Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Beleidigungen sinnvoll nutzen

Wir alle mögen nicht beleidigt werden, aber andere zu beleidigen, stört uns weniger. Geschickt eingesetzt können uns Beleidigungen sogar Frieden verschaffen.

ca. 8 Minuten Lesedauer

Das Wesen von Beleidigungen

Wir Menschen kommunizieren gerne und oft miteinander. Dabei reden wir auch häufig über unsere Mitmenschen. Entweder ihnen direkt, oder Dritten gegenüber.

Da wir nicht alle Menschen mögen, äußern wir dieses teilweise auch. Einerseits machen wir das, um uns selbst und unsere Ansichten wichtig zu machen, anderseits um den Betroffenen schlecht zu machen. In beiden Fällen versuchen wir, das Verhältnis des Ansehens zwischen uns und ihm zu unserem zu unseren Gunsten zu verändern.

Dieses Verhalten wird allgemein als Beleidigung bezeichnet.

Meist verletzt es den jeweils betroffenen Menschen, weil sein Ansehen im Verhältnis zu unserem dabei abgewertet wird.

Bei Beleidigungen geht es also ausschließlich um Ansichten von Menschen. Sowohl um die Eigenen, als auch um die anderer.

Allerdings hängen vom Ansehen einer Person meist auch weitere Faktoren ab. Zum Beispiel identifizieren sich viele Menschen mit ihrem Ansehen. Wird es durch Beleidigungen verändert, fühlen sie sich verletzt, weil vermeintlich ein Teil von ihnen (ihr Ansehen) beschädigt wurde.

Wenn jemand besondere Fähigkeiten nachgesagt werden kann er dieses nutzen, um materielle Vorteile zu erlangen. Politiker machen das zum Beispiel, indem sie nur damit Geld verdienen, dass sie ihre Ansichten äußern. Schafft es jemand, ihr Ansehen zu zerstören, hören Menschen nicht mehr auf sie. Folglich verlieren sie ihre Position und verdienen kein Geld mehr.

Entsprechend können Beleidigungen nicht nur emotionales Leid auslösen, sondern auch zu materiellem Schaden führen. Somit sind Beleidigungen Angriffe auf andere Menschen und werden entsprechend allgemein negativ angesehen.

In jedem Fall erfolgt der entsprechende Angriff ausschließlich mithilfe von verbalen Äußerungen, also ohne physische Handlungen.

Dennoch kann ein immenser materieller Schaden die Folge sein. Zum Beispiel wurde Bernie Madoff als Betrüger enttarnt. Der entstandene finanzielle Schaden belief sich auf mehr als 65 Milliarden US-Dollar und er wurde zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt. Ausschließlich Worte anderer Menschen lösten dieses aus.

Motivation und Vorteile von Beleidigungen

Wir Menschen haben alle ein Ego. Das ist der Anteil von uns, der uns dazu bringt uns Ansichten zu bilden. Eigene Ansichten über uns selbst und andere Menschen. Aber auch Ansichten über unsere Ansichten und über die, anderer Menschen.

Weiterhin verführt uns unser Ego auch dazu, bestimmte Ansichten zu haben. Wenn wir zum Beispiel glauben, wir seien ein besserer oder wichtigerer Mensch als andere, belohnt es uns mit einer angenehmen Emotion. Meinen wir hingegen, wir hätten keinen Wert haben wir unangenehme.

Unser Ego bringt uns auch dazu, unsere Emotionen genießen zu wollen. Entsprechend verführt es uns ständig zu Handlungen, mit denen wir unsere eigenen Ansichten und die anderer verändern.

Zum Beispiel kleiden wir uns gerne so, wie andere Menschen es für schön halten, damit sie die Ansicht haben, damit sie uns bewundern. Dieses interpretieren wir als dahingehend, dass wir wertvoll seien, und bekommen dadurch angenehme Emotionen.

Entsprechend investieren wir viel Zeit und Energie in die Beeinflussung von Ansichten. Sowohl unsere Eigenen, als auch in die anderer. Dazu gehören auch Beleidigungen, also Handlungen in Form von verbalen Äußerungen.

