Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?

Bitten und Danken führt zu Streit

Die Worte „Bitte“ und „Danke“ sind so selbstverständlich, dass wir nicht erkennen mit ihnen zu Streit und Krieg beizutragen. Wir sollten auf sie verzichten.

ca. 6 Minuten Lesedauer

Die Verwendung von „Bitte“ und „Danke“

Bereits als Kleinkindern wurde uns allen beigebracht oft „Bitte“ oder „Danke“ zu sagen. Seither verwenden wir diese Wörter meist, ohne über sie nachzudenken.

„Bitte“ verwenden wir einerseits, wenn wir etwas von jemand anderem haben möchten oder als Antwort, wenn jemand sich bei uns bedankt.

„Danke“ sagen wir hingegen, wenn wir etwas bekommen haben, um ihm im Gegenzug eine Emotion zu geben. Zum Beispiel ein Gönner zu sein.

In beiden Fällen geht es um etwas Materielles, Aufmerksamkeit, Schutz oder Ähnliches.

Zusätzlich verwenden „Danke“ Anführer, wenn ihre Untergebenen bzw. Gläubigen etwas geleistet haben. Damit geben sie ihnen die Emotion wichtig zu sein.

Entsprechend verwenden wir diese beide Wörter ausschließlich für gegenseitige Beeinflussungen.

Wirkungsweisen von Bitten und Danken

Mit jedem Einsatz bzw. Einfordern von „Bitte“ oder „Danke“ drücken wir stets eine Rangordnung untereinander aus.

Indem wir jemand um etwas bitten, zeigen wir ihm, dass er entscheiden darf und wir uns seiner Entscheidung unterwerfen. Indem wir uns bedanken, machen wir dasselbe im Nachhinein.

Von anderen erwarten wir den Einsatz dieser Unterwürfigkeit genauso, indem wir uns gerne bitten lassen und ihre Dankbarkeit erwarten.

Diese gegenseitigen Unterwerfungen erwarten wir als Anerkennung, dass jeder von bestimmte Ansprüche besitzt. Zum Beispiel auf Gegenstände, die wir jeweils als unser „Eigentum“ betrachten oder auf eigenen Entscheidungen, von denen wir annehmen diese selbst frei wählen zu dürfen. Entsprechend wünschen wir uns von anderen den Respekt unserer Ansichten.

Wenn wir uns als Anführer bedanken geben anderen die Emotion wichtig zu sein. Allerdings nie so sehr, wie wir es selbst glauben zu sein. Mit der Annahme so eines Danks (oder einer Auszeichnung) akzeptieren wir die Wichtigkeit des Anführers. Entsprechend ist auch diese Verwendung ein Teil unserer gegenseitigen Unterwerfungen.

Da wir beide Wörter jeweils im Zusammenhang mit der Übertragung von Gegenständen oder Erbringung von Leistungen verwenden sind sie Formen von Bezahlungen. Wir erkaufen uns also stets etwas mit ihnen.

Motivation des Bittens und Dankens

Wir alle haben zahlreiche Bedürfnisse. Diese bekommen wir am einfachsten befriedigt, indem andere Menschen sich darum bemühen. Dazu können wir sie am einfachsten animieren, indem wir Bedürfnisse von ihnen befriedigen.

Um dieses zu können, müssen wir natürlich etwas haben, was wir hierfür anbieten können. Entsprechend versuchen wir stets viele Gegenstände, Fähigkeiten oder Macht zu besitzen, um durch sie andere Menschen dazu bringen unsere Bedürfnisse zu befriedigen.

Mit den Worten „Bitte“ und „Danke“ stimuliert wir unseren gegenseitigen Austausch von Gegenständen, Dienstleistungen oder Emotionen.

Notwendigkeit für unsere gegenseitigen Motivierungen

Wir brauchen Anregungen, um die Bedürfnisse anderer zu befriedigen, weil wir und unsere Mitmenschen meist gierig und faul sind. Wir alle wollen möglichst viel besitzen und gleichzeitig nur tun, was uns Freude bereitet. Dazu gehört nur selten, die Bedürfnisse anderer zu befriedigen.

Zu diesem Verhalten verführt uns unser Ego. Das ist der Teil von uns, der uns nur an uns und unseren Vorteil denken lässt. Dabei verführt er uns zum Anhäufen von Besitz und zu vielen sinnlosen Handlungen. Dieses schafft er, indem es uns einredet, wir würden dadurch angenehme Emotionen bekommen und dann unser Sein genießen.

