Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Selbstloses Dienen

Anderen zu dienen ist kein Zeichen von Minderwertigkeit. Wenn wir das richtig machen, profitieren wir selbst davon am meisten. Aber das ist nicht einfach.

ca. 13 Minuten Lesedauer

Der Grund, anderen zu dienen

Wir Menschen begegnen oft unseren eigenen Spiegelbildern. Das können wir nicht verhindern, weil es Teil des Sinns unseres Lebens ist.

Um in den Genuss zu gelangen selbst gedient zu bekommen, ist es entsprechend unabdingbar anderen zu dienen.

Unser Dienen für andere ist aber auch ein Teil der Liebe, die wir ihnen erweisen können. Und nur durch diese Liebe gelangen wir selbst in den Genuss, geliebt zu werden.

Entsprechend wird unser eigenes Leben friedlicher und liebevoller, indem wir anderen dienen.

Eine Motivation des Dienens

Unsere Motivation, anderen zu dienen, sollte aber selbstlos sein. Solange wir ihnen aus egoistischen Intensionen Vorteile verschaffen, begegnen uns egoistische Menschen. Also welche, die versuchen uns zu übervorteilen. Und dann haben wir keinen Frieden, sondern Mangel.

Entsprechend müssen wir unser Ego erkennen und überwinden, bevor wir anderen selbstlos aus Liebe heraus dienen können. Solange wir das noch nicht geschafft haben, verführt es uns ständig zu falschem Dienen, mit dem es uns verführt, einen Vorteil für uns zu erhaschen.

Gut erkennen können wir dieses zum Beispiel beim Staat. Er gibt vor seinen Bürgern zu dienen. Aber wenn wir ihn genau betrachten, erkennen wir, dass dieses nur geheuchelt ist und sie letztlich ihm dienen.

So ein egoistisches Dienen führt zu Streit, weil der Dienende versucht mehr zu bekommen als zu geben. Und weil Menschen ständig Spiegelbildern von sich begegnen, gelangen dabei immer welche aneinander, die sich gegenseitig versuchen zu übervorteilen. Dadurch entsteht zwangsläufig erst Mangel, dann gegenseitige Vorwürfe und anschließend Streit.

Die Vorbereitung auf das Dienen

Bevor wir anderen gut und zu unserem eigenen Vorteil dienen können, müssen wir lernen, dieses selbstlos aus Liebe anzubieten. Dafür müssen wir unser Ego erkennen und überwinden.

Somit fängt unser Dienen damit an, dass wir uns selbst in gute Diener wandeln.

Gott möchte uns dabei gerne helfen. Entsprechend können wir ihn mit einem Gebet bitten dieses zu tun: „Gott, mach‘ aus mir einen guten Diener.“ Dieses Gebet erfüllt er gerne, weil er möchte, dass es anderen Menschen gut geht und er dafür unsere Hilfe braucht.

Jedoch kommt dabei zunächst wahrscheinlich viel Leid auf uns zu. Vermutlich verlieren wir vieles, was uns bislang hilft das Leben zu genießen. Das können materielle Gegenstände und Reichtum sein, aber auch Anerkennung und Freunde.

Die Wandlung von einem angesehenen Machthaber zu einem selbstlosen Diener ist ein langer Weg. Aber dieser lohnt sich für uns, weil auf nichts Schöneres möglich ist, als aus Liebe zu dienen. Und die Liebe ist die Bereitschaft, alles zu geben, ohne etwas zu erwarten.

Hingegen bereitet egoistische Dienen nur Emotionen der Größe und Überlegenheit. Jedoch führen sie zur Sucht, die schnell schal wird, wenn nicht immer stärkere Emotionen erzielt werden. Daher kann egoistisches Dienen jeweils nur kurzfristig angenehme Emotionen verschaffen und führt stets in einen Teufelskreis aus Streit und Neid und somit nie zu dauerhaftem Frieden.

Die Vorbereitung anderen zu dienen, also die eigene Wandlung, ist noch unabhängig von dem jeweiligen Dienst. Während dieser Phase brauchen wir noch keine Vision, wie und wodurch wir anderen dienen wollen. Dabei geht es nur um uns.

Die eigene Aufgabe suchen

Unser Dienen soll nicht ausschließlich anderen Freude bereiten, sondern genauso uns selbst. Diese spüren wir aber nur, wenn wir den Dienst übernehmen, den Gott zur Zeit für uns vorgesehen hat.

Auch geht es nicht ausschließlich darum, dass andere von uns profitieren, sondern genauso, dass wir selbst davon einen Vorteil haben. Damit ist nicht Anerkennung oder Reichtum gemeint, sondern unsere Weiterentwicklung. Sie ist ebenfalls Sinn unseres Lebens.

Wenn wir uns diese Herausforderung an einer geeigneten Stelle annehmen und dabei etwas lernen, spüren wir diese Freude. Das funktioniert natürlich nur, wenn wir etwas machen, was wir noch nicht beherrschen.

Andere Menschen versuchen das oft genauso. Entsprechend ist klar, dass sie nicht perfekt in ihrem Wirken sind und sich stets noch verbessern können und sollten. Sobald dieses verstanden haben, wird unser Anspruch an andere deutlich geringer, weil wir erkennen, dass sie Fehler machen dürfen und sollen. Denn nur so können sie lernen. Diese Einsicht führt zu viel Nachsicht mit ihnen und damit zu Frieden zwischen uns.

Um unsere Aufgabe zu finden, ist es wichtig, unsere eigenen Fähigkeiten und unser Potenzial zu erkennen, damit wir eine passende wählen können.

Mit dem folgenden Gebet können wir Gott bitten, uns dabei zu unterstützen: „Gott, hilf mir, mich selbst zu erkennen.“ Aber dieses führt fast nie zur Einsicht binnen Sekunden, sondern meist zu vielen neuen Problemen. Bei ihren Bewältigungen lernen wir uns selbst kennen und finden heraus, welchen Aufgaben wir uns am liebsten stellen.

Erst dadurch können wir herausfinden, wo und wie wir am besten dienen können. Und es ist wichtig, den für uns passenden Dienst zu finden und zu ergreifen, da wir nur mit ihm zufrieden sind und Freude empfinden.

Den eigenen Dienst finden

Unsere eigene Aufgabe anderen zu dienen können wir vielleicht selbst finden. Aber das betrifft hauptsächlich einfache Aufgaben. Diese sind meist für Menschen geeignet, die erst wenige vorherige Leben absolviert haben, denn sie haben noch Probleme eigenständig zurechtzukommen. Entsprechend sind diejenigen mit einfachen Aufgaben oft nicht minderwertig, sondern nur ungeübt.

Anspruchsvolle Wirkungsbereiche hingegen sind schwer zu erkennen. Das Leben ist voller Veränderungen und ständig neuer Herausforderungen. Entsprechend sind etliche Aufgaben der Zukunft heute noch nicht erkennbar.

Um sie übernehmen zu können, müssen entsprechend Menschen vorbereitet werden, ohne sie erkennen zu können. Das können sie nicht alleine. Dafür brauchen sie Gottes Hilfe, denn er kennt die Zukunft und die Herausforderungen für Menschen in ihr.

Entsprechend können wir unsere eigene Aufgabe nicht alleine finden. Entweder, weil wir noch zu unerfahren sind, oder weil wir die Zukunft noch nicht kennen.

Um ein guter Diener zu werden brauchen wir somit wieder Gottes Hilfe. Darum können wir ihn wieder mit einem Gebet bitten: „Gott, hilf mir eine für mich passende Aufgabe zu finden.“

Jedoch wird er uns nach diesem Gebet nur selten an eine Position führen, an der jemand mit unseren Fähigkeiten gebraucht wird. Vielmehr bekommen wir wahrscheinlich zuvor viele Probleme, durch die wir zusätzliche Kompetenzen entwickeln müssen, um später von ihm an eine passende Stelle geführt zu werden. Effektiv dienen können wir also erst, nachdem wir die dafür notwendigen Fähigkeiten erlernt haben.

Die Zusammenarbeit mit Gott

Um ein guter Diener zu sein, müssen wir entsprechend zuvor lernen, intensiv mit Gott zusammenzuarbeiten und ihm zu vertrauen.

Jedoch brauchen wir auch in dieser Phase Nahrung, Kleidung und mehr. Vielleicht gibt uns Gott diese ohne unser Zutun. Aber wahrscheinlicher möchte er uns beibringen, ihm zu vertrauen und zu folgen. Dann kann es sein, dass wir viele wechselnde Herausforderungen bekommen, um an das Benötigte zu gelangen.

Damit wir anderen Menschen ein guter Diener sein zu können brauchen wir in jedem Fall die Unterstützung von Gott. Entsprechend müssen wir lernen, mit ihm zusammenzuarbeiten und ihm zu vertrauen. Dafür müssen wir eigenständig sein, uns also nichts von anderen Menschen vorschreiben lassen.

Entsprechend ist ein guter Diener nicht derjenige, der willenlos ständig das tut, was er gesagt bekommt. So ein Mensch ist nur ein Sklave, der beständig ausgenutzt wird.

Ein guter Diener ist vielmehr jemand, der sich eigenständig von Gott führen lässt und sich von ihm zeigen lässt, wo und wie sein Dienst gerade am meisten gebraucht wird.

Hinweise für den passenden Dienst erkennen

Gott möchte, dass es uns gut geht und wir zufrieden sind. Entsprechend müssen wir eine Aufgabe wählen, bei der wir Freude empfinden und alles benötigte von ihm bekommen.

Dazu ist es hilfreich, etliches auszuprobieren und zu schauen, wie es uns gefällt und wobei er uns segnet. Allerdings ist auch hierbei wieder wichtig, nichts zu tun, wozu uns unser Ego verführt. Dauerhaft zufrieden sind wir nur mit Aufgaben, von denen andere mehr als wir selbst profitieren. Dazu gehören aber nicht ausschließlich Menschen, sondern genauso Tiere, Pflanzen und die gesamte Umwelt.

Natürlich überfordert es uns, dieses alles zu überblicken. Aber das weiß Gott und hilft uns gerne, wenn wir ihn darum bitten: „Gott, hilf mir, anderen selbstlos zu dienen.“ Erst mit diesem Gebet sind wir in der Position, in der uns Gott haben möchte. Mit diesem zeigen wir ihm, dass wir selbstlos geworden sind und uns das Wohl genauso wichtig, wie unser Eigenes ist.

Vermutlich wird Gott uns als Antwort auf dieses Gebet Probleme anderer Menschen, Tiere, Pflanzen oder der ganzen Umwelt verdeutlichen. Wir geraten also erneut an Schwierigkeiten. Um in ihnen gut dienen zu können, müssen wir zuvor selbst lernen diese zu lösen. Und das schaffen wir am schnellsten, wenn wir persönlich unter einen entsprechenden Druck geraten.

Der richtige Zeitpunkt des Dienens

Andere Menschen haben die Aufgabe, eigenständig zu werden. Entsprechend liegt es nicht bei uns, ihnen Eigenständigkeit abzunehmen. Vielmehr sollen sie zuvor erkennen diese zu ergreifen. Erst danach werden sie sich wirklich freuen, Unterstützung zu bekommen. Dann ist ein guter Zeitpunkt ihnen zu dienen.

Wenn wir hingegen zu lange warten sie zu unterstützen, geraten sie unnötig in große Probleme. Wenn wir das unnötig zulassen, lieben wir sie nicht richtig.

Es ist also schwer den passenden Zeitpunkt zu finden anderen zu dienen.

Oft ist es aber auch ihre Aufgabe, selbstständig zu werden. Dann ist es unsere Aufgabe, ihnen zu zeigen, wie sie ihre Probleme eigenständig lösen können. Allerdings sollten wir uns dabei nicht als ihr Erzieher oder Vormund geben. Vielmehr ist es unsere Aufgabe, ihnen liebevoll vorzuleben, wie sie selbstständig ihre Probleme angehen können. Dann dienen wir, indem wir sie solange immer wieder unterstützen, bis sie selbst gelernt haben, die Probleme selbst zu lösen.

Es ist wiederum schwer zu erkennen, wie viel wir ihnen dabei dienen sollten. Wenn wir das zu früh tun begreifen sie nicht, selbstständig werden zu müssen. Unterstützen wir ihnen zu lange, lernen sie nicht rechtzeitig, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Somit ist es eine Herausforderung für uns, anderen zum passenden Zeitpunkt zu dienen.

Den passenden Umfang des Dienstes wählen

Andere Menschen brauchen in Bereichen Hilfe, in denen sie selbst nicht die entsprechenden Fähigkeiten haben. Dabei sollten wir ihnen dienen, am besten, indem wir ihnen helfen es zu lernen. Dafür sollten wir sie aber nicht belehren, sondern nur anbieten, von uns etwas abzuschauen.

Hierbei geht es darum, dass wir ihre Eigenständigkeit fördern und sie zu nichts zu drängen. Wir können unseren Verstand nicht überprüfen und daher nicht wissen, was für sie gut. Daher haben wir nicht die Eignung, Druck auszuüben. Diese Fähigkeit hat nur Gott und wir sollten es ihm überlassen.

Entsprechend müssen wir behutsam darauf achten, weder zu wenig, noch zu viel zu dienen. Dieses müssen wir allerdings präzise selbst entscheiden und sollten es uns von niemand vorschreiben lassen. Auch nicht von denen, denen wir dienen.

Ein weiterer Grund anderen zu dienen liegt darin ihnen die Möglichkeit zu geben dritten zu dienen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn sie andere oder mehr Fähigkeiten, als wir besitzen.

Auch sollten wir Menschen in Not dienen. Zum Beispiel Kindern, Alten oder Kranken, wenn sie sich nicht alleine helfen können.

In jedem Fall müssen wir aber auch auf uns achten. Wir dürfen uns nicht für andere aufopfern, weil wir dann nicht mehr bestmöglich dienen können. Wir müssen also die Mitte zwischen unserem Dienst für andere und unserem eigenen Wohl finden. Damit sind jedoch nur unsere Gesundheit und Ausgeglichenheit gemeint, da sie die Voraussetzungen sind, damit wir anderen bestmöglich dienen können.

Versuchungen, denen viele beim Dienen erliegen

Gerne glauben wir, etwas besser als andere zu wissen oder zu können. Dann versuchen wir, sie zu belehren, erziehen oder zu bevormunden, und üben dafür Druck auf sie aus.

Jedoch können wir unseren eigenen Verstand überprüfen und entsprechend nicht beurteilen, ob unsere diesbezügliche Annahme und unser entsprechender Druck angemessen sind. Möglicherweise haben sie bereits viel mehr Erfahrungen in vorherigen Leben gesammelt als wir und sind uns überlegen. Selbst, wenn sie noch Kindern und wir ihre Eltern sind, können wir das nicht herausfinden. Weiterhin wissen wir nicht, welche Ziele sie in diesem Leben haben und was dafür gut für sie ist.

Aber durch den Druck, den wir auf sie ausüben geraten wir selbst anhaltend an Menschen, die Druck auf uns ausüben und leben entsprechend nicht in Frieden.

Oft versuchen wir, für unseren Dienst Gegenleistungen zu bekommen. Zum Beispiel Geld oder Dienstleistungen. Hierbei dienen wir dann egoistisch und nicht aus Liebe. Dadurch geraten wir an Menschen, die uns gegenüber egoistisch sind und uns ausnutzen.

Dadurch bereiten wir auch Gott keine Freude, weil er unsere Mitmenschen liebt und nicht möchte, dass sie ausgenutzt werden. Wenn wir aber Gott keine Freude bereiten, sorgt er nicht für uns und wir erleiden irgendwann selbst Mangel, mit dem er uns zeigen möchte von ihm abhängig zu sein.

Auch benutzen wir unseren Dienst gerne dafür uns zu profilieren, wichtig zu sein und Anerkennung zu bekommen. Dadurch geraten wir an andere, die das ebenfalls versuchen und fangen Wettkämpfe mit ihnen an, unter denen wir leiden.

Falls wir keine Lust haben, uns zu bemühen, erbringen wir meist Dienste in Bereichen, die wir beherrschen. Hierbei haben wir keine Möglichkeiten, uns weiterzuentwickeln, und erleben dadurch keine Freude daran.

Das alles sind Versuchungen, denen wir beim Dienen erliegen. Ihnen sollten wir widerstehen.

Zusammenarbeit mit Gott

In jedem Fall sollten wir versuchen, mit Gott zusammen herauszufinden, wem wir wann und wie viel dienen sollten. Wir alleine sind damit überfordert, den passenden Rahmen zu erkennen.

Dafür müssen wir auf unser Gewissen und unsere Intuition hören, die unsere Verbindungen zu ihm sind. Aber wir sollten auch auf entsprechende Zufälle, unsere Freude und unser Verlangen zu dienen achten. Sie helfen uns, ebenfalls zu erkennen, wo und wie wir passend dienen können.

Wenn wir zuvor oft egoistisch gedient haben, sollten wir uns entsprechend von Gott verändern lassen, damit wir liebevoll dienen können.

Der eigene Lohn für den Dienst an anderen

Wir sollten niemals eine Gegenleistung für einen Dienst erwarten und am besten auch nicht annehmen, wenn sie uns angeboten wird. Das wäre egoistisch von uns und damit keine Liebe.

Hingegen sollten wir genau schauen, wie sich andere Menschen über unseren Dienst freuen. Ihre Freude über unser Wirken bereitet uns Freude, wenn wir ihnen selbstlos aus Liebe dienen.

Entsprechend sollten wir anderen dankbar sein, wenn sie sich über unseren Dienst freuen und bereit sind, diesen aus einem Bedürfnis anzunehmen.

Unsere Freude darüber und unser Dank dafür bereiten uns tiefen inneren Frieden und wir spüren selbst Liebe zu sein.

Mehr Lohn brauchen wir auch nicht, wenn wir selbstlos aus wahrer Liebe dienen. Denn dann begegnen uns andere Menschen, die uns selbstlos und liebevoll dienen. Dafür zu sorgen ist die Aufgabe Gottes. Ihn bringen wir dazu das zu arrangieren, indem wir tun was er möchte und ihm vertrauen es zu tun. Auf diesem Weg erlangen wir Wohlstand und haben alles, was wir zum Leben brauchen.

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