Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Beeinflussungen aufgeben und nutzen

Wir beeinflussen ständig andere Menschen, ohne dieses zu bemerken, und sehen kein Problem darin. Aber wir irren heftig: Dieses führt zwangsläufig zu Streit.

ca. 13 Minuten Lesedauer

Zahlreiche Formen gegenseitiger Beeinflussungen

Wir Menschen nehmen gerne und viel Einfluss auf andere. Wenn wir Gewalt anwenden, ist das offensichtlich. Aber wir tun das oft auch auf ganz andere Arten.

Zum Beispiel erlässt der Staat Gesetze, an die sich alle Menschen halten sollen. Untereinander beeinflussen wir uns oft mit Verträgen, Kompromissen, Schildern, Hinweisen oder Bitten.

Aber auch die Erziehung unserer Kinder ist ebenfalls unser Versuch andere zu beeinflussen.

In Diskussionen versuchen, wir andere Menschen von etwas zu überzeugen. Auch das ist unser Bemühen, sie zu verändern, indem wir ihre Ansichten gegen andere tauschen wollen.

Und wenn wir versuchen, ein besserer Mensch zu sein, möchten wir meist, dass sich andere Menschen etwas von uns abschauen. Das ist ebenfalls eine Form der Manipulation.

Bereits wenn wir uns nur wünschen, andere mögen sich ändern, bekommt Gott das mit. Somit ist dieses bereits ein Gebet und damit ein Versuch Einfluss auf andere zu nehmen.

Aber auch scheinbar harmlose Äußerungen sind Beeinflussungen. Zum Beispiel Komplimente oder Formen von Humor. Mit ihnen nehmen wir Einfluss auf die Emotionen anderer Menschen.

Probleme gegenseitiger Beeinflussungen

Das Problem bei unseren Bemühungen Einfluss auf andere zu nehmen liegt darin, dass wir ständig Spiegelbildern von uns begegnen. Das können wir nicht vermeiden, weil es der Sinn unseres Lebens ist.

Weil wir versuchen, andere zu beeinflussen, geraten wir entsprechend an Menschen, die das bei uns probieren. Entsprechend stehen irgendwann Menschen gegenüber, die jeweils vom anderen erwarten, dass sich dieser ändern möge. Das ist Streit.

Wenn wir dann nicht einsichtig werden, dass unser Wunsch falsch ist und mit unserer Beeinflussung nicht aufhören wollen, müssen wir zwangsläufig energischer werden. Dadurch gelangen wir natürlich an andere Menschen, die ebenfalls energischer uns gegenüber werden. Früher oder später setzen wir alle physische Gewalt ein, weil wir uns anders nicht mehr zu helfen wissen. Spätestens dann haben wir Krieg.

Entsprechend fangen wir selbst an zu kämpfen, wenn wir lediglich unbewusst einen falschen Gedanken zulassen. Denn auch unkontrollierten Gedanken werden meist erst Wünsche und später Handlungen.

Wenn wir anderen zum Beispiel ein Kompliment machen, erheben wir uns in die Position, über sie urteilen zu können. Oder anders ausgedrückt: Wir bewerten etwas an oder von ihnen. Bei jeder Form von Humor ist es ähnlich: Wir erheben uns in eine Position, in der wir jemand all dumm, blöd oder minderbemittelt darstellen. Das ist auch eine Bewertung, weil wir dabei so tun, als wären wir besser.

Indem wir versuchen, uns über andere Menschen erheben, begegnen uns welche, die das ebenfalls bei uns tun. Dann stehen sich Menschen gegenüber, die sich gegenseitig versuchen übereinander zu erheben und das führt wieder zu Streit.

Zusätzlich geraten wir hierbei mit Gott in Konflikt, da ausschließlich er fähig ist, Menschen zu bewerten. Wir versuchen hierbei, seine Privilegien ebenfalls für uns zu beanspruchen. Das wird er sich kaum auf Dauer von uns gefallen lassen und uns zurechtweisen.

Ursachen der gegenseitigen Beeinflussung

Wir Menschen wollen unser Leben genießen. Dazu verführt uns unser Ego. Gott hat das bei seiner Schöpfung dieser Welt absichtlich so vorgesehen, damit wir vieles ausprobieren und selbst herausfinden, wie das jeweils ist.

Dafür müssen wir erst etwas selbst ausprobieren und schauen, wohin das führt. Währenddessen fühlen wir uns selbst mit dem, was wir gemacht haben. Anschließend geraten wir an andere Menschen, die den gleichen Versuch starten. Dann fühlen wir, wie sich unser vorheriger Versuch aus einer äußeren Perspektive anfühlt und wohin er für Außenstehende führt.