Wie beschrieben führen die meist gleichzeitig zu Vorteilen für uns und zu Nachteilen für andere, was häufig wiederum ein Vorteil für uns darstellt. Entsprechend haben wir einen Grund, andere zu beleidigen.

Nachteile von Beleidigungen

Der Sinn unseres Lebens liegt unter anderem darin, dass wir uns selbst erkennen. Hierfür hat Gott unser Leben so erschaffen, dass wir Spiegelbilder von uns selbst begegnen. Diese begegnen uns in Form anderer Menschen. In ihnen erkennen wir uns selbst.

Entsprechend führen unsere Beleidigungen anderen gegenüber dazu, dass Dritten begegnen, die uns beleidigen. Und weil Beleidigungen Angriffe sind, erleben wir daher selbst keinen Frieden und Wohlstand, wenn wir andere Menschen beleidigen.

Allerdings ist uns dieser Zusammenhang meist nicht bewusst, weil unsere Handlungen und die unserer Peiniger zeitlich stark getrennt sind. Teilweise begegnen uns unsere Spiegelbilder erst in einem anderen Leben unserer Wiedergeburt.

Entsprechend dumm ist es von uns, andere zu beleidigen.

Grundlagen für Beleidigungen

Jede Beleidigung zielt auf die Ansichten von Menschen. Wir können andere nur beleidigen, weil sie eigene und andere Menschen, welche über sie haben. Ohne Ansichten von Menschen wären Beleidigungen somit wirkungslos.

Wir Menschen haben Ansichten, weil wir annehmen, sie wären zutreffend. Würden wir das von ihnen nicht glauben, wäre es für uns sinnlos, sie zu bilden oder zu behalten.

Unsere Annahme sie wären zutreffend basiert auf unserem Glauben, dass wir eine treffende Wahrnehmung und einen funktionierenden Verstand zu besitzen. Nur aufgrund dieses Glaubens bilden und behalten wir Ansichten.

Weiterhin benötigen wir eine Motivation, unsere Ansichten beeinflussen zu wollen. Hierzu verführt uns unser Ego. Ohne dieses wären uns unsere Ansichten und die anderer egal.

Beleidigungen zerstören nur Täuschungen

Durch Beleidigungen können wir und andere nur Ansichten verändern.

Allerdings basieren alle Ansichten wie beschrieben auf der Annahme, sie seien richtig. Jedoch sind wir alle psychisch gestört und haben keine vollständig treffende Wahrnehmung. Auch können wir alle unseren Verstand nicht auf korrektes Funktionieren hin überprüfen.

Entsprechend ist unsere Annahme, unsere Ansichten seien richtig schlicht töricht: Keiner von uns kann sich sicher sein, dass seine Ansichten angemessen sind. Schon unsere Annahme, es gäbe eine Realität, ist vermutlich falsch. Damit wissen wir nicht mal, ob wir real existieren. Entsprechend sind unsere Annahmen vermutlich lediglich Illusionen.

Und nur diese Illusionen werden durch Beleidigungen zerstört.

Entsprechend sind Beleidigungen lediglich Ent‑täuschungen von Illusionen, die wir uns zuvor selbst gebildet haben.

Allerdings entwickeln wir Menschen gerne Illusionen, weil uns unser Ego dazu verführt.

Tiere haben kein Ego, entwickeln somit keine Täuschungen und können folglich durch Beleidigungen nichts verlieren und werden somit durch sie nicht verletzt.

Wir hingegen können durch Beleidigungen unsere Illusionen verlieren. Durch sie büßen wir also nur etwas ein, was wir nie hatten und was auch keinen Wert hat. Vielmehr verlieren wir nur unsere Täuschungen.

Eigene Beleidigungen sinnvoll nutzen

Durch Beleidigungen verlieren wir Menschen unsere Täuschungen. Allerdings identifizieren wir uns oft mit ihnen. Oder anders ausgedrückt: Wir Menschen haben einen Wahn, sobald wir uns Ansichten über uns oder andere Menschen bilden.

Durch Beleidigungen wird dieser Wahn offenbart.