Zum Beispiel gibt uns unser Ego die angenehme Emotion der Macht, wenn wir Besitz haben, den andere auch haben möchte oder gar benötigen. Dann redet es uns sein, wir bräuchten von ihm nur etwas abgeben, wenn wir etwas anderes dafür bekommen. Hierbei erwarten wir mindestens die Unterwürfigkeit unserer Mitmenschen, indem sie sich bei uns bedanken. Hierdurch bekommen wir die Emotion mächtig bzw. wichtig zu sein und genießen damit unser Leben.

Nachteile durch Bitten und Danken

Jede Unterwürfigkeit ist eine Form von Hierarchie und ist somit eine Trennung zwischen uns und anderen. Dieses nehmen wir als Emotion der Einsamkeit wahr und leiden unter ihr.

Um unser Leid zu kompensieren, lassen wir uns anschließend meist von unserem Ego zu Handlungen verführen, die uns langfristig Nachteile verschaffen, sogenannten Versuchungen. Falls wir dieses Prinzip nicht rechtzeitig bemerken, werden wir oft süchtig und bereiten dann uns und anderen viel Leid.

Wenn wir in der Hierarchie anderen gegenüber unterlegen sind, gibt uns unser Ego meist das Gefühl des Neids und verführt uns dann teilweise zu konkreten Angriffen gegen sie. Dieses führt oft zu Streit, der teilweise im Krieg endet. Unter beidem leiden wir mindestens, weil wir dadurch einsamer werden.

Sind wir hingegen im oberen Teil von Hierarchien, werden wir oft angegriffen, weil auch andere diese Position begehren und haben dadurch ebenfalls keinen Frieden.

Durch jede Verwendung von „Bitte“ und „Danke“ verstärken wir diese Hierarchien und fördern damit Streit und Krieg.

Zwar glauben viele von uns, diese gewinnen zu können. Aber langfristig (möglicherweise erst in einem folgenden Leben unserer Wiedergeburt) gelangen wir zwangsläufig in die Position der Verlierer. Dieses können wir nicht verhindern, weil wir als Menschen immer an Spiegelbilder von uns geraten. Dieses hat Gott als Sinn unseres Lebens auf der Erde so festgelegt, damit wir uns selbst erkennen. Entsprechend haben wir keine Chance, uns diesem Mechanismus zu entziehen.

Frieden erlangen durch Verzicht auf Bitten und Danken

Indem wir auf „Bitte“ und „Danke“ verzichten, verringern wir die Hierarchien zwischen uns. Dadurch erreichen wir sofort mehr Verbundenheit untereinander und überwinden die für uns unangenehme Emotion der Einsamkeit.

Solange wir uns anderen unterwerfen erlauben wir ihnen, uns zu erpressen. Das nutzen sie dann meist und lang anhaltend aus. Wir stiften sie also dazu an, gegen uns zu kämpfen, wenn wir sie um etwas bitten oder uns bei ihnen bedanken. Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass wir Frieden erlangen, wenn wir es lassen.

Indem wir darauf verzichten uns bitten zu lassen oder Dank einfordern, kommen wir dem Frieden genauso näher, weil wir uns dadurch nicht mehr über andere erheben. Entsprechend sollten wir anderen stets selbstlos dienen, ohne etwas dafür zu fordern.

Wenn sie uns danken, sollten wir sie davon abhalten. Das können wir, indem wir ihnen unsere Freude zeigen ihnen ihre zu bescheren. Das macht sie erst verlegen und meist fangen später an, es genauso zu machen. Dadurch weitet sich der Frieden aus.

Davon hält uns jedoch unser Ego ab. Entsprechend müssen wir es erst erkennen und durchschauen, um es anschließend zu überwinden.

Nachdem wir alle Erfahrungen dessen gesammelt haben, was wir zuvor selbst gemacht haben, gelangen wir auch weiterhin an Spiegelbilder von uns. Wenn wir uns nur damit beschäftigen anderen Freude zu bescheren, begegnen uns langfristig Mitmenschen, die uns ebenfalls diese ebenfalls tun. Dadurch bekommen wir dann alles, was wir zum Leben benötigen, ohne bitten bzw. danken zu brauchen. Dadurch können in Frieden leben.

Andere können wir am einfachsten dazu anstiften uns Freude zu bereiten, indem wir uns über ihr Wirken uns gegenüber freuen und ihnen diese Freude offen zeigen. Hierdurch erleben wir gemeinsame Freude und fühlen uns mehr miteinander verbunden. Das macht es ihnen schwer, gegen uns zu kämpfen, wodurch wir zwangsläufig Frieden erlangen.

Letzte Änderung:

erforderlich

erforderlich