Nils’ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
Nils’ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?

Vergebung schafft Frieden

Bislang gehen wir Menschen davon aus, dass wir mithilfe von Gewalt und Rache Frieden erreichen können. Aber Vergebung ist der einzige Weg zum Frieden.

ca. 6 Minuten Lesedauer

Falschbehandlungen und ihre Folgen

Wir werden von unseren Mitmenschen fast ständig falsch behandelt. Sei es, dass sie uns übervorteilen, ausnutzen, misshandeln, betrügen oder Gewalt gegen uns anwenden.

All dieses löst negative Emotionen in uns aus, unter denen wir zusätzlich leiden. Entsprechend möchten wir diese Emotionen wieder loswerden.

Zusätzlich haben wir alle einen Gerechtigkeitssinn. Dieser drückt sich in dem Wunsch aus, dass unsere Widersacher Nachteile für ihr Verhalten uns gegenüber erleiden sollten. Dadurch fühlen wir uns bestätigt, dass deren Verhalten falsch war und wir entsprechend fälschlich Opfer ihrer Machenschaften wurden. Wir bekommen also dadurch die Bestätigung, dass wir uns richtig verhalten haben und frei von Fehlern seien. Genau nach dieser Emotion sehnen wir uns am meisten.

Zusätzlich wünschen wir uns eine Wiedergutmachung, damit wir weitere Vorteile erhalten. Neben dem materiellen Vorteil werden unsere Emotionen, alles richtig gemacht zu haben, dabei nochmals bestätigt. Wir verringern dadurch möglicherweise auch unsere negative Emotion fehlerhaft zu sein.

Wenn wir falsch behandelt werden, setzen diese zahlreichen Emotionen meist umgehend, oft aber sehr schnell ein.

Versuche, Schaden in Vorteile zu verwandeln

Wir haben also viele gute Gründe, uns zu wehren, wenn wir falsch behandelt wurden und eine Wiedergutmachung zu verlangen. Diese Gründe liegen in unseren Emotionen und unserem eigenen materiellen Vermögen.

Dazu kommt noch das Ansehen bei unseren Freuden, dass wir Opfer wurden und Mitleid von ihnen bekommen.

Weiterhin werden sich andere Menschen davor hüten uns auf ähnliche Weise zu behandeln, wenn sie sehen, dass wir letztlich gegen unsere Widersacher gewonnen haben.

Antrieb für unsere Forderungen nach Wiedergutmachungen

Wir alle haben von Gott ein Ego erhalten. Dieses Ego stiftet uns ständig an, unsere Gedanken und Handlungen gegen unsere Widersacher einzusetzen. Also mindestens, indem wir ihr Verhalten verurteilen und anschließend entsprechende Handlungen ergreifen.

Diese Handlungen reichen von bloßer Ignoranz, über Verachtung bis hin zu abwertenden Äußerungen oder gar Anwendung von Gewalt.

Dieses Verhalten von uns ist wenig friedlich und wird kaum zu Frieden führen. Im Gegenteil: Der Streit eskaliert, teilweise zu einem Kampf oder gar zu einem Krieg.

Unser Ego ist also ein großes Problem für uns.

Innerer Konflikt nach Falschbehandlungen

Wir haben keinerlei Ansprüche. Weder auf gute Behandlung von unseren Mitmenschen, noch auf Wiedergutmachungen. Aber einfach nichts tun, können wir auch nicht. Schließlich treibt uns unser Ego massiv an.

Wir haben also einen inneren Konflikt. Und diesen können nur wir alleine lösen.

Klar ist, dass unsere Mitmenschen ein massives Problem mit Liebe haben, wenn sie uns falsch behandelt haben. Daher sollten wir sie auf jeden Fall zunächst lieben und ihnen diese Liebe auch zeigen.

Aber dazu haben wir so gar keine Lust. Alles in uns sträubt sich dagegen. Unser innerer Konflikt wird also noch größer.

Unseren Widersachern ist das meist egal: Sie gehen ihrer Wege, als wäre nichts gewesen. Das macht uns dann noch mal wütender, weil sie uneinsichtig sind.

An diesem Punkt unseres inneren Konflikts müssen wir ansetzen: Wir müssen ihn auflösen! Also sind unsere Widersacher nicht in der Position etwas zu tun, sondern wird.

Frieden schließen nach Falschbehandlungen

Wenn wir eingesehen haben, dass wir etwas tun müssen, stellt sich die Frage, was? Wir müssen zunächst unseren inneren Konflikt auflösen. Da unser Ego ihn ausgelöst hat können und müssen dort ansetzen: bei unserem Ego!