Damit wir möglichst viele Erfahrungen auf diese Weise machen, verführt uns unser Ego ständig zu den unterschiedlichsten Handlungen. Dafür gibt es uns auch das Verlangen Einfluss auf andere zu nehmen. Es redet uns ein, wir würden dadurch unser Leben mehr genießen.

Unter anderem führt das dazu, dass wir ausprobieren uns für wichtig zu halten. Dann versuchen wir, andere zu erziehen, weil wir annehmen dafür bestimmt zu sein. Es sind sehr angenehme Emotionen zu glauben, derart wichtig, dafür bestimmt und dazu fähig zu sein. Diese wollen wir genießen.

Auch verleitet uns unser Ego zur Annahme, etwas zu verstehen, was andere nicht tun. Hierdurch bekommen wir die Emotion, besser als andere zu sein und genießen dieses.

Unser Ego verführt uns auf diese Weise zu zahlreiche Beeinflussungen anderer, mit denen wir Streit anfangen. Hierfür redet es uns stets ein, dieses sei nicht schlimm und hätte keine Konsequenzen für uns.

Das ist jedoch falsch, weil wir wie beschrieben irgendwann zwangsläufig auf Spiegelbilder von uns treffen und dadurch selbst angegriffen werden. Möglicherweise noch in diesem Leben, vielleicht aber auch erst in einem Leben unserer Wiedergeburt.

Irrsinn gegenseitiger Beeinflussungen

Wir Menschen können unseren Verstand nicht überprüfen. Entsprechend sind wir unfähig einzuschätzen, ob unsere Ansichten richtig sind.

Es ist also möglich, dass wir versuchen, andere in eine Richtung zu beeinflussen, die für sie falsch ist. Zum Beispiel Adolph Hitler tat das, als er andere dazu aufrief „Menschen niederer Rassen auszurotten“. Den Fehler dabei haben sie erst erkannt, nachdem bereits sehr viele Menschen getötet wurden.

Auch heute gibt es viele Mythen, die wir entzaubern sollten, um unseren eigenen Irrtum zu erkennen. Wir sollten sogar bewusst unsere eigenen Fehler suchen, damit wir sie nicht weiter begehen.

Dabei müssen wir unsere Unfähigkeit erkennen, andere Menschen erziehen zu können. Diese basiert schon darauf, dass wir nicht wissen, welche Ziele sie sich vor ihrer Geburt als Mensch für diese Leben vorgenommen haben.

Vielleicht wollen sie einer Sucht verfallen, um zu erkennen, Verantwortung für sich selbst übernehmen zu müssen. Wenn wir sie dann davon abhalten süchtig zu werden, nehmen wir ihnen die Möglichkeit dieses zu lernen. Entsprechend kann es ein Fehler von uns sein, wenn wir versuchen, Drogen von ihnen fernzuhalten. Falls wir damit erfolgreich sind, können sie nicht lernen, der Versuchung durch sie zu widerstehen. Auch sollten wir nicht ihre Probleme für sie lösen, da diese vielleicht dafür bestimmt sind, ihren Frust derart zu steigen, dass sie der Versuchung erliegen.

Da wir nie wissen, welche Ziele sich andere Menschen für ihr derzeitiges Leben ausgewählt haben, können wir nicht selbst herausfinden, durch welche Beeinflussung wir sie dabei unterstützen können.

Entsprechend sind letztlich alle unsere Bemühungen andere zu beeinflussen letztlich nur unsere Selbstbefriedigung, durch die wir versuchen, unser Leben mehr zu genießen.

Beeinflussungen anderer sinnvoll nutzen

Andere Menschen sind sich oft nicht bewusst, dass es töricht ist, uns zu beeinflussen, und tun es entsprechend. Wir sollten nicht versuchen, sie davon abzuhalten, das wäre wiederum eine Beeinflussung von uns.

Auch sollten wir das nicht tun, wenn sie uns angreifen. Schließlich wissen nicht, warum Gott uns mit ihnen zusammengebracht hat und wie wir uns in diesen Begegnungen weiterentwickeln können.

Gemeinsam mit Gott haben wir uns vor unserer Geburt vorgenommen bestimmte Erfahrungen zu machen vieles zu lernen.

Vielleicht ist es hierfür für uns hilfreich, ständig ein Opfer zu sein, um Geduld und Demut zu lernen. Wenn wir andere davon abhalten uns zu misshandeln, können wir Geduld und Demut in diesen Bereichen nicht lernen. Aber sie gehören zur Liebe, die letztlich das Ziel unserer Weiterentwicklung innerhalb unserer Wiedergeburt ist.

