Veränderungen von Gott annehmen

Wir brauchen nicht gegen unsere Probleme ankämpfen. Gott befreit uns von ihnen, wenn wir den Mut aufbringen, uns auf ihn einzulassen und uns führen lassen.

Einsicht erlangen, Gott zu brauchen

Wir Menschen haben viele Probleme. Und meist wollen wir diese selbst bekämpfen oder wünschen uns, dass Gott sie für uns aus dem Weg räumt.

Zum Beispiel verwenden wir Erpressungen und Gewalt, um unsere Mitmenschen zu den von uns gewünschten Verhaltensweisen zu zwingen. Hierbei versuchen wir selbst unsere Probleme zu bekämpfen. Oder wir beten zu Gott, er möge uns vor Angriffen von ihnen beschützen. Dabei hoffen wir darauf, dass er für uns kämpft.

Aber bei genauer Betrachtung ist beides aber keine Lösung unserer Probleme. Gott hat jeweils einen Grund, warum wir in sie geraten. Er möchte damit uns verändern.

Entsprechend haben wir fast unser gesamtes Leben Konflikte mit ihm, ohne uns dessen bewusst zu sein. Wir erkennen nicht, dass Gott uns unsere Probleme absichtlich bereitet, damit wir uns ändern. Auch wollen wir uns nicht eingestehen, dass er uns vorsätzlich welche verschafft. Wir haben das Bedürfnis Gott als ein liebevolles Wesen zu betrachten, das uns umsorgt, beschützt und liebt.

Das ist er auch. Aber weil er uns liebt, beschert er uns Probleme. Nur dadurch können wir eigenständig werden. Würde er ständig sie für uns bekämpfen, würden wir es nie werden. Genauso, wenn er uns keine bereiten würde.

Um unser Sein sinnvoll zu nutzten müssen wir innerlich in ihm wachsen und reifen. Das ist der Sinn unseres Lebens. Daher haben wir unsere zahlreichen Probleme.

Entsprechend wird uns Gott nie die Gelegenheit geben, dauerhaften Frieden und Wohlstand zu haben, solange wir noch nicht reife und liebevolle Wesen sind. Und diese können wir nur werden, wenn er uns Probleme bereitet, die wir eigenständig lösen.

Dabei gibt er uns aber nie unlösbare Probleme und er hilft uns immer, wenn wir uns hinreichend selbst bemüht haben liebevolle Lösungen zu finden.

Gottes Wirken annehmen

Solange wir gegen unsere Probleme ankämpfen oder versuchen ihnen mit egoistischem Verhalten zu begegnen, verändern wir uns nicht. Dann treffen wir weiterhin immer wieder auf vergleichbare.

Entsprechend müssen wir verstehen, warum wir Probleme habe: Wir sollen uns verändern. Sobald wir dieses begriffen haben, können wir an unsere Probleme ganz anders herangehen. Wir können uns dann fragen, warum wir sie haben.

Um dieses sinnvoll tun zu können, müssen wir unsere Probleme zuvor erst mal erkennen. Oft haben wir welche, die uns immer wieder begegnen. Gleichzeitig wissen wir aber, dass andere Menschen unsere nie oder nur extrem selten haben. Diese Einsicht zeigt uns, dass es keine Realität gibt, sondern unsere Probleme speziell für uns bestimmt sind.

Sobald wir dieses eingesehen und angenommen haben, können wir ganz anders an sie herangehen. Wir können uns über sie freuen und Gott lieben, dass er sich individuell um uns bemüht.

Natürlich widerstrebt es uns, froh über unsere Probleme zu sein. Das ist unser Ego, das sich durch sie angegriffen fühlt. Wenn wir dieses erkennen, können wir es erst lieben und dann überwinden. Unsere Gefühle angegriffen zu werden bringen uns schlicht nichts. Sie verändern weder etwas an dem jeweiligen Problem, noch uns. Auch ist es sinnlos, gegen sie anzukämpfen. Sie wiederholen sich jeweils auf ähnliche Weise an anderen Stellen, bis wir sie lösen.

Entsprechend nutzlos ist ab einem gewissen Punkt die Suche der Ursachen unserer Probleme innerhalb dessen, was wir als Realität ansehen.

Vielmehr müssen wir einsehen, dass Gott versucht uns durch sie zu verändern.

Gott verstehen lernen

Nachdem wir mit unseren irdischen Möglichkeiten nicht mehr weiterkommen unsere Probleme zu bekämpfen brauchen wir ganz neue Strategien.

Am besten machen wir uns erst mal bewusst, welche wir haben. Statt gegen sie anzukämpfen, können wir sie genau betrachten, sortieren und analysieren. Oft wiederholen sie sich an ganz unterschiedlichen Stellen unseres Lebens auf sehr verschiedene Weisen, bleiben jedoch letztlich dieselben.

Unsere Aufgabe ist es zunächst, diese Gemeinsamkeiten von ihnen zu erkennen.

Oft begegnen wir im Leben Spiegelbildern von uns selbst. Nachdem wir dieses begriffen haben können wir es benutzen: Bei Problemen mit unseren Mitmenschen können wir uns selbst betrachten. Meist haben wir dieselben Verhaltensweisen in uns oder hatten sie zuvor in uns. Vielleicht bereits in einem anderen Leben.