Entsprechend können sie uns helfen, unseren Wahn zu erkennen und damit nicht länger Störungen zu haben. „Störungen“ sind Umstände, die uns stören.

Ansichten von Menschen stören uns, in Frieden zu leben, weil wir uns ständig bemühen, sie zu beeinflussen, statt uns auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren. Auch leiden wir teilweise unter den Emotionen, die sie in uns auslösen. Zum Beispiel, wenn wir glauben, wertlos zu sein.

Sobald wir verstand haben, dass Beleidigungen uns von unseren Störungen befreien, können wir uns über sie freuen. Entsprechend sollten wir andere Menschen sogar einladen, uns zu beleidigen, und ihnen für ihre Beleidigungen danken.

Dann können wir die Beleidigungen über uns nutzen, unsere eigenen Fehler zu suchen. Also Bereiche, in denen wir uns selbst täuschen bzw. an unsere falschen Annahmen festhalten.

Je öfter und intensiver sie das machen, umso mehr unserer eigenen Täuschungen können wir überwinden und werden dadurch freier.

Wenn wir es geschafft haben, alle unsere Täuschungen zu enttarnen, also alle unsere Ansichten zu zerstören, kann uns niemand mehr durch verbale Äußerungen Leid zufügen.

Nur so können wir Beleidigungen anderer entkommen, indem sie uns schlicht egal sind.

Alle anderen Versuche von uns, uns nicht beleidigen zu lassen, wird Gott nicht dauerhaft gelingen lassen. Das tut er, weil er uns von unserem Wahn befreien möchte, damit dieser uns nicht mehr stört. Entsprechend sollten wir Gott gegenüber dankbar sein, dass wir Beleidigungen nicht entkommen können.

Behutsamer Einsatz eigener Beleidigungen

Unsere Beleidigungen anderen gegenüber sind stets Angriffe von uns. Wie beschrieben müssen wir auf sie verzichten, wenn wir in Frieden leben wollen.

Jedoch müssen wir dafür auch die Verantwortung für uns selbst übernehmen. Dazu gehört, dass wir uns dagegen wehren von anderen misshandelt und ausgenutzt zu werden.

Wenn ein Mensch versucht, Macht über uns zu erlangen, müssen wir ihn auf seine Illusion hinweisen etwas besser wissen zu können als wir. Dieses ist stets zweifelhaft, weil Menschen ihren Verstand und ihre Wahrnehmung nicht überprüfen können. In dem Falle sollten wir ihm dieses ruhig erklären und ihn darauf hinweisen, dass wir gerne eigenständig denken und handeln möchten.

Dieses sollten wir zum Beispiel allen Staatsdienern gegenüber tun, wenn sie uns Vorschriften machen. Darauf haben sie keinen Anspruch.

Auch von Experten sollten wir uns nicht belehren lassen, sondern uns eigenständig entscheiden, von wem wir Ratschläge annehmen. Dabei sollten wir uns nicht nur auf die Wissenschaft verlassen, weil sie nur eine Glaubenssache ist. Auch Kirchen sind nicht hilfreich, da sie sich hautsächlich selbst feiern.

Menschen, die glauben etwas besser zu wissen als wir sollten wir entsprechend versuchen aus dem Weg zu gehen. Erst wenn sie dieses nicht zulassen, sollten wir ihn auf ihren Wahn hinweisen, um uns selbst zu schützen.

Jedoch beleidigen wir sie damit. Dieses könnten sie sich aber selbst ersparen, wenn sie ihre Illusion überwinden oder uns nur in Ruhe lassen. Entsprechend sollten wir ihnen anbieten, ihnen zu helfen ihren Irrtum zu erkennen.

Allerdings ist es nicht unsere Aufgabe andere Menschen von Illusionen zu befreien. Entsprechend dürfen wir ihren „Wahn“ nur dann erwähnen, wenn sie uns in ihm belästigen und damit nicht aufhören wollen.

Dieses müssen wir aber sehr behutsam tun, weil Menschen in ihrem Wahn oft sehr aggressiv reagieren, wenn sie ahnen dieser könnte offensichtlich werden.

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