Da wir aber oft Spiegelbildern von uns begegnen, sollten wir andere Menschen so genau wie möglich analysieren und herausfinden, wie sie sind. Anschließend können wir uns fragen, warum Gott sie zu uns geführt hat. Oft zeigen sie uns unsere eigenen Fehler. Wenn wir sie anschauen, erkennen wir uns selbst. Dann sollten wir uns entsprechend ändern und erfüllen damit den Sinn unseres Lebens.

Sich Beeinflussungen anderer entziehen

Allgemein sollten wir uns den Beeinflussungen anderer entziehen. Es ist unsere Aufgabe, eigenständig zu werden und selbst herauszufinden, wie wir angemessen leben.

Hierfür sollten wir zum Beispiel jegliche Werbung von uns fernhalten und uns aus den Nachrichten nicht sagen lassen, was wichtig sei. Beides sind Versuchungen, denen wir widerstehen müssen.

Aber dazu gehört auch, dass wir uns weder von einem Arbeitgeber, noch vom Staat etwas vorschreiben lassen. Gott ist der Einzige, der uns Vorschriften machen darf.

Er möchte das jedoch nicht. Vielmehr ist sein Wille, dass wir eigenständig werden und uns ohne seinen Einfluss in allen Situationen angemessen verhalten. Dennoch tut er das teilweise, indem er uns mit Menschen zusammenführt, die ihrer Versuchung nicht widerstehen können, uns Vorschriften zu machen.

Es spricht aber nichts dagegen, bei einem Arbeitgeber oder selbstständig für Auftraggeber zu arbeiten. Jedoch sollte dieses stets eine gleichberechtigte Zusammenarbeit sein, bei der niemand versucht andere zu beeinflussen.

Nachdem wir das alles versucht haben uns nicht beeinflussen zu lassen und Menschen das weiterhin mit uns versuchen, dürfen wir sie liebevoll auffordern, das sein zu lassen. Dieses erklären wir am besten mit dem Hinweis, dass wir lernen wollen eigenständig zu sein und dafür selbst herausfinden möchten, was richtig und wichtig im Leben ist.

Wenn sie dann nicht damit aufhören, sollten wir uns von ihnen zunehmend mehr bis vollständig distanzieren. Auch, wenn sie unsere Freunde sind. Dieses sollten wir allerdings nicht als Erziehungsmaßnahme für sie ansehen, sondern als ein Selbstschutz für uns.

Gott die Beeinflussung anderer überlassen

Nur Gott weiß, welche Ziele andere Menschen sich für dieses Leben vorgenommen haben und welche Potenziale in ihnen stecken. Entsprechend kann nur er die passende Beeinflussung für sie wählen.

Entsprechend sollten wir es ihm überlassen andere Menschen zu erziehen bzw. falls nötig zu korrigieren. Er hat darin auch viel mehr Übung und weiß viel besser als wir, wie die Menschen verändert werden können.

Diese Einsicht fällt uns schwer, da Gott dieses oft nicht entsprechend unserer Ansichten tut. Vielmehr lässt er sehr viel geschehen, was wir für falsch halten. Aber auch dann ist es unsere Aufgabe, ihm diese Rolle zuzugestehen.

Wir sollten dabei lernen, ihm zu vertrauen und ihm zu überlassen, wen er wann wie erzieht. Währenddessen können wir Geduld, Demut, Toleranz usw. üben.

Wir sollten noch nicht mal unsere Kinder erziehen. Wir wissen auch bei ihnen nicht, warum sie leben und welche Ziele sie sich für dieses Leben vorgenommen haben. Möglicherweise hat Gott sie zu uns geschickt, damit wir von ihnen etwas lernen sollen oder sogar, damit sie uns erziehen. Vielleicht haben sie bereits mehr Leben als wir hinter sich und sind deutlich weiter in ihrer Entwicklung.

Auch ist es möglich, dass ihre Aufgabe später im Leben darin liegt Herrscher zu besiegen. Dann kann ihre Kindheit ohne Erziehung ihnen helfen, eigenständig zu stark zu werden.

Selbstlos Dienen als Unterstützung für Gott

Wir sollten uns stets darauf beschränken, anderen so liebevoll wie möglich selbstlos zu dienen. Hierbei dürfen wir nicht den geringsten Einfluss auf sie nehmen. Damit geben wir Gott die Möglichkeit, uns anderen Menschen als Vorbild zu geben.