Einerseits geht es darum, dass wir uns unsere eigenen Fehler hierbei erkennen, eingestehen und bereuen. Andererseits darum, Menschen mit den gleichen zu lieben. Dadurch lösen wir eines unserer Probleme.

Aber Gott bereitet uns auch zahlreiche andere Herausforderungen. Dann sollen wir lernen, diese zu meistern. Menschen mit vielen vorherigen Leben erhalten dabei mehr und größere Herausforderungen, als welche mit weniger.

Unsere Probleme haben also nicht zwangsläufig etwas mit uns zu tun. Es ist genauso möglich, dass wir schlicht ganz neue Wege suchen und finden sollen. Die Menschheit stand in ihrer Geschichte immer wieder an Punkten, an denen sie sich grundlegend ändern musste und nur dadurch überleben konnte.

Angesichts der vielen unlösbaren Probleme heute auf der Erde ist zu vermuten, dass wir erneut an so einer Wende gelangt sind.

Die Herausforderungen des Lebens annehmen

Natürlich haben wir Menschen das Bedürfnis, unser Leben zu genießen. Aber das sollen wir nicht nur unserem, sondern auch mit dem anderer tun. Besser ist es, schlicht unser bzw. ihr Sein zu genießen als unser bzw. ihr Verhalten und äußere Umstände.

Und das können wir nur, wenn wir unsere Probleme mit Liebe friedlich lösen. Durch jeden anderen (egoistischen) Versuch Probleme zu bekämpfen bekommen wir zwangsläufig neue. Das lässt sich für uns nicht vermeiden, weil Gott das Leben auf der Erde so erschaffen hat und daran festhält.

Entsprechend müssen wir den zahlreichen Versuchungen widerstehen unsere Probleme zu bekämpfen oder Ausflüchte zu suchen. Stattdessen sollten wir ihnen vielmehr direkt entgegengehen.

Wenn wir zum Beispiel wiederholt erpresst werden, müssen wir uns mit Erpressern auseinandersetzen. Zuerst müssen wir natürlich schauen, wie wir uns besser verhalten können und uns entsprechend verändern.

Aber wenn wir glauben, an den Punkt gelangt zu sein, dass wir liebevolle Wesen ohne eigene Fehler sind, müssen wir uns den Erpressungen widersetzten. Wir müssen also bewusst das machen, wovon uns die Erpresser abhalten wollen und es dennoch tun.

Natürlich ist das für uns sehr gefährlich. Aber wenn wir uns dauerhaft erpressen lassen, ist es auch keine Lösung und wir werden unser Leben nie genießen.

Hierbei ist es unsere Aufgabe, uns unsere Angst vor den Erpressern bewusst zu machen und uns ihr zu stellen. Wir müssen den Mut aufbringen, ihnen direkt in die Augen zu schauen, sie zu lieben und dann ihre Erpressungen ignorieren.

Genauso müssen wir mit allen unseren Ängsten und anderen Problemen umgehen: Wir müssen schauen, was wir aus ihnen lernen können und dafür direkt auf sie zugehen.

Gott als Lösung eigener Probleme annehmen

Natürlich gibt es in unserem Leben unendlich viele Gefahren. Wir sind schlicht überfordert, uns gegen sie alle zu schützen. Zusätzlich gibt es auch viele Gefahren, denen wir nicht entkommen können. Zum Beispiel davor, von anderen Menschen erpresst zu werden. Irgendwann bleibt uns nur noch Gott zu vertrauen.

Gerade am Anfang schätzen wir uns selbst jedoch oft falsch ein. Zwar glauben wir, bereits so zu sein wie Gott es sich wünscht, sind es aber noch nicht. Entsprechend vertrauen wir ihm in dem Moment, aber er hilft uns schlicht nicht. Dann bekommen wir immer größere Probleme und verstehen nicht warum.

Und je mehr wir währenddessen Gott bitten, uns zu helfen, umso heftiger werden sie. Unser bestes Gebet ist: „Vater, mach‘ aus mir, was du aus mir machen möchtest“. Mit ihm zeigen wir Gott unser bedingungsloses Vertrauen in ihn und unsere vollständige Bereitschaft uns von ihm verändern zu lassen.

Jedoch nutzt er diese Gebete meist gnadenlos aus, indem er uns sehr viele und extreme Probleme bereitet.

Wir werden aber nicht in ihnen sterben. Gott zerbricht mit ihnen nur unser Ego und verwandelt uns nach seinen Wünschen.

Oft hilft er uns aber auch nicht. Dann sollen wir etwas aufgeben oder verlieren, was wir nicht (mehr) benötigen. Wahrscheinlich werden wir in dieser Zeit leiden, vielleicht sogar sehr.

Doch Gott hilft uns auch aus dem Elend wieder heraus. Meist kommt er erst im allerletzten Moment. Aber dann er hilft zuverlässig. Jedoch jeweils erst, nachdem er seinen Willen uns zu verändern durchgesetzt hat.

Indem wir uns auf diesen Prozess einlassen, arbeitet Gott an uns. Wir werden mit der Zeit liebevolle, friedliche und mutige Wesen. Dabei gewinnen inneren Frieden und haben alles, was wir zum Leben brauchen.

Dieses erreichen wir nur, wenn wir Gott verstehen lernen, uns auf ihn einlassen und uns von ihm verändern lassen.