Wir können zum Beispiel fragen, warum wir ein Opfer wurden? Haben wir etwas falsch gemacht? Zum Beispiel, indem wir zu viele materielle Güter an uns gebunden haben (wir reich sind). Dann gilt es einzusehen, dass wir zu viel haben und es Gott richtig gemacht hat, dass er uns von einem Teil unseres Reichtums wieder befreit hat.

Oder zum Beispiel haben wir in diesem oder einem anderen Leben etwas falsch gemacht, wodurch andere zum Opfer wurden. Dann müssen wir uns diesen Fehler anschauen, indem wir auf die gleiche Weise zum Opfer wurden.

Vielleicht möchte Gott uns aber auch einfach nur so etwas wie Geduld, Toleranz, die Fähigkeit zu liebe stärken oder helfen unser Ego zu überwinden.

Wir müssen also wie ein Detektiv akribisch auf die Suche gehen, und versuchen herauszufinden, warum uns Gott nicht vor unserem Widersacher und seiner Falschbehandlung beschützt hat.

Anschließend sollten wir an diesem Punkt, und nur an diesem Punkt ansetzen und arbeiten.

Unsere Widersacher sind fast ausschließlich die Gehilfen Gottes, der uns helfen möchte, uns innerlich weiterzuentwickeln. Er wird sich um sie kümmern und ggf. ihr Fehlverhalten korrigieren. Allerdings tut er das nicht, wann wir es wollen, sondern wann er es für richtig hält.

Wir sollten also schlicht unseren Widersachern vergeben und nicht versuchen sie erziehen oder maßregeln zu wollen.

Vergebung ist der beste Umgang mit Widersachern

Es ist schwer, einzusehen, dass unsere Widersacher von Gott mindestens toleriert werden, wenn nicht sogar angestiftet und wir nicht gegen sie vorgehen dürfen.

Und doch passieren und Dinge und Umstände, weil Gott mit ihnen an unserer Weiterentwicklung arbeitet. Mit ihnen will er uns verändern – nicht unsere Widersacher. Um diese kümmert er sich erst später.

Der Weg unseres Lebens ist dadurch geprägt, dass wir selbstständig ausprobieren und eigenständig herausfinden, was Liebe ist und uns zu reinen Liebe verändern.

Dazu gehört eben, dass Gott uns mit uns selbst konfrontiert – in Form unserer Spiegelbilder in Person unserer Widersacher und anderer Mitmenschen.

Uns widerfahren also die ungewünschten Begegnungen mit unseren Widersachern unabhängig davon, ob wir gegen sie vorgehen oder nicht.

Entsprechend töricht ist es von uns, wenn wir gegen sie vorgehen, weil wir dadurch nur zusätzliche Angriffe gegen uns hervorrufen. Unsere Rache gegen unsere Widersacher ändert rein gar nichts daran, dass Gott uns verändern möchte. Auch nicht daran, dass er uns weiterhin mit Widersachern belästigt, bis wir gelernt haben, was er uns zeigen möchte.

Unsere Annahme, wir könnten uns gegen unsere Widersacher wehren, ist also falsch.

Stattdessen sollten wir sie lieben. Schließlich zeigen sie uns wie wir selbst (früher oder sogar bereits in anderen Leben) waren oder sind.

Daher sollten wir unseren Widersachern alles vergeben, was sie uns angetan haben, gerade antun oder später antun werden. Vergebung ist ein wichtiger Teil der Liebe, die unser Ziel ist.

Unsere Probleme zu vergeben

Unser Ego hält uns davon ab zu vergeben. Es sehnt sich nach Rache unseren Widersachern gegenüber. Also müssen wir unser Ego überwinden und langfristig ganz abtöten, um selbst lieben zu können. Und dazu gehört nun mal die Vergebung als zentraler Bestandteil.

Nachdem wir dieses geschafft haben, beschützt uns Gott vor allen Widersachern, da dann er keinen Grund mehr hat dieses nicht zu tun und er uns bedingungslos liebt.

Dennoch sollten wir unseren Widersachern liebevoll, aber bestimmt ihr Fehlverhalten, benennen – aber nicht mehr. Und wenn sie dieses nicht hören wollten, sollten wir uns von ihnen distanzieren. Sollten sie uns das nicht gestatten, bleibt uns nur noch die Liebe und Vergebung für alles, was sie uns antun und abwarten bis Gott eingreift und uns befreit. Das ist Vergebung.

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