Falls Gott glaubt, dass es für uns und andere gut wäre, wenn sie sich uns zum Vorbild nehmen, wird er sie mit uns zusammenführen. Aber dann bringt er sie dazu, sich etwas von uns abzuschauen.

Natürlich spricht nichts dagegen, wenn wir anderen Menschen Tipps geben, falls diese das möchten. Daher sollten wir sie stets fragen, ob sie Tipps von uns möchten, bevor wir ihnen welche geben.

Auch ist es nicht falsch ihnen etwas beizubringen, wenn sie dazu einladen. Hierzu gehört aber, dass wir ihnen die Entscheidung überlassen, ob sie unsere Hilfe möchten und falls ja, in welchen Bereichen bzw. in welchem Umfang. Hierbei müssen wir der Versuchung widerstehen, Ausreden zu erfinden, um sie ohne ihre vorherigen Bitten zu beeinflussen.

Falls sie nicht von alleine auf die Idee kommen uns zu einzuladen liegt es in Gottes Zuständigkeit, sie notfalls dazu zu drängen. Aber diese Entscheidung liegt bei ihm und er wird sie nur treffen, wenn er es für notwendig hält.

Wir sollten andere auch nicht dazu bringen wollen, uns in ihrer Not um Hilfe zu bitten. Wenn wir so eine bei ihnen eine erkennen, sollten wir vielmehr versuchen, sie durch unser selbstloses Dienen zu beenden. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir ggf. unseren Feinden freiwillig den Lebensunterhalt bestreiten und sie bedienen, während sie uns erpressen oder gar misshandeln.

Eigene Wünsche ohne Beeinflussung verfolgen

Teilweise haben wir berechtigte Bedürfnisse oder Nöte, die nicht von unserem Ego stammen. Bei ihnen dürfen wir andere liebevoll unsere Probleme mitteilen. Allerdings dieses nur als Einladung uns zu helfen, falls wir vermuten, sie möchten dieses tun. Entsprechend müssen wir hierbei auf jeglichen Druck verzichten.

Würden wir anderen nichts von unseren Problemen sagen, würden wir ihnen die Chance nehmen, uns aus Liebe selbstlos zu dienen. Jedoch liegt die Entscheidung ausschließlich bei ihnen, ob sie dieses tun möchten oder nicht.

Auch wenn wir die größte Not haben, sollten wir keinen Druck auf andere ausüben. Es ist niemals ihre Aufgabe, uns zu helfen, sondern stets die von Gott. Es liegt alleine bei ihm, uns Menschen zu schicken, die uns helfen möchte und sie dazu zu motivieren.

Natürlich ist er dazu jederzeit in der Lage. Jedoch tut er es dennoch oft nicht, um uns zu helfen, etwas zu lernen oder uns weiterzuentwickeln. Das könnte zum Beispiel unsere Einsicht sein, dass niemand außer ihm für unser Wohl zuständig ist. Vielleicht sollen wir aber auch lernen, Leid auszuhalten.

Aber wenn wir andere einladen, uns zu helfen, sollten wir uns dabei nicht ihnen unterwerfen. Natürlich braucht jeder Mensch Hilfe von anderen, auch ohne minderwertig zu sein. Wenn wir ihnen das Gefühl vermitteln, bessere Menschen zu sein und mehr zu können als wir es tun, führen wir sie in Versuchung sich über uns zu erheben. Wie beschrieben führt das wieder zu Streit.

Verzicht von Beeinflussungen führt zu Frieden

Da unsere Beeinflussungen anderer stets zu Streit führen, müssen wir damit aufhören. Dadurch gelangen wir weniger an Menschen, die mit denen wir streiten.

Weiterhin müssen wir die Beeinflussungen anderer solange ertragen und sie sinnvoll für uns nutzen, bis Gott uns von ihnen befreit. Auf diese Weise erfüllen wir den Sinn unseres Lebens, indem wir Erfahrungen machen und uns weiterentwickeln.

Sobald wir unsere selbst gewählten Ziele erreicht haben, gibt es für Gott keinen Grund uns weiter leiden zu lassen. Weil er uns liebt, beschützt er uns anschließend von den Beeinflussungen anderer. Somit erfahren wir dann keine Angriffe von Menschen mehr und haben dadurch äußeren Frieden.

Allerdings schaffen wir es nur auf unsere Beeinflussung von Menschen zu verzichten, wenn wir diese und ihre Art zu leben bedingungslos akzeptieren. Dafür müssen wir lernen, die Verführungen unseres Egos zu erkennen und ihnen zu widerstehen.

Indem wir kein falsches Verlangen mehr zulassen und alle Menschen bedingungslos akzeptieren, haben wir auch inneren Frieden.

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