel die Unterwerfung dem Staat oder der Kirche gegenüber. Damit führt die Aufforderung zu Respekt meist zu Macht, die fast immer missbraucht wird. Zum Beispiel, um sich bedienen zu lassen, Abgaben zu erhalten und sich selbst nicht angemessen verhalten zu brauchen.

Der Betrug beim Einfordern von Respekt liegt in der Behauptung, wertvoll zu sein und durch sie etwas zu erlangen und anderes nicht erbringen zu brauchen.

Jedoch kann kein Mensch seinen eigenen Verstand überprüfen und gleichzeitig hat jeder eine gestörte Wahrnehmung. Dadurch ist jede Behauptung, ein wertvoller Mensch zu sein frei erfunden und meist falsch, wie zum Beispiel beim Staat und den Kirchen ausführlich beschrieben.

Mit ihrem Verlangen respektiert zu werden zeigen Menschen, selbst nicht von ihrem Wert überzeugt zu sein oder andere Menschen übervorteilen zu wollen. Beides wird allgemein als minderwertig betrachtet.

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