Nils‘ Weg
… ein neuer Weg zu Frieden und Wohlstand. Oder der einzige dorthin?
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Fehlende Wichtigkeit führt zu Frieden

Viele von uns Menschen wollen wichtig sein oder betrachten ihre Interessen bzw. Ansichten für wichtig. Unser Verzicht darauf bringt uns dem Frieden näher.

ca. 5 Minuten Lesedauer

Bedeutung von Menschen und ihren Handlungen

Wir Menschen genießen es, wichtig zu sein. Also einen möglichst großen und bedeutenden Einfluss auf das Leben möglichst vieler Menschen oder Tiere zu haben. Dazu gehört es auch, scheinbar hilflosen und benachteiligter Wesen effektiv ihr Dasein zu verbessern.

Hierzu haben wir uns viele Bereiche ausgedacht, in denen wir wirken. Viele von ihnen haben in der Vergangenheit erst an Bedeutung zugenommen und später wieder abgenommen. Zum Beispiel die Aufgaben der Hexenverbrennungen und Teufelsaustreibungen. Aber es gibt auch viele Bereiche, in denen die Bedeutung noch nicht abgenommen hat: Der Staat versucht immer noch, Ungerechtigkeit auszugleichen.

Eines haben die Bereiche, in denen wir uns einreden wichtig zu sein gemein: Wir bewerten uns, unsere Ansichten, Interessen oder Ziele höher als andere. Letztere vernachlässigen oder ignorieren wir teilweise gänzlich für unsere. Uns selbst reden wir dabei ein, ihr Nachteil, Leiden oder gar Tod müsse hingenommen werden und das sei richtig bzw. notwendig.

Obwohl wir unser Verhalten in diesen Bereichen grundsätzlich für falsch halten, ignorieren wir dieses, um unsere vermeintlich höheren Ziele zu erreichen. Zum Beispiel sperren wir Mörder ein und töten Tiere, um ihr Fleisch zu essen.

Rechtfertigungen wichtig zu sein

Unser Bedürfnis, wichtig zu sein, untermalen wir gerne damit, dass wir für andere Wesen Verantwortung hätten und rechtfertigen unser falsches Verhalten mit deren Freude. Zum Beispiel tun wir das als Staatsdiener, wenn wir Mörder verfolgen und einsperren und als Schlachter, wenn wir Tiere töten.

Meist heben wir hierbei gleichzeitig unseren eigenen Aufwand, unser eigenes Risiko und andere Unannehmlichkeiten hervor, die es angeblich rechtfertigen, dass wir bevorzugt behandelt werden. Dadurch versuchen wir bestimmte Privilegien zu erhalten.

Eines haben diese Versuche gemein: Wir fühlen uns damit wertvoller als unsere Mitmenschen und genießen dadurch unser eigenes Sein intensiver, als würden belanglosen Tätigkeiten nachgehen. Die Privilegien helfen uns dabei zusätzlich unser Sein zu genießen.

Funktionsweise der Wichtigkeit

Eines haben unsere vielen Versuche wichtig zu sein gemeinsam: Wir verschaffen Einzelnen oder Gruppen von Lebewesen Vorteile.

Indem wir diese Vorteile verschaffen, bilden wir uns ein, wir hätten Vorteile aus dem Nichts erschaffen. Dieses wäre eine Art Zauberei.

Jedoch leiden andere Wesen stets dabei. Zum Beispiel wurden bei der Hexenverbrennung Menschen getötet, bei den Teufelsaustreibungen massiv gefoltert und durch Strafandrohungen des Staates Menschen erpresst und bestraft.

Unsere Versuche wichtig zu sein, sind also letztlich stets Umverteilungen.

Und unsere Behauptungen dabei selbst Verantwortung zu tragen ist fast immer geheuchelt: Wir wollen unter keinen Umständen selbst etwas riskieren oder hergeben.

Motivation sich wichtig zu machen

Wir lassen uns dazu verführen vermeintlich wichtig zu sein, weil wir das Bedürfnis verspüren einzigartig und etwas Besonderes zu sein.

Hierzu verführt uns unser Ego. Das ist der unsichtbare Teil von uns, den Gott uns bei seiner Schöpfung von uns gegeben hat. Durch ihn sollen wir alles Mögliche ausprobieren und dabei Erfahrungen machen, wie es sich anfühlt es zu tun.

Es belohnt unsere Bemühungen dabei mit für uns angenehmen Emotionen. Im Fall von Wichtigkeit mit der Emotion etwas Besseres zu sein.

Nachteile, wichtig zu sein

Um wichtig zu sein, müssen wir stets uns, unsere Interessen, Ansichten oder Ziele über die anderer stellen. Wären alle gleichbedeutend, wären wir nicht mehr wichtig.

Jedoch ist letztlich alles auf der Erde gleichwertig, weil alles Eins ist.

Außerdem hat Gott das Leben auf der Erde so gestaltet, dass wir stets Spiegelbildern von uns begegnen. Das können wir nicht verhindern, weil es Sinn unseres Lebens ist, dass wir uns selbst erkennen. Und das tun wir, indem wir anderen Menschen begegnen, die genauso sind, wie wir selbst.

Wenn wir also einzelne Interesse auswählen und sie über andere stellen, begegnen uns zwangsläufig andere Menschen, die das ebenfalls tun. Dann stellen sie ihre Interessen über unsere und wir leiden dadurch. Dieses führt zwangsläufig erst zu Streit und später zu Krieg zwischen uns Menschen und in ihm habe alle das Nachsehen.

Frieden erlangen durch Verzicht wichtig zu sein

Indem wir uns, unsere Interessen, Ansichten oder Ziele nicht mehr über andere erheben sind wir unwichtig. Dadurch begegnen uns dann aber auch langfristig keine Menschen mehr, die ihre Interessen über unsere erheben. Damit wird unser Leben zwangsläufig friedlicher.

Aber schon unsere Versuche, wichtig zu sein bezahlen wir mit direkten Nachteilen anderer, die wir dadurch gegen uns aufbringen, was das Gegenteil von Frieden ist.

Um jedoch nicht den Versuchungen unseres Egos zu erliegen uns wichtig zu machen, müssen wir es erkennen und überwinden. Wir müssen also uns selbst bewusst erkennen und auf unsere eigenen Bedürfnisse verzichten, um Frieden zu erlangen. Oder anders ausgedrückt: Wir müssen uns selbst unwichtig machen. Dabei müssen wir sogar ein Teil von uns absichtlich abtöten: unser eigenes Ego.

Das schaffen wir, indem wir all unsere Probleme Gott überlassen und uns nur darauf konzentrieren gleichermaßen für uns selbst zu sorgen und anderen selbstlos zu dienen. Das können wir jedoch nur, wenn wir Gott vertrauen, für uns zu sorgen.

Jedoch indem wir verstehen, dass uns stets Spiegelbilder von uns selbst begegnen gibt es keinen Grund mehr daran zu zweifeln, wenn wir uns anderen selbstlos gegenüber verhalten. Also selbst auf jegliche Form von Wichtigkeit verzichten.

Spätestens, wenn wir Mörder lieben statt zu verfolgen und einzusperren erkennen wir, wie schwer es ist uns nicht wichtig zu nehmen und unser Ego zu überwinden. Somit ist das einzig Wichtige was wir tun können, unser Ego zu überwinden und andere zu lieben.

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