Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Sicherheit bleibt immer eine Illusion

Viele Menschen haben ständig Ängste und versuchen, diese durch Sicherheit zu überwinden. Dabei fallen sie auf stets Betrüger herein und werden oft enttäuscht.

ca. 5 Minuten Lesedauer

Der Wunsch von Menschen, keinen Gefahren ausgesetzt zu sein

Das Leben ist voller Gefahren, jeder kennt Zahlreiche von ihnen und kann sich leicht vorstellen, was alles passieren kann. Entsprechend haben Menschen Angst davor und wünschen sich einen Zustand, in dem sie keine Angst haben.

Der Fall, in dem sie alle Gefahren zuverlässig ausschließen wird als Sicherheit bezeichnet.

Dieser Fall können sie auf zwei Weisen erreichen. Einerseits, wenn sie sich keine Gefahren mehr vorstellt und andererseits, wenn es keine Gefahren mehr gibt.

In jedem Fall meint „Sicherheit“ die vollständige Abwesenheit von Ängsten vor entsprechenden Gefahren. Also nicht nur die Verringerung von Ängsten oder die bedingte Abwesenheit.

Sicherheit durch Gedankenkontrolle

Der einfachste Weg keine Gefahren mehr zu erkennen ist schlicht Naivität. Naive Menschen stellen sich nicht vor, was alles passieren kann. Jedoch sind gerade diese oft ängstlich, weil ihnen meist viel widerfährt, ohne dass sie dieses zuvor in Betracht gezogen haben. Ihnen passiert so viel, weil sie sich nicht bemühen, Gefahren zu erkennen und zu vermeiden.

Ein anderer Weg ist durch Vertrauen in eine höhere Macht (zum Beispiel Gott) so viel Zuversicht zu entwickeln, dass man frei von Ängsten ist. Zwar kann man diesen Zustand erreichen, aber die höhere Macht ist dann immer noch in der Lage etwas zu arrangieren, was unerwünscht ist. Zum Beispiel wird Jesus nachgesagt, er hätte diesen Zustand erreicht gehabt. Dennoch wurde er unfreiwillig hingerichtet. Kurz vor seinem Tod soll er noch Gott vorgeworfen haben: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Er hatte also erkannt, dass sein Vertrauen in Gott nicht in seinem Sinne erfolgreich war.

Sicherheit durch Gefahrenabwehr

Die Alternative ist alle möglichen Gefahren aus dem Weg zu räumen.

Zum Beispiel findet dieser Weg in Deutschland beim Bau von Häusern Anwendung. Zum Schutz vor Einstürzen eines individuellen Hauses werden alle erdenklichen örtlichen Risiken betrachtet und berechnet, wie viel Stabilität notwendig ist, damit es nicht einstürzt. Dieser Weg funktioniert in diesem Beispiel recht gut: In Deutschland stürzen nur sehr selten Häuser ein.

Jedoch kommt es dennoch vor. Zum Beispiel, wenn zu viel schwerer Schnee auf dem Dach liegt. Also mehr als zuvor berücksichtigt wurde. Oder, wenn etwas Unerwartetes auf das Dach fällt, wie ein Baum. Auch ist es möglich, dass das Fundament zum Beispiel durch Wasser weggespült wurde und das Haus deshalb einstürzt. Offensichtlich funktioniert dieser Weg in diesem Beispiel zwar gut, aber nicht vollständig.

Gefahrenabwehr kann unmöglich zuverlässig funktionieren

Der Zustand der Sicherheit wurde in der Vergangenheit immer wieder erst versprochen, anschließend ist aber dennoch etwas passiert. Ein weiteres Beispiel ist die Titanic: Sie sank, obwohl sie als unsinkbar galt.

Bleibt also die Frage, ob es überhaupt theoretisch möglich ist, Sicherheit zu erlangen?

Menschen können nur die Gefahren berücksichtigen und versuchen zu umgehen, die ihnen einfallen. Dafür verwenden sie ihren Verstand, den sie aber nicht überprüfen können und der vermutlich nie fehlerfrei funktioniert. Entsprechend können Menschen vermutlich nicht alle Gefahren berücksichtigen.

Außerdem ist fraglich, ob es eine Realität gibt, die die Menschen verstehen könnten. Diese ist unwahrscheinlich. Entsprechend können Menschen vermutlich nicht alle Gefahren berücksichtigen, weil sie das Leben vermutlich nicht verstehen können.

Weiterhin können Menschen nicht in die Zukunft schauen, aber das Leben entwickelt sich ständig weiter. Sie können also nicht die Gefahren berücksichtigen, die erst in der Zukunft auftreten. Jedoch geht es bei Ängsten stets um Ereignisse, die in der Zukunft stattfinden.

Sollte es eine höhere Macht geben, würde diese vermutlich auch in das Leben von Menschen eingreifen, so wie im Beispiel von Jesus‘ Hinrichtung berichtet wird. Es wäre also nicht möglich, alle Eingriffe dieser Macht zu verhindern, weil kein Mensch Kontrolle über diese haben kann.

Menschen können also zahlreiche Gefahren nicht abwenden, deren vollständige Beherrschung aber erforderlich wäre, um von „Sicherheit“ sprechen zu können.

Sicherheit durch Wiedergutmachung

Eine weitere Möglichkeit Ängsten zu begegnen sind im Voraus geplante Strategien, wie mögliche Nachteile durch Gefahren wieder ausgeglichen werden.

In Deutschland sind dafür zum Beispiel Versicherungen bekannt. Sie versprechen im Fall von Schäden, diese meist durch Zahlung von Geld wiedergutzumachen. Die Idee ist dabei, dass alle materiellen Schäden durch neue Gegenstände ersetzt werden.

In jedem Fall entsteht bei einer Wiedergutmachung aber dennoch erst der Schaden. Und mit ihm entstehen meist auch etliche weitere Probleme, die meist nicht erstattet werden. Weiterhin treten zusätzliche Risiken auf, zum Beispiel Zahlungsverweigerung.

Wiedergutmachungen verhindern also in keinem Falle, dass ein Schaden entsteht, sondern mildern nur die daraus entstehenden Probleme ab. Somit bieten Wiedergutmachungen keine Sicherheit.

Sicherheit durch Schutz anderer

Gerne versuchen Menschen, anderen Sicherheit durch ihren Schutz anzubieten. In Deutschland macht das zum Beispiel der Staat seinen Bürgern gegenüber.

Aber der Schutz stößt an dieselben Probleme wie bei der Gefahrenabwehr. Nur werden die Aufgaben an den Schützenden (im Beispiel den Staat) übertragen.

Entsprechend bietet Schutz ebenfalls keine Sicherheit.

Fazit: Wer Sicherheit verspricht, ist ein Betrüger

Es kann keine Sicherheit geben. Entsprechend ist jeder Mensch, der Sicherheit verspricht ein Scharlatan, Wichtigtuer oder Hochstapler.

In jedem Fall versucht er, etwas zu versprechen, was nicht versprochen werden kann und bekommt damit durch bloße Behauptungen einen Vorteil. So etwas wird allgemein Betrug genannt.

Der Vorteil für ihn liegt mindestens in seiner Emotion, das Leben zuverlässig zu beherrschen. Meist bekommt er aber weitere konkrete Vorteile. Zum Beispiel Macht, weil andere Menschen tun was er vorschlägt und durch sie kann er dann seine Interessen leichter erlangen. Oft bekommt er aber auch konkrete Gegenleistungen für die vermeintliche Sicherheit, die er verspricht. Zum Beispiel Geld oder andere Gefälligkeiten.

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