Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Verzicht auf Kämpfe und Verteidigungen

Wir verbringen oft viel Zeit damit, uns etwas zu erkämpfen oder zu verteidigen. Wohlstand und Anerkennung erlangen wir jedoch durch ein ganz anderes Verhalten.

ca. 10 Minuten Lesedauer

Das Prinzip sich etwas zu erkämpfen und es zu behalten

Wir Menschen verbringen viel Zeit damit, uns etwas zu erkämpfen, und anschließend versuchen wir es zu behalten.

Zum Beispiel machen wir dieses mit sogenanntem Eigentum. Hierfür nehmen wir uns einfach etwas oder vertreiben sogar andere dafür. Anschließend bemühen wir uns, es durch bloße Behauptungen zu behalten und verteidigen es sogar mit Gewalt. Passive durch Verstecken bzw. Einschließen und aktive durch Festhalten bzw. körperliche Angriffe gegen Menschen, die es uns nehmen wollen.

Andere von uns erkämpfen sich oft aufwendig bestimmte Ansichten. Zum Beispiel Politiker, indem sie mit endlosen Vorträgen Menschen überreden, selbst gute Menschen mit einem besseren Verstand zu sein. Anschließend bringen sie sie dazu ihrem Rat zu folgen. Ihre Ansichten sind jedoch falsch: Sie sind bereits Betrüger, wenn sie einen Staat bilden, und führen ihre Anhänger zuverlässig ins Verderben.

Geschäftsleute versuchen dasselbe, wenn sie mit scheinbar niedrigen Preisen oder Werbung andere animieren, ihnen etwas abzukaufen. Jedoch probieren Konsumenten dasselbe, wenn sie durch billige Preise versuchen Geld zu sparen. In beiden Fällen erkämpfen sie sich Besitz von Geld, um dieses bzw. seinen Gegenwert dann zu behalten.

Weiterhin machen wir alle das fast täglich, wenn wir uns Ansichten über uns selbst bilden, und anschließend nicht beleidigt werden möchten. Hiermit verteidigen wir unsere Ansichten. Diese sind jedoch meist falsch, weil wir sie mit unserem Verstand bilden, den wir nicht überprüfen können und weil wir alle gestörte Wahrnehmungen haben.

Beispiele wie diese gibt es viele. Das Prinzip ist immer dasselbe: Wir versuchen durch Tricks mehr zu besitzen, als Gott uns bereitstellt. Anschließend probieren wir es zu behalten, auch wenn er inzwischen meint, es sollte jemand anderes besitzen.

Dieses Verhalten haben wir derart ritualisiert, dass wir es meist nicht bemerken. Dieses sind unsere ständigen Kämpfe und Verteidigungen.

Grundlagen für das Erkämpfen und das Behalten von Besitz

Eines verbindet alle Versuche Besitz zu erlangen und zu behalten: Wir müssen dafür betrügen oder sogar gewaltsam kämpfen. Ohne bloße Behauptungen aufzustellen, und andere zu beeinflussen können wir Besitz oft nicht haben. Hiermit sind auch die Ansichten von uns und anderen gemeint. Letztere besitzen wir genauso, wie unsere eigenen, wenn sie unseren Wünschen entsprechen.

Deutlich wird der große Wert von Ansichten bei sogenannten Marken in der Wirtschaft. Zum Beispiel wurde im Jahr 2019 der Wert der Marke „Apple“ auf über 240 Milliarden US$ geschätzt. Jedoch ist eine Marke nur der Glaube von Menschen an sie, also deren Ansichten.

Genauso basiert die Macht von Menschen ausschließlich darauf, dass andere das tun, was ihnen der jeweilige Machthaber vorgibt. Würden diese eigenständig denken und handeln, würde er keine Macht besitzen. Das betrifft unter anderem Jesus, da er ein Hochstapler war.

Kämpfen bedeutet also nicht nur physische Gewalt anzuwenden, sondern umfasst alle unsere Bemühungen durch Tricks etwas zu erlangen.

Fast niemand mag es, wenn andere auf diese Weise kämpfen. Auch nicht, wenn jemand etwas verteidigt, dass er aus ihrer Sicht nicht behalten sollten. Allerdings erkennen die meisten von uns nicht, selbst genau dasselbe ständig zu tun.

Dieses tun sie nur, weil sie ihr eigenes Verhalten abweichend von dem anderer betrachten, obwohl es dasselbe ist. Entsprechend kämpfen sie nur, weil sie sich selbst mehr Ansprüche als anderen zugestehen oder weil sie sich selbst nicht treffend erkennen.

Die Annahme unterschiedliche Ansprüche zu besitzen basiert jedoch stets auf bloßen Wünschen sowie Behauptungen und ist stets unzutreffend: Niemand hat irgendwelche Ansprüche. Somit basiert jeder Kampf von uns auf unseren unzutreffenden Wahrnehmungen. Da fast alle von uns kämpfen betrifft diese gestörte Wahrnehmung uns alle.

Probleme infolge von Kämpfen und Behalten von Besitz

Alle unserer Versuche mithilfe von Betrug oder Gewalt etwas zu erlangen oder zu behalten führt zwangsläufig dazu, dass wir Probleme bekommen. Diese erhalten wir, weil uns später Menschen begegnen, die uns betrügen bzw. Gewalt gegen uns anwenden. Dieses ist zwangsläufig so, weil Gott das Leben auf der Erde derart erschaffen hat.

Sinn unseres Lebens ist, dass wir uns selbst erkennen und liebevoll werden. Dafür begegnen uns unsere eigenen Spiegelbilder; diesem Prinzip können wir uns nicht entziehen. Allerdings begegnen sie uns meist nicht sofort und teilweise auch erst in anderen Leben unserer Wiedergeburt. Durch diese zeitliche Versetzung erkennen wir das Prinzip der Begegnungen mit unseren Spiegelbildern oft nicht.

Je mehr Druck wir bei unseren Versuchen aufwenden, zum Beispiel in Form mieser Tricks oder grausamer Gewalt, umso heftiger geraten wir selbst in Bedrängnis.

Dazu gehören uneingeschränkt auch alle unsere Anstrengungen, Besitz zu verteidigen. Ebenfalls unsere Versuche uns selbst als bessere Menschen zu betrachten bzw. betrachten zu lassen.

Alle unsere Versuche uns etwas zu erkämpfen und es anschließend zu behalten verhindern somit zwangsläufig, dass wir in Frieden leben.

Auslöser für unsere Bemühungen des Kämpfens und Verteidigens

Wir Menschen haben alle ein Ego. Das ist der Teil von uns, der sich als ein von Gott getrenntes Individuum betrachtet und versucht, sich als möglichst groß und wichtig anzusehen.

Zu dieser Größe gehören unter anderem unsere eigenen Ansichten, sowie die anderer. Genauso materieller Besitz und körperliche Stärke.

Aber durch unsere Illusion von Gott getrennte Wesen zu sein haben wir auch ständig Angst nicht genügend zum Leben zu haben. Diese versuchen wir dadurch zu besänftigen, dass wir möglichst viel Besitz und Macht ansammeln. Durch beide bilden wir uns ein, Sicherheit zu besitzen, und schaffen es damit vorübergehend unsere Ängste zu verdrängen.

Unser Ego redet uns dabei ständig ein, nur wir seien wichtig oder zumindest wichtiger als andere. Entsprechend sind uns andere Menschen, Tiere und die Umwelt egal oder wir betrachten ihren Wert zumindest geringer als unseren. Erst dadurch verlieren wir die Skrupel uns etwas zu erkämpfen und es anschließend zu behalten.

Als Belohnung diesen Verführungen unseres Egos zu folgen bekommen wir angenehmen Emotionen. Zum Beispiel unsere Ansicht ein Sieger oder wichtig zu sein, uns alle unsere Wünsche erfüllen zu können und auch in der Zukunft gut versorgt zu sein.

Entsprechend bemühen wir uns ständig, etwas zu erkämpfen und es anschließend lange zu behalten, weil wir dadurch anhaltend mit angenehmen Emotionen belohnt werden.

Irrsinn des Erkämpfens und Verteidigens

Wir alle sind Teile Gottes. Entsprechend existieren wir auch nach unserem Tod als Menschen weiter. Daher gibt es keinen Sinn für uns ihn zu verhindern, zumal wir alle sterben werden.

Auch ist jeder Erfolg unseres Bemühens stets ausschließlich eine Belohnung Gottes und nicht unsere eigene Leistung. Das liegt daran, dass wir Menschen letztlich nur unsere Gedanken und Emotionen zuverlässig beeinflussen können. Alles andere stammt von Gott.

Entsprechend können wir stets schlagartig alles verlieren, was wir uns zuvor mühsam erkämpft haben. Zum Beispiel durch unseren plötzlichen Tod. Und alles was wir bis dahin behalten können lässt ausschließlich Gott uns, der in dieser Zeit unsere Feinde davon abhält, es uns zu nehmen.

Wenn wir Gott auf andere Weise dazu bewegen können uns alles Notwendige im jeweils richtigen Moment zu geben, sind alle unsere eigenen diesbezüglichen Bemühungen sinnlos. (Dazu später mehr.)

Zumindest können wir erkennen in jedem Augenblick vollständig von Gott abhängig zu sein. Auch können wir uns seiner Liebe zu uns bewusst werden, weil er uns erschaffen und bislang am Leben gehalten hat.

Unter anderem hat er das getan bzw. tut weiterhin, weil er durch uns anderen Menschen helfen möchte. Dafür muss er uns stets so viel lassen, damit wir ihnen selbstlos dienen können.

Entsprechend sind unsere Ängste nicht genug zu haben sinnlos und damit unsere Versuche mehr Besitz zu haben, als wir im jeweiligen Moment benötigen.

Sobald wir erkennen, dass wir die größte Freude durch unser selbstloses Dienen als durch unseren Egoismus empfinden, gibt es für uns keinen Sinn mehr etwas anderes zu tun, als zu dienen. Auch nicht, mehr als dafür notwendig zu besitzen.

Entsprechend ist jeder unserer Versuche uns etwas zu erkämpfen oder zu verteidigen ein Irrsinn.

(Jedoch ist diese Erkenntnis auch Sinn unseres Lebens und entsprechend sinnvoll sind unsere vorherigen Kämpfe.)

Vermeidung von Kämpfen und Verteidigungen

Unser Ego stiftet uns zu unseren Kämpfen und Verteidigungen an. Entsprechend müssen wir dieses als unseren größten Feind erkennen und es unschädlich machen.

Das schaffen wir am einfachsten, indem wir es uns stets bewusst machen und seine Wirkungsweise jeweils sofort durchschauen.

Genaugenommen sind wir süchtig nach angenehmen Emotionen und erliegen daher ständig Versuchungen zu kämpfen oder etwas zu verteidigen. Entsprechend müssen wir jede Sucht überwinden und lernen allen Versuchungen zu widerstehen. Dieses schaffen wir, indem wir uns ständig selbst beobachten und kontrollieren. Also durch uneingeschränkte Selbstdisziplin und Bedürfnislosigkeit.

Entsprechend müssen wir gegen unser eigenes Ego ankämpfen und es überwinden, um aufhören zu können gegen andere oder für unsere Ziele zu kämpfen bzw. etwas zu verteidigen.

Ohne unser eigenes Ego zu bezwingen wird es uns immer weiter verführen zu kämpfen und dadurch werden wir selbst zum Opfer von Angriffen gegen uns.

Wir werden auch erst dann Frieden haben, wenn wir nicht mehr besitzen, als Gott möchte. Entsprechend sollten wir freiwillig alles zurückgeben, was wir uns in Kämpfen angeeignet haben.

Das fällt uns jedoch ebenfalls sehr schwer: Unser Ego hält uns davon ab. Auch hier müssen wir es durchschauen und ignorieren, um entsprechend handeln zu können.

Zusätzlich müssen wir lernen, mit Gott zu kommunizieren und ihm zu vertrauen, um uns von ihm führen zu lassen. Nur so kann er uns mit allem versorgen, was er uns geben möchte, da wir sonst meist nicht annehmen, was er für uns bereithält.

Frieden erlangen durch Auf- und Rückgabe aller erkämpften Siege

Wir erlangen Frieden, wenn wir unser eigenes Verhalten erkennen und uns ändern. Das ist so, weil genau dieses auch Sinn unseres Lebens ist, aufgrund dessen zuvor wir viele Probleme bekommen.

Entsprechend hilfreich ist es für uns, wenn wir die Schäden anderer durch unsere Kämpfe wiedergutmachen.

Auch sollten wir nicht weiter versuchen, irgendetwas zu verteidigen. Damit verschwenden wir nur sinnlos unsere Energie. Wenn Gott möchte, dass wir etwas behalten, wird er unsere Feinde davon abhalten, es uns zu nehmen.

Dazu gehören auch unsere eigenen Ansichten und die anderer über uns. Entsprechend sollten wir vor allem unsere Fehler suchen und diese offen bekennen, damit sie nicht länger unsere Geheimnisse bleiben. Indem wir dieses tun und uns nicht anmaßen etwas Besseres zu sein, hat niemand mehr Grund, uns anzufeinden.

Aber wir sollten anderen Menschen ihre Ansichten lassen. Wenn Gott meint, sie müssten korrigiert werden, wird er sie verändern. Ebenfalls sollten wir von anderen nicht fordern, unsere Schäden aufgrund ihrer Angriffe uns gegenüber wiedergutzumachen. Wenn Gott meint, wir sollten eine Wiedergutmachung erhalten, wird er sie uns unaufgefordert zukommen lassen.

Genauso wird er uns alles benötigte jeweils spätesten in dem Moment geben, in dem wir es brauchen. Würde er das nicht, könnten wir den Sinn unseres Lebens nicht erfüllen, wodurch seine Mühe uns zu erschaffen und am Leben zu erhalten eine Verschwendung wäre. Das lässt er nicht zu.

Indem wir Gott derart vertrauen, ersparen wir uns jegliche Energie des Kämpfens und Verteidigens. Dann können wir uns vollständig darauf konzentrieren, anderen zu dienen. Dadurch begegnen uns Menschen, die selbstlos uns dienen. Auf diesem Weg erhalten wir alles, was wir brauchen, um in Frieden und Wohlstand zu leben.

Bei Gott, anderen Menschen und bei uns selbst erlangen wir damit gleichzeitig größtmögliches Ansehen. So schaffen wir es, geliebt zu werden, und genießen dadurch unser Sein am meisten